Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1805, [2])

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jjzUi Stück. 
bezahlen werde. Es wirb also'jeder gewarnt, bemselben ohne Mein Vorwiffen und mein« 
Einwilligung irgend etwas zu leihen. Eschwege den loten Julius 1805. 
Abraham Wertheim. 
37) Nachdem allhier die Einrichtung getroffen worden, daß alle, vom Hochseeligen Herrn 
Landgrafen Adolph zu Hessen-Philippsthas-Barchfeld, und von Hochdero Frau Gemahlin 
Durchlauchten hmterlassene Schulden, auf einmal bezahlt werden sollen; so werden hrer- 
durch Alle und Jede, welche dergleichen Forderungen mit Grund zu machen haben, ersucht, 
selbige zwischen jezt und dem nächsikünftigen Oktober, bey allhiesiger Fürstlichen Renthey 
anzuzeigen, widrigenfalls nicht weiter auf sie reflecrirt werden wird. Barchfeld am lZten 
Julii i8oZ. S. H. Philippothalische Renthey hieselbft. 
z8) Am Dienstage Morgen ist auf der Fuldabrücke ein Packet mit zwey Ducaren in Leinewanb 
geneth, signirt: A. 8. Cassel, verlohron gegangen. So viel hat man Nachricht, daß ein ho 
netter Mann solches aufgehoben hat, wovon man gewiß erwarten kann, wenn er den Ei 
genthümer erfährt, solches gern wieder zurückgeben wird. In der Hof- und Waisenhaus- 
vuchdruckerey erfahrt man den Eigenthümer, welcher sich dankbarlich beweisen wird. 
Da, zufolge höchster Resolution, die den aoten November l. I. pachtlos werdende herrschaft 
liche Mühle samt Zubehörungen zu Ziegenhain, auf Zeit- und Erbpacht ausgdboten und die- 
serhalb Montags am 2bten August der Licitations-Termin bey Kurfürst!. Oberrent-Cammer 
abgehalten werden soll; so wird dieses mit dem Beifügen hierdurch bekannt gemacht, daß die 
Pachtlustige sich mit obrigkeitlichen Attestaten über ihre Mühlenkenntniß und ihr zureichendes 
Vermögen zu Uebernehmung einer Zeit- oder Erbpacht zu versehen haben. Cassel den 2?ten 
Julius 1805. AusRurfürstl. Oberreut-Cammer daselbst. 
A S -S 
Um den bisher so häufig statt gefundenen Nachpfufchungen meiner Tabacke unter meinem Na 
men und Zeichen möglichst zu begegnen, wird künftighin in den Papieren derer wirklich und 
acht aus meiner Fabrik seyenden, am Rande des Umschlags eines jeden Pabecs, das Was 
serzeichen meines Namens: A. H. Thorbecke, bemerkbar, und gegen daS Licht gehal 
ten, völlig sichtbar seyn. Ich ersuche also das Publikum, hieraus gefälligst zu achten, und 
keine Waare als die meinige zu erkennen, deren Pakete, außer den bekannten gewöhnlichen 
Wapens, Unter- und Nebenschriften, nicht jenen meinen Namen im Umschlags-Papiere ent 
halten. Cassel am röten Junii iso 5 '. Andreas Henrich Chorbecke. 
Besondere Avertissements. 
j) Da in den Schornsteinen welche viel gebraucht werden, oft Feuer ausbricht, und es da 
her von der äußersten Wichtigkeit ist, daß solche feuerfest und wohl verwahrt find, dieses 
aber am besten zu erreichen stehet, wenn die Schornsteine mit liegenden Leimensiemen aus 
gemauert werden; so wird allen hiesigen Hausbesitzern befohlen, zur öffentlichen und ihrer 
eigenen Sicherheit, diese Einrichtung künftig in ihren Hausern, besonders bey den Küchen- 
und Wohnstuben-Schornsteinen zutreffen, und solche von liegenden Lermenstemen aufführen zu 
lassen, auch alle Schornsteine, welche nicht gebraucht werden, öfters durch den Stadtschvru- 
steinfeger nachsehen, und wo es nöthig ist , fegen zu lassen. Cassel den 2Zten Julu 1805. 
Aus Rur fürst l. polizey-Commission. 
2 ) Da es während der Hundstage nothwendig ist, daß auf die Hunde ein besonderes Augen 
merk genommen werde, um Unglück vorzubeugen; so wird allen hiesigen Einwohnern, mit 
Beziehung auf die Regierungs-Auöschreiben von 27ten April 1775. und 4ten May 1797. als 
be,ottdere Pflicht auferlegt, auf ihre Hunde, statt der bisherigen zwecklose» Zeichen vom 
Nachrichter, genaue Achtung zu geben, und so bald sie eine ungewöhnliche Veränderung m» 
ihnen wahrnehmen, solche sofort anzulegen und einen her approbirlen Thierarzte zu Rathe 
LU
        

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