Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1805, [2])

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zitti Stück, 
Edictñlvorladungen. 
««as Vknqe aus Ahrenborn gebürtig ist bereits 37 Jahre bou feiner Heimath entfernt, 
^ und ist dessen Aufenthaltsort nicht bekannt. Nachdem nun bte Verwandten des Aöwefinbea 
um Aushändigung dessen Vermögens gebeten haben; so wird genannter Abwesender hiermit 
öffentlich vorgefordert, Sonnabend den ichten September l. I. personltch oder durch emen hm- 
ILnltch Bevollmächtigten vor hiesigem Amte zu erscheinen, und sein Vermögen im Empfang zu 
nehmen, öderes hat selbiger zu gewärtigen, daß solches denen in hoc praenxo ÑH iegltlmrren- 
den nächsten Verwandten gegenCautionverabf^gtwà , 1805. 
Des Durchlauchtigsten Fürsten und Herrn, Herrn Friedrich, Fürsten zu Waldeck, Gra 
fen zu Pyrmont und Rappoltftein, Herrn zu Hohenack und GeroldöEck am Mäßigen rc. rc. 
Wir zu Höchstdero Consistorio verordnete Präsident, Vwe-Canzlar und Rathe fugen hier 
mit zu «.tfen : Es hat die Ehefrau des Johannes Thiele, eine gH Werner zu Oder-War 
oldern. gegen gedachten ihren Ehemann aus Alsfeld im Hessen-Danustadtlschen, welcher 
sie vor 2 Jahren heimlich verlassen hat, eine Ehescheidungsklage bey Uns angestellt, und 
Gebeten d^ßWu denselben als einen uialitiosmn deseitorem öffentlich vorladen, und im Fall 
dessen ungeborsamlichen Zurückbleibens, die zwischen ihm und ihr bisher bestandene ehest, 
che Verbindung trennen, und wieder aufheben möchten. Wir estiren und rufen demnach 
mehrgedachten Johannes Thiele aus Alsfeld, daß er von heut an rn drey Monaten vor Uns 
auf dem Consistono erscheinen, die veranlassenden Gründe semer heimlichen Entweichung 
anle.aen, und sich d>eserhalb gehörig rechtfertigen, oder im Auruckbleàngofall stch gewar- 
tchen solle, daß die Klage seiner Ehefrau für emgeftanden angenommen. m.thm er pro ma. 
! Ñ so àscrtore erklärt, auf feinen Ungehorsam die Ehescheidung dem Suchen semer Ehe 
frau gemäß erkannt, und dieser auch die anderweite Heyrath gestattet werde. Urkundlich 
Unserer gewöhnlichen Fertigung. Arolsin den irten Insti »805. - . . 
^ürstl Waldcck. zum Consistorio verordnete Präsident, Vrce-Canzlar und 
Aärbe daselbsten. Zerbst. 
(v oktn , ftenrid) Schröder in Dorheim Gerichts Ealtersbruck und Anna Elisaoeth, dessen 
^àkrau mv'hrne Muhlin von M-ngsberg, Amts Aiegenhaln, sind vor einiger Zeit orme Kin 
der oder em gültiges Testament hinterlassen zu haben, gestorben, und haben sich zu deren ge, 
àaem ui 8obtè Qo Rrhlr. bestehenden Nachlaß einige Intestar.Erden des Johann Hennch 
Schröder aemeldet. Da man nun zu wissen nötig findet, ob nicht Schulden von chueu, oder 
intestar-Erben der Schröderischen Ehefrau vorhanden sind; so werden alle diejenige, welche 
entweder als Erben oder Gläubiger Ansprüche an dem Nachlaß der gedachten Schrvdenschen 
Sbeleute machen, endurch perenstortsck vorgeladen, ihre Ansp.Ückr so gewiß m dem'auf 
^rentaa den oten k. M. August Vormittags um 8 Uhr anbeftm ruten Termi-, vor Amt dahrer 
anruiemen und zu begründen, ale gewiß sie sonst zu erwarten haben, daß ste nachher nicht 
damit gehört, sondern der geringe Nachlaß den sich gemeldet hal enden Schààn Jnte- 
fiat Erben verabfolgt werden soll. Jesberg den yten Julii l^oz. F. à Brskamp. 
Nack Ausweisung des alteren Pfandp.otokollo vom privativen Gerichte Malsburg, Seite 
i« hat der Einwohner Johannes Riede zu Oberliftmgen, unte» m Lyten May 173.5, sein 
àìs und Hos nebst einigen Erdländercyen dem Herrn Obersten Carl Ln-.wig von Löwen- 
«ein gegen 200 Rtblr. zur Cauttcn eingelegt. Ohnàchtet w.gen Ungí der Zeit dieser 
Verband durch die gedoppelt vorhandene Verjährung für erloschen zu achten .st: so sind doch 
^älle der Unterbrechung derselben nickt unmöglich, und es .st den.nach von den Erven des 
Vervfänders, welchen der Vermerk im Psandprotokoll em Hinderniß war, für-gut gefunden 
worden ' den Herrn Pfandgläubiger ihres Vorfàs, oder da dieser wahrscheinlich Nicht mehr 
m Leben dessen Erhrn öffentlich aufzufordern, ihre Ansprüche aus jenem Caur,ons-Jn,
        

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