Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1805, [2])

37) Beym Gastwirth Drebmg in Sandershausen stehet ein leichter Leiterwagen billigen Preises, 
auch eine Wrgenkette, zu verkaufen. 
38) Meinen hiesigen ijnb auswärtigen Freunden zeige ich hierdurch ergebenst an, wie ich die 
bisher von meinem seel. Vater geführte Weinhandlung, nunmehro unter meiner eigenen Firma, 
von Justus Müller, fortsetzen werde, und empfehle mich zugleich mit einem gut sortirten 
Lager vorzüglich guter Weine , als: gute Franzweine 9 Bout. für r Rthlr., im Anker a 7 
Rthlr. Bessere Franzweine 6, 7, 8 u. 9 Ggr. die Bout., ältere Franzweine 12 u. 16 Ggr. 
Graves 6 u. 8 Ggr.; Cerons 8 Ggr.; haut. Preignac 9 Ggr., haut. Barrae 12 Ggr.; Mé 
doc und Pontac 6 Ggr. die Bout., im Anker 8 Rthlr. Saint-Georg 8 Ggr. die Bout. 
Rousilion 8 Ggr. 1684er Jouranfon z Rthlr. 4 Alb. die Bout. Weißen Port a Porti 
Rthlr. die Bout.; rothen Port a Port 1 Rthlr.; Try Madera i Rthlr.; Caracavello r 
Rthlr.; Pedroximeniö 20 Ggr.; Spanisch-Bitter 12 Ggr.; Bischofs 12 u. 16 Ggr.; Ma 
laga 12 u. 16 Ggr.; Jam. Rum i6Ggr.; Franzbrandewein 14 Alb., die Bouteille. 
39) Schöne Holländische Voll-Heringe sind beym Kaufmann Münch beym Judenbrunnen zu 
haben. 
40) Es sind romanische Saiten beym Musikus Grosheim zu haben. 
41) Es wird jedermann bekannt gemacht, daß mein zweyter Schn, Meyer Wertheim, für sich 
kein eigenes Vermögen besitzt, und daß ich keine Passiva desselben aus irgend einem Grunde 
bezahlen werde. Es wird also jeder gewarnt, demselben ohne mein Vorwissen und meine 
Einwilligung irgend etwas zu leihen. Eschwege den roten Julius 1805. 
Abraham wertheim. 
42) Nachdem allhier die Einrichtung getroffen worden, daß alle, vom Hochseeligen Herrn 
Landgrafen Adolph zu Hessen-Philippsthal-Barchfeld, und von Hochdero Frau Gemahlin 
Durchlauchten hinterlassene Schulden, auf einmal bezahlt werden sollen; so werden hier 
durch Alle und Jede, welche dergleichen Forderungen mit Grund zu machen haben, ersucht, 
selbige zwischen jezt und dem nächstkünftigen October, bey allhiesiger Fürstlichen Renthey 
anzuzeigen, widrigenfalls nicht weiter auf sie reflectirt werden wird. Barchfeld am igten 
Julii 1805. r F. H. Philippstbalische Renthey Hieselbst. 
Um den bisher so häufig statt gefundenen Nachpfuschungen meiner Tabacke unter meinem Na 
men und Zeichen möglichst zu begegnen, wird künftighin in den Papieren derer wirklich und 
acht aus meiner Fabrik seyenden, am Rande des Umschlags eines jeden Pakets, das Was 
serzeichen meines Namens: A, H. Thorbecke. &cmerfEct¥, und, gegen das Licht gehal 
ten, völlig sichtbar sevn. Ich ersuche also das Publikum, hierauf gefälligst zu achten, und 
keine Waare als die meinige zu erkennen, deren Pakete, außer den bekannten gewöhnlichen 
Wapenö, Unter- und Nebenschriften, nicht jenen meinen Namen im Umschlags-Papiere ent 
halten. Cassel am aSten Junii 1805. Andreas Henrich Thorbecke. 
Besonderes Avertissement. 
Nachdem beschwerende Anzeigen'geschehen sind, daß die muthwillige Jugend Sonntags, sogar 
während des Gottesdienstes bey den Kirchen, besonders der großen Kirche, mit Lermen den un 
anständigsten Unfug treiben, und die Krrchenfensier durch Werfen beschädigen, auch öfters 
durch Rufen und Schreyen die Seminaristen im Singen auf den Straßen stöhren; So wer 
den mit Beziehung auf die dieserhalb vorhin schon in der Zeitung erlassenen Verordnungen, 
die Eltern sowohl als die Lehrherren, zu deren guten Gesinnungen man das Zutrauen hat, daß 
sie an dergleichen Muthwillen keinen Wohlgefallen haben, hierdurch aufgefordert, ihre Kin 
der oder Lehrlinge hiervon abzuhalten, widrigenfalls aber zu gewärtigen, daß Leztere auf 
Betreten nicht nur gezüchtiget, sondern sie die Eltern und Lehrherren selbst auch zu einer 
angemessenen Strafe gezogen werden. Cassel den izten Julii 1305. 
Aus Rurfürstl. policey, Commission. Bü-
        

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