Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1805, [2])

gotti Stück. 
94° 
spannen neb(í andern verschiedenen Gerätschaften; auch Spiegels, Parzellain und Glas» 
waaren, meistbietend verkauft werden. Wobey zur Nachricht dient daß die den Montag und 
Dienstag erstandene Sachen den Mittwochen, die den Donnerstag und Freytag erstandene 
aber den Sonnabend gegen alsbaldige baare Zahlung abgeholt werden müssen, widrigenfalls 
solche in den nächstfolgenden Tagen auf Gefahr und Kosten der Käufers anderwärts verkauft 
werden. Cassel am i7tcn Julii 1805. B. w. Rüppell. 
39) Montag den zten August d. I. und die darauf folgende Tage sollen zu Fischbach, Amt- 
Haina, in des dasigen verstorbenen Hüttenschreibers Lt. Günste Behausung folgende Effecten, 
als: Silber, Kupfer, Zinn, Messcng, Blech, Eisenwerk, worunter eine ganz vollständige 
Schlag- oder Oelmühle mit einer dazu gehörigen eisernen sehr gut konditionirten Preßlade, 
vhngefehr 20 bis 25 Ctr. schwer, samt einer dazu gehörigen beträchtlichen Quantität eiser 
nen Ringen und eine ganz vollständige Schmidts, ferner hölzern Geräthe, worunter eine vor- 
trefliche und sehr gut eingerichtete Drehbank samt Zugehör, weiter eine Hobelbank nebst dazu 
erforderlichem Handwerksgeschirr, sodenn eine Quantität große und mittelmäsige Oelfässer, 
welche noch neu und mit starken eisernen Reifen versehen sind. Eine beträchtliche Anzahl juristische 
und andere nützliche Bücher, Kleidungsstücke, Vieh, Wagen, Schiff u. Geschirr, auch andere 
Mobilien, gegen gleich baare Bezahlung meistbietend verkauft werden. Liebhabers werden 
also freundüchst ersucht, sich auf bemeldete Tage jedesmal des Morgens, um y Uhr daselbst 
einzufinden, zu bieten, und kann alsdann der Meistbietende nach Befinden den Zuschlag erwar, 
' ten. Fffchbach den iZten Julii 1805. Günste. 
30) Es hat jemand 2 alte ausgespielte Cremoneser Violinen zu verkaufen, welche beyde insehr 
gutem Stande sind. Auch find daselbst 2 Gewehre und ein Paar Pistolen zu verlassen. 
Zi) Bey Joh. Kniest neben dem Judenbrunnen sind Holländische Käse, 12 Pfund zu 1 Rthlr. zu 
haben. 
32) Zufolge Befehl Kurfürst!. Kriegs-Collegii, sollen Mitwochen den24ten Julii d. I. Nach 
mittags um 2 Uhr 7ii Stück alte zerrissene Betttücher in hiesigem Kurfürst!. Zeughaus ge 
gen gleich baare edictmäßige Bezahlung, auf das Gewicht, verauctionirt werden. Cassel den 
zten Julii 1805. Engelhardt, Major, I. traust. 
33) In einem gewissen Hause ist eine Doppelflinte entwendet worden. Sie ist daran kenntbarr. 
aus den Läufen ist der Name: L. Wilhelm Pistor aus Sahmalkalden., und die Schlösser sind 
angelaufen. Wer davon in der Hof- und Waisenhausbuchdruckerey Nachricht geben kann, 
erhält mit Verschweigung seines Namens § Carolin Douceur. 
34) Ich habe die Wohnung in der untern Johannesstraße verlassen, und nunmehro meine eigene 
Behausung Nr. 65., gegen der Garnisonskirche über, bezogen. Ich habe nicht verfehlen wol 
len diese Veränderung, zum Wohl meiner Geschäfte, meinen einheimischen und auswärtige« 
Freunden und Gönnern hiermit anzuzeigen, mit der Bitte: mir Ihr ferneres Zutrauen zu 
schenken. Ich empfehle Ihnen zugleich meine Ihnen bekannte führende Löaare ergebenst. Cas 
sel den gten Julii 1805. S. wenderoch, Kaufmann. 
3.5) Bey dem Wirth Dittmar im wilden Mann in der Leipziger-Vorstadt stehen 2 frischmelkt 
Kühe mit den Kälbern zu verkaufen. 
36) In der Martinistraße bey dem Kaufmann Hühner, kommen folgende frische Zufuhren von 
gefüllten Mineralwasser in jeder Woche an, als: Pyrmontep 9 Bout. a 2 Rthlr. Triburg« 
5 Bouteillen, Wildunger 6 Bouteillen, Dorfgeismar yBout., Fachinger 6Krüge, Selters 
7 Krüge, Schwalheimer 7 Krüge zu 1 Rthlr., Nenndorfer und Seidlitzer Wasser, als: in 
Kisten nach Verlangen verpackt, als sonstige gute Sorten Franzweine die Bouteille zu 6 Ggr. 
9 Bout. zu 2 Rthlr., alte 8-12- und eü Ggr., vm de Grave 8- und 12 Ggr., rvtht 
Weine 6 Gr., ächten Seron 8 Gr., Pontak 8 Gr. Benecarlo, Medoc, gute Sorten Nhein- 
wein, sowohl in Bouteillen als Fässern von Anker, § Ohmen und Orthofen, in den billig 
sten Preisen zu verkaufen»
        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.