Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1805, [2])

Lass elische 
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PvltzG. tl»d Lomnwzieil-Zttiung. 
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Mrt Kurfürstlich • Hessischem gnädigsten Privilegio. 
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Stück. 
Montag den 22^ Julius. 
Verordnung. 
Von Gottes Gnaden Wir lVilbelm der Erste, des heiligen Rkinisthen Rekcbs Kur. 
fürst, Landgraf zu Hessen, Fürst zu Hersfeld, Hanau und Fritzlar, Graf zu Catzen» 
einbogen, Dietz, Ziegenhain, Nidda und Schaumburg rc. rc. . 
<7ȟgen hierdurch zu wissen: Nachdem dadurch, wenn ein Justitiarivs, welcher zugleich Ad- 
O vocat ist, für seine Gerichtsunterqebenen Prozesse bey andern Gerichten führt, dessen 
zweyfache Verhältnisse in Collision gerathen, und derselbe, wenn es nach dem Ausgange des 
Prozesses auf die Exemtion gegen seine Gerichtsuntergebenen und respective Clienten ankommt, 
solche nicht selbst mit gehöriger Unpartheylichkeit vollziehen kann, auch aus dem Dienste e.nes 
Advocaten, welchen der Justitiariuö für seine Gerichtsuntergebene verstehet, noch andere Jn- 
convenienzen le.icht entstehen; so haben Wir zu Abwendung aller damit verbundenen Mß- 
bräucho und widrigen Folgen für gut gefunden, hierdurch zu verordnen- daß kein Jussitcarius 
bey Vermeydnng nachdrücklicher Strafe, für seine Gerichtsuntergebene, sie mögen Kläger 
oder Beklagte seyn, Prozesse bey andern Gerichten übernehmen und führen soll. 
Wornach also Jedermann, den es angehet, sich unterthäniqst zu achten hat. Urkundlich 
Unserer höchsteigrnhandigen Namens-Unterschrift und beygedruckten Geheimen Jnsiegels. Cas 
sel den i7tenMay 1805. 
Wilhelm Kurfürst. (L. SO vt. Baumbadu 
Ccc ccc Edic-
        

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