Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1802, [1])

Dom Lytea März i8oj, 3&ä 
Me Postwagen nunmehr wöchentlich dreimal, und zwar Dienstags, Donnerstag- nnd SvvabevdS 
präcise um , Uhr Mittag- nach Frankfurt «nd Hanau, von va aber anher Montag». MKwvch» 
:rr:d Freytag- früh Morgen-, ab, und mff«» Montags, Donnerstag- und Sonnabends Mit 
taas, oder längstens Nachmittag», in Frankfurt uno Hanau; Sonntags, Mitwochs urd Frsy« 
tags Mittags aber dahier ein. Cassel den Zten März 1802. Aus SörfU. lvberpostamt. 
66) Nachdem nunmehr von ^ürstl. Regierung zu Cassel verordnet worden, daß der Untersuchung 
drs Kmtmavn Böhme zum Plackkrug am Raufchrnwaffer, Vermöge»«» und Schaldeozustand di- 
zu erledigter Oderappellation -instand gegeben werden tolle; Als wird dessen Gläubigern bekannt 
gemacht, daß der auf den igten April anberaumte Termin znr Begründung ihrer Forderungen« 
bi- dahin aukgefezt bleibe. Bvvendea am ire» März >sor. 
Münter, Refervatkommiffsriu», v!g. commiss. 
-7) Meine dritte Tochter, Sophie Wilhelmine von Cornberg, Abrissen des hochadrltch frevwrltliche» 
Stifts Else!, har diese Prälatur refiguirt, und am rbten d. M. mir dem Königs. Preußische» 
-andstäude» Director io der Grafschaft Mark, Freyherr» vonHövell zur Ruhr, in Clset sich ehe 
lich verbunden; welche- ich Gönnern und Verwandten hiedurch gehorsamst bekannt macke. Au 
burg den ryten Marz i8or. Carl Wilhelm Ludwig Freyherr von Lornberg. 
68) Mein bi-htriger Registerschrciber Panse hat sich am »Lten dieses de- Nachmittags döchstwahr« 
fcheinlicherweift in eioem ihm plötzlich zugestoßenen Anfalle von Melancholie, mit Hinterlässt ng 
ftioe- nicht unbeträchtliche« Vermögen- heimlich von hier entfernt. Ss weit ich ihm nachtpüh» 
reu lassen können, ist er von hier auf Wahl-hausen und voo da mit verschiedenen Loren- die 
Nacht durch über Arenboru, Fürstenhagen, Bur-felde, zu Gtwde über die Weser, Münden vor 
bey bi- auf die Luttrrnbergir. Höhe gegangen, «0 ihn der letzte Bote verlassen. Und von da ist 
auch nicht die mindeste Spuhr von ihm aufzufinden, doch hat er »u dem Boten gesagt. daß er 
nach Cassel wolle, wo er aber, so viel man jetzt in Erfahrung brivgen können, nickt av-ekom» 
mrn ist. Dieser Mann ist 46 Jahre alt , siehet aber älter; au-, mittler schmaler Starar, 
schwärzlichen Gesicht-, hat dünne Haare, die er hinten in einen lauge« dünnen Zopfe, ander 
Seite aber herunter gekämmt träget, mit einem grauen Rocke mit Rabbaten. einer rochen West» 
von Plüsch, schwarzen Beinkleidern, steifen Stiefeln uvd einem dreyeckigte» Huche bekleidet ge 
wesen. und bar wahrscheinlich eine silberne Taschenuhr«, auch einen Stock mir eimm rveissen 
Kuopfe bey sich gehabt. Cr spricht im Obrrfächfisihen Dialecte. Ich ersucke daher einen jeden, 
der diesea unglücklichen Menschen sehen, oder dessen Aufenthalt erfahren sollte, sich desselben mit 
möglichster Schonung anzunehmen, ihn zu unterstützen und mir davon Rachrtchr zu ertheilen. 
Uslar den alten März 1802. Lönigl. Churfürst!. Amt. D. w Rabe. 
69) Nachdem des regierenden Herr« Landgrafen Hochfürstl. Durchlaucht Unser gnädigster Herr, 
«egen der von neuem wieder gestiegenen Preise von Früchten und Foursge, zur nöthigen Uurer, 
fiützung der Posihàreyen hiesiger Lande, gleichwie in den benachbarten, den remporellev Auf« 
v sstz der Ertra»Post,Courier- und Privat-Estaffetke».Tare mit 2 Ggr. pro Pferd und Meile 
anderweit, uud zwar bis zum Ende dieses JahrS. gnädigst wiedrum zugestanden haben; So 
wird solche- zu Jedermann- Wissenschaft uud Nachricht hierdurch bekannt gemacht. Cassel den 
Solen März iLor. AUS 8ürftl. (pberpssts Direction samt (vberpostamt. v. NunckeU. 
70) Wenn ein junger Heffsscher Candidar, der die gehörigen Kenntnisse und Eigenschaften besitzt, 
die Stelle als Erzieher und Lehrer bey einer Herrschaft auf dem Lande, wo er die freundschaft 
lichste Begegnung und Behandlung zu erwarten hat, bi» zu seiner Aastellnvg aunebweu will; 
so kann derselbe die nähern Bedingungen und daS Weitere hierüber bis den rzte» April in der 
Hof» und Waisenhaus «Buchdrockerey erfragen. Einsender diesis har selbst einige Zeit diese 
Stelle, mit -er größten Zufriedenheit von beiden Seite», versehen; uud wünscht deswegen den 
jenigen Herrn, den er der Herrschaft empfehlen soll, erst vorher persönlich kennen zu lernen. 
71) Ich hi« gesonnen auf Ostern junge Frauenzimmer im Neben und Weißsticken zu unterrichte». 
Diejenigen Eltern, welche mir ihre Töchter anvertrauen wolle« könnrn sich in der Frankfutterstrage 
hey mir melde», auch nehme ich dergleichen Arbeit an. Büchner». ?r)
	        

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