Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1801, [1])

6tes Stück. 
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S8) 3 s« der Schloßstraße in -es Schneidermeister Löbrr» Behausung unten im Haufe, wird sowohl 
in alö außer dem Hause zu Essen gegeben, und können sich diejenigen so aUda speisen wollen, 
guter Bedienung gegen billige Preise versichert halten. 
*9) Beym Kaufmann Struben am Markt find verschiedene Rauchtabacke von ächten Virginischen 
Blättern, als Halbpedit, GesellschaftS-Oronvco. und ganzen Canaster, Porkorico, Porto, Cor 
reré, Ostende, V-rmas, Kroll, A. B, und andere Sorten mehr, in Ztel Pfunden zu Z bis S 
Aldus zu haben. 
30) Es sollen folgende zu der Derlaffenschaft drS verstorbenen Hrn. Andreas Schaumberg annoch gehö 
rige Sachen, als: l) ein goldner Ring mit 9 Srück Bnüranren, 2) einer diro mir rebensovrel Ta- 
felfteinen, z) ein Hals »Krentz und ein Paar Ohrringe mir Diamanten besitzt, 4) eine gvldne 
Schaumünze von Kaiser August, 5) eine emaillirte mit Gold eingelegte Tabaniere, 6) eine ditv 
mit Gold beschlagen, und 7) eine Nachtuhr, öffentlich und au den Meistbietende« verkauft wer 
den , und ist hierzu andrrweiter LicitattonStermin auf den zteu Februar k. 3 » anberaumt worden. 
Diejenigen, welche zu diesen Stücken Belieben finden, können sich besagten Tages Vormittags 
10 Uhr auf hiesigem Brmhause einfiaden, ihre Geböte thun und darauf des Zuschlags gewärti 
gen. Homberg den zvtrn December 1800. Rkeyenstenber. 
31) ES wünscht jemand eine Wohnung in einem nicht weit von der Stadt belegenen Garten, auf 
nächsikünftigen Sommer zu miethen, welche aber wenigstens i Stube und 2 Kammern enthal 
ten muß, die Waisinhausbuchdrnckerey giebt Nachricht. 
32) E-n coupirt braun Pferd von mitlerer Größe, so durchaus fehlerfrry, tst auS der Hand zu verkau 
fen. Die Waisenhausbuchdrucker,y giebt nähere Nachricht. 
33) Eine Parthie Canarienhahne, welche sehr gute, den Nachtigallen ähnliche Schläger sind, deS. 
gleichen eine Anzahl Weiberchen, mit und ohne Hollen, sind in der Unterneustadt in de-Wein- 
händlerS Hm. Zahn Hinterhaus am Hauserden zu verkaufen. 
34) 3 « dem Garten zwischen der Holländischen Thorwachr und dem Modelhause sind Ostheimre 
Kilschenstämme billigen Preises zu verlassen, wobey zur Nachricht dient, daß solche besonder- zu 
Anlegung einer Hütte brauchbar sind, indem solche gröstcncheilS stark genug zu solchem Behufsind. 
z§) Da- ehemals von dem Hochfürstl. Collegio Medico erhaltene gute Zeugniß, über meine elasti 
sche Bruchbänder, bewog mich meinen Fle.ß zu verdoppeln und durch manche sehr zweckmäßige 
Einrichtungen und Abänderungen solche noch nützlicher und so vollkommen, als möglich zu machen, 
und dieses geschah bis jejt mildem besten Erfolg. Der Beyfall, der mir von den hiesigen Herrn 
Aerzten und Wundärzten, als auch von den Kranken selbst, hierauf zu Theil ward, war ein Be 
weist daß ich weine Absicht erreicht hatte. Und da eben desfallS Serenissrmi Hochfürstl. Durch 
laucht geruhet haben, unterm izten d. M. mit einem Privilegio mich zu begnadigen ; so will ich 
mich dem geehrten in. und ausländischen Publico mir meinen elastischen und unelastischen Bruch 
bändern , und denen überhaupt in dieses Fach einschlagende Artikeln gehorsamst empfehlen, Cas 
sel am roten Jan. 182 r. gnädigst privilegirter Bandagist und Riemermstr. Ioh. Daniel Dusst. 
zb) ES ist am vorigen Sonnabend den reten Jan. im ComedienhauS tm Parterre eine viereckigke 
dunkelblaue Manschefierne, mit grauem Pelz besetzte, und grünem Lasst gefütterte Mütze, ver- 
lohren worden; wer solche gefunden, oder wenn selbige zum Verkauf angeboten wird, oder Nach' 
richt davon geben kann, beliebe eS im Rouxischen Hanse in der Schloßstraße gkLcn ein gute- 
Trinkgeld anzuzeigen. 
37) In der Martinistraße in Nr. 6y. ist eine Parthie hier gezogene Canarien.Hahne, welche einen 
schönen Schlag haben, wie auch Weiberchen, um einen billigen Preis zu verkaufen. 
38) Eine kleine silberne Engl« Uhr mit 2 Gehäusen, woran eine stählerne Kette und gelbes Pett- 
schñft mit dem Buchstaben M. und ein gewundener Schlüssel hängt, ist Sonntag- den 251«« 
Januar auf dem Wege vom Bierbrauer Oberschein b!S in die Unternenstadt verlehren gegangen; 
wer selbige gefunden hat,' wird gebeten, st- dem Eigemhürmr, welcher in Ur WaisenhauSöuch- 
drnckerey zu erfahren ist, gegen ein gut Trinkgeld wieder zu geben.
	        

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