Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1799, [2])

Dom i 8t«i November 1799, 
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selbige viel dünner und leichter als diese sind, sämtlich die Jahrzghl 1782. führen, die Oberflä 
che matt, und das Gepräge stumpf ist, die Striche an deu Namenszuge F. R. auch zu breit, 
bey der geringsten Abschleifuvg dieser falschen Groschen aber das Kupfer woraus selbige geprägt, 
gleich sichtbar in die Augeu fallt. ES wird daher dem Publico solches zur Nachricht be 
kannt gemacht, und dasselbe für deren Annahme hierdurch gewarnt. Cassel den zren November 
1799* D. H. 8u!da, Rath und Münzmeister. 
' Zur Vererb leihung, nach Befinden auch öffentlichem Verkauf des von Oheimbischen Guths zu Da 
gobertshausen, GenchtS Caldern, ist Termin auf den zoten November dieses Jahres in der Woh, 
nuug Endeöunterschriebeuen angesetzt, worinn, wenn irgend ein annehmliches Gebot geschiehet, 
der Anschlag ohnfeblbar erfolgen soll, und sind die Cvnditiorren und Perriuenzren des GutbS, in 
dem von Oheimbischen Haus zu Marburg zu erfahren. Marburg den l2ten Novembrr 1799. 
C. 8. Rochamei, AmtSschultheiß. Kraft Auftrag-. 
Todesfall 
Statt der schriftlichen Anzeige, machen wir hierdurch unsern Gönnern und Freunden den schmerzli 
chen Verlust unsers vrrehruvgswürdigen Vaters, des Regierung-,Vice-Canzlers Rraffk in 
Hanau, bekannt; er entschlief sanft den nten November Abend- nach 7 Uhr. im 7l ten Jahr. 
Ueberzeugt von der aufrichtigen Theilnahme derer die ihn kannten verbitten wir alle Condolrnz. 
Die hinterlassenen Rinder. 
Besondere Anzeige. 
Seit einiger Zeit wird e- je mehr und mehr zur Gewohnheit, daß junge Bursche welche za 
Kriegsdiensten ausgenommen zu werden glauben, ohne die Anweisung bey da- Regiment, zu 
dessen Cantvn sie gehören, abzuwarten, oder sich darnach zu fügen, nach Willkühr sich ein Re 
giment wählen, wobey sie angestellt zu seyn verlangen, und deshalben sich sogar höchsten OrtS 
bald persönlich bald durch Bittschriften wenden. La es nun «ach der seit vielen Jabren bestehen 
den Cantonsverfassung, schlechterdings nicht angehet, daß dergleichen Bursche anderSwo ange 
stellt werden, als wohin sie gehören und wozu sie nach Beschaffenheit ihrer häuslichen Umstände 
und körperlichen Eigenschaften von den Muster - Commjssarien tüchtig befunden werden, folglich 
sich hierbey nur vergebliche Wege und Kosten macken: So haben die Beamte nicht nur ihren 
Unteigedenen zu verbieten, des Herrn Landgrafen Hochfürstl. Durchlaucht mit vergleich-n Ge 
suchen zu behelligen f sondern es wird dieses Verbot zugleich hierdurch zu jedermanns Wissen 
schaft gebracht , damit diejenigen, welche um die Verfertigung dergleichen Bittschriften angegan 
gen werden, sich ebenfalls hiernach achten, und sich keiner straffälligen Uebertretung desselben 
schuldig machen. Cassel den zoten Octob. 1799. 8. H.Rriegs- Collegium. 
Nachricht an Mineralogen und Interessenten der vaterländischen 
Naturgeschichte. 
Schon in meiner mit allem Beyfall aufgenommenen physikalisch mineralogischen Beschreibung 
deS Meißner» <S 8l.) versprach ich auch vom Habichtswalde eine mineralogische Beschreibung zu 
liefern, ich bin nachher mehreremalen von einigen unserer verdienstvvllesten Mineralogen Deutsch 
lands, nahmendlch einem Emmerling, Voigt, Lenz u. f. w. aufgefordert worden, jenes 
Berfprechen recht bald zu erfüllen« Die im vorigen Stück dieser Ieirvng vom b'esigen Kunsthänd 
ler H>n. Raabe eingerückte Ankündigung von Hrbichtswalder Mineralien, veranlaßte mehrere zu 
der Aufrage bey mir, ob ich dann mein Vornehmen nicht bald ausführen würde; ich sehe mich des 
halb genöthigt hiermit zu erklären, daß ich nicht nur seit einiger Zeit schon an gedachter Beschrei 
bung arbeite und noch täglich deshalb natürliche und chemische Untersuchungen anstelle, sondern 
daß da- Werk selbst auch wirklich künftiges Frühjahr erscheinen wird, wobey ich Zugleich eine voü- 
Häudige Sammlung aller für de« Habichtswald und die umliegende Gegend merkwürdiger Minera-
	        

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