Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1798, [1])

458 -rte- Stück. 
54) Es ist jemanden Le dé Cameron François, par M, d’Üffieux, Tom, second, geliehen wor 
den, der Besitzer gebe vielleicht solches gerne zurück, wann derselbe wüßte, an wen? Man er 
sucht denselben, solches an den Buchbinder Will abzugeben. Eine gleiche Bewandniß hat es mit 
dem Buche: Hermann von Unna. Xezteres ist sauber eingebunden. 
55) Wer einen noch in gutem Stande befindlichen leichten Korbwagen, zu einem Pferd, für einen 
billigen Preis zu verkaufen har, der kan in der Waisenhausbuchdruckerev den Käufer erfahren. 
56) Bev Friedrich Weidemeyer in der Marställerstraße ist das Gras auf einer Wiese, circa 2Ak« 
ker groß, beym Siechenhos liegend, ü bis 8 Cenmer alc Heu, 2 noch wie neu beschlagene geeichte 
Scheffel und Wasserbutten, um einen billigen Preis zu haben. 
57) Eine in recht gutem Srand seyende 4sitz>ge Reise Chasse, wie auch m der Stadt zu gebrauchen, 
stehet zu verkaufen. Die Waisenhausduchdruckerey sagt wo. 
58) In der Zeit vom i4ten bis zum lyten d. M. sind aus dem Haufe des reitenden Försters Baum 
auf dem Forsthause bey Mollenfelde 4 Stück Jagd-Gewehre, wovon z Stück in dessn SohnS 
Wohnstube und i Stück an der Hausdeele gehangen haben, diebischer Weise entweder worden. 
Die Gewehre bestehen, der geschehenen Anzeige nach, r) in einer neuen Pisschbüchse, so ohn- 
gefehr zHFuß lang ist, ein Französisches plattes Schloß mit abgeschliffenen Kanten, ein mes 
singenes Visir mit r Klappen, einen hellebraunen Nußbaumen Schaft mit einer gelben messin 
genen schlichtgearbeiteten Garnitur und hoch aufstehenden stanz. Bügel und ein deutsches Stech 
schloß hat, übrigens aber von keinem starken Cal,der ist und 24 Stück Kugeln aus einem Pfunde 
Bley schießet; 2) in einer Büchse von starkem Caliber, so l8 St.Kugeln aus einem Pfund Bley 
schießet, und mit Jnbegrif deS Schafts von schwarzgebeizten Nußbaumen Holz, zè Fuß lang 
Ist, einen kurzen dicken Kolben, ein großes plattes stanz. Schloß mir abgeschliffenen Kanten und 
deutschen Stecher u. eine eiserne schwarzangelaufene Garnitur hat, und auf dem Rohr befindet sich 
ein eisernes Visir ohne Klappen; z) in einer Jagdflinte, welche mit Jnbegrif des Schafts 4^ Fuß 
lang ist, deren Rohr einen starken Pulver sack und eine weite Mündung hat, und worauf von cha 
an, wo die von der Schwanzschraube angehende Abtheilung durch zwey runde Kringel unter 
schiedenwird, eine erhöhete abgeschlrffcne^Kante, von der Dicke eines Strohhalms bis zur Mün 
dung des Rohrs herunter lauft. DaS Schloß daran ist klein und schlicht, und hat am Ende 
herum eine eingeschnittene Vertiefung; übrigens ist der Schaft von schwarzbraun gebeizten Nuß 
baumholz, und die daran befindliche gelbe messingene Garnitur durchbrochen, von getriebener 
Arbeit uno mit allerley Großwildprets- Figuren versehen; 4) in einer Vogelflinte von 4s Fuß 
Länge, deren Lauf vorne etwas aufgeworfen und leicht ist, und welche ein ovales ganz schlichtes 
kleines Schloß, woran die Pfanne nebst Deckel durch den langen Gebrauch etwas ausgeschliffe» 
und ausgebrannt ist, ferner einen schwarzbraunen eichenen Schaft, an dessen Kolbe vorne an dem 
Backen ein großer lateinischer 6. emgeschnitten ist, hat, dessen messingene nach alter Mode ge 
arbeitete Garnitur am Abzüge auf beyden Seiten eingedrückt ist. Da nun sehr daran gelegen ist, 
daß der Dieb oder die Dtebe entdeckt und zur Haft und gebührenden Bestrafung gezogen werden; 
So wird geziemend ersuchet, Gerichtswegen auf die beschriebenen Gewehre achten, besonder-von 
denen hie oder da befindlichen Rüstmeistern, Büchsenmachern oder Schwerdfegern darauf vigi- 
liren, und da sie entdeckt werden sollten, selbige nebst ihrem verdächtigen Besitzern anhalten zu 
lassen und davon dem hiesigen Amte Nachricht zu ertheilen, welches sich dagegen ad similia ver 
pflichtet. Zugleich wird auch noch bekannt gemacht: daß derjenige, so den Dieb oder die Diebe 
dergestalt anzeigen wird, daß selbiger oder selbige zur gebührenden Bestrafung gezogen werden 
können, von dem Bestohlenen eine Belohnung von 10 Rthlr. zu gewärtigen haben solle. Brak- 
kenberg de» 2Neu May 1798. »önigl. Lhurfürstl. Amt. L. H. Meiners. 
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Mehrere Glieder meiner Gemeine haben mir ihr Verlangen geäussert, daß ich meine am 5. Sonn - 
tage nach Ostern nach der Beerdigung meines fei. Kollegen über Ebr. lz. 7. und den Hauptsatz: 
Wie ehret eine Gemeine das Andenken eines verstorbenen vieljährigen treuen Lehrers 
à auf
	        

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