Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1796, [1])

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i8> Durch das Ableben des Herrn Oberschenks Wilhelm Rudolph von Buttlar dahier, hat sich der 
- Fall ereignet, dgß die Renovation der Investitur derjenigen Afterlehne, welche von dem Elbischen 
Stamme herrühren, von denen Vasallen gesucht werden muß. Ob nun gleich solches Ableben 
-schon im Febroario vorigen Jahres erfolgt ist, so haben sich dennoch die allerwenigsten Vasallen 
zu Muthung ihrer Lehne gemeldet. Daher aber, und da nunmehro die Herren Successoreu er, 
wehnren Herrn Oberschenks mir die Besorgung solchen Lehnwesens übertragen haben; Als wird 
hiermit allen denjenigen .welche von Bulgarische von dem Elbischen Stamme velevirende Lehne 
besitzen, hiermit von Lehugerichts wegen eine 5 monatliche pereMwrische Zeit bestimmt, worinnen 
sie, jedoch nur jede Woche an dem zum Lehntage angesezten Frey rage, entweder in Person, oder 
- durch genugsam Bevollmächtigte erscheinen, mittelst Vorzeigung ihrev alten Lehnbriefe und sonst 
als Vasallen sich legitimiren, die Lehnen renovireu und die dafür herkömmliche Prästanda prästi- 
ren, widrigenfalls aber gewärtigen sollen, daß gegen sie nach Maasgabe gemeiner Lehenrechrc un 
ausbleiblich verführen werde. Elberberg den zoten April 1796. .' Lr. Nestel. 
19) Da ich nunmehro mein voriges Logis verändert habe, und nunmehro auf dem Brink, in der . 
Stadt Mannheim wohne: so mache ich solches weinen Gönnern und Freunden hierdurch bekannt, 
- und bitte um geneigten Zuspruch. 
I. s. Lulestein, Strumpfmacherstuhl-Schlosser und Uhrmacher allhier. 
20) Den 2Zten May d. I. Vormittag von lo Uhr an, soll bey dem Gastwirth Hrn Grund zu Cas 
sel, ein Kastanienbrauner schulrichtiger englischer Wallach an oen Meistbietenden gegen baare Be 
zahlung verkauft werden; Kauflustige können das Pferd Tags vorher nach Gefallen in Augenschein 
- nehmen. - 
-r) Eine fremde Person, welche m feinen Italienischen Liqueurs, Mannheimerwasser, Seifenspiri- 
. ruS, feine Italienische Pomade u. dergl. recht ächt zu machen sehr gut erfahren ist, wülischetLieb- 
haber zufinden, die solches erlernen wollen. Die Waiftnhauö-Buchdruckerey gibt Nachricht. 
*2) Die Herrschaft!. Gräserey in der Weissensteiner-Vvrstadt, vom Königsthor an, bis bey Wah 
lershausen, soll, so wie sie der Gärtner Schellhase seither in Pacht gehabt, auf fernere Z Jahre, 
von Anfang k. M. au, verpachtet und dazu Montag den azten dieses, Morgens von 9 bis 12 Uhr, 
ein Licitalienstermin in hiesiger Rcntherey abgehalten werden- in welchem sich diejenigen, so zu 
bieten Lust haben, gehörig melden und ihre Gebote zu Protokoll geben können. Cassel den 4tc« 
May 1796. Avcnwius. 
33 ) Bey Jakob Gans hinter dem Jndenbrunnen allhier, sind zur 451m Hannöverschen- desgleichen * 
zur 4Zten Vraunschweiger-Lotterie, Ganze - Halbe- und Viertel-Loose zu haben. 
24) Beym Kaufmann Hvlzschue find Nancrer Lichter zL Pf , Marseiller Seife, als bunte z Pf weis- 
ft 3i Pf. und gelbe 4L Pf., Mofeauer Talch 4L Pf für l Rtblr.; wie auch weisse Stärke, PonvreS 
und sonst stets führende Waaren in billigsten Preisen zu haben. 
35) Beym Gärtner Schelhase, nahe vor dem CarlSthor allhier, ist Mitwochs den iten Junik, Nach-; 
- mittags um 2 Uhr, nachfolgende Orangerie meistbietend zu verlassen, als : 4 große Lorbeer- 2 Oran 
gen» rGrenad- und ein Mirrhen-Vaum, in Kasten; desgl Z Stück Mirthen- 3 FlosLinora- 
2 Grenad - und 5 OrangenBaume in irdenen Gefäßen. 
2b) Es will jemand dem jungen Frauenzimmer , nebst der französischen Sprache, in vielen schön- 
und nützlichen Wissenschaften Unterricht ertheilen,-nämlich in Stricken, Nehen, Filet, Marly, 
Spitzen, Flor und Muselin, auf vielerley Weise zu bearbeiten; ferner in Stock - Uhr- uudArm- 
Bandcr zierlich und schön zu verfertigen; desgl. in Sticker, y, sowohl in Seiden als Platt und 
Folien: von dieser und noch anderer Arbeit können hinter dem Marstall in Nr. 72z. die Muster 
gefälligst eingesehen werden; und um die Jugend baldigst in derselben geschickt zu machen, wird 
man sie. damit es ihr unvergeßlich bleibt, in ähnlichen Mustern arbeiten lassen. 
27) Da ich meine Wohnung verändert habe, und nunmehro auf dem Töpfenmarkt in des Hrn. Haupt 
mann Schirmers Behausunq wohne: so mache solches hiermit bekannt, und ersuche alle diejenigen, 
, welche alte seidene Strümpfe umweben, und aus zwey Paar ein Paar machen lassen wolle», mir 
• * .... \ . .. ' ' - auch
	        

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