Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1796, [1])

Vom ykn May 1796. 
Z7S 
Uhr, aufdem Nachhause zu Schlüchtern auberahmt habe: so wird solches, tttl'i Beziehung aufdie 
vorherigen Avertissements in dem Staats-Ristretto Nr. 159. 166. und 176. von 1795.; sodann 
in der Hanauer neuen Europäischen Zeitung, uno zwar im extra Blat Nr. 6. ferner in Nr. 141. 
und 149. von 1795., allen hierzu Lusttragenden zu dem Ende bekannt gemacht, um in dem ein- 
für allemal angesezten Termin zu Schlüchtern auf dem Rathhause zu der bestimmten Zeit vorder 
Commiss-on zu erscheinen, ihre Gebote zu thun und der Meistbietende, nach bald erfolgender Ra 
tification. des Zuschlags zu gewärtigen. Die Güiher selbst bestehen in folgenden Stücken, als: 
r) zu Schlüchtern, a) in einem geräumigen mit einem Wassergraben und darum mit einem gro 
ßen Gras-Baum-und Gemüse-Garten umgebenen Wohnhause, samt Hofreyde, zwey Scheure», 
Stallungen, zwey Küchen-und einem sogenannten Hofgärtchen ; b) in mehreren vor der Sradt ge 
legenen Ländereyen, Wiesen und Gärten, welche nach einem 36jährigen Durchschnitt einer 6ma- 
ligen Verpachtung, ohne das tir. a. bemerkte Wohnhaus samt Zubehör, jährlich für 488 Fl. L io 
Alb. 4Hlr., im 24 Fl. Fuß, im Jahr 1794. aber für 6298!. y Alb. verpachtet gewesen; c) itt 
21 Fl. 7 Alb. z Hlr. jährlichen ständigen Erbzinsen zu Schlüchtern und Klingenmühl, wovon die 
Handlohne und Besthäupt.r nach einem 20jährigen Durchschnitte, ohne die Gebühren bey Ver- 
änderunasfällen, jährlich 5 Fl. 25 Alb. 6 Hlr. ertragen haben; cl) in 9 Fl. 18 Alb. 4 Hlr. jähr 
lichen ständigen Erbzinsen in dem ? Stunde von Schlüchtern gelegenen Dorfe Elm, wovon die 
Handlohne und Besthäupter oder Theidigungsgelder, nach einem 20jährigen Durchschnitt, ohne 
die sonstigen Gebühren, jährlich 6 Fl. n Alb. 7 j Hlr. ertragen haben; e) in zweyen. Stücken 
Waldung, der Lauterische Strauch und der Hagerkopf genannt, von denen der erstere 8l Morgen 
30 Ruthen enthält und seit 1770. nach und nach in Heege gelegt, auch von gewächsigem Grunde 
und Boden ist, der leztere aber 25 Morgen 2 Viertel 31 Ruthen halt, und in den Jahren 178» 
und 1789. zu Wurzel- oder Stamm-Reiß angelegt und ebenfalls von gewächsigem Boden ist, die 
Nutzungen beyder Waldungen aber von 1770 bis 1787. ohne die Forstgebühren 49z Fl z Alb. 
iLHlr., mithin jährlich 27Fl. 23^ Alb. betragen haben; k) in einem Fisch-und Krebswaffer, 
daö Strutbächelchen genannt. 2) in dem è Stunde von Schlüchtern gelegenen Hofe, der Alten 
burger Haag genannt, welcher mit den nöthigen Wohn - und Wirthschafts-Gebäuden, verschiede 
nen Baum- und Grabegarten, Fischweihern und größtentheils um den Hof herum gelegenen Län 
dereyen, Wiesen und Hude-Weiden versehen und nach einem 24jährigen Durchschnitt seit 1770. 
jährlich für 182^ Fl. verpachtet gewesen ist. z) in zweyen vor dem Dorfe Elm gelegenen Gü- 
thern, an Aeckern, Wiesen und Gärten, welche nach einem 24jährigen Durchschnitt jährlich für 
368 §i. 22 Alb. Hlr., von Petri »796. an, aber für 4688k. z Alb. verpachtet gewesen. Sollten 
einund andere Kauflustige nähere Nachrichten wünschen, so stehen solche bey den Herren Inter 
essenten in Cassel und Vach, bey dem Hrn. Oberkriegskommissario Reitz in Hanau, und bey mie 
dem Kommissario zu erhalten. Steinau den l2ten April 1796. ; 
tzürftl. Hess. Hanauisch. Amt daselbst. Gerlach, Vig. Coumiiss. 
34) Zur Auseinandersetzung der Kinder des verstorbenen hiesigen Bürger und Schwerdtfegermstrs. 
August Reinhard, ist zum öffentlichen Verkauf dessen Behausung allhier in der Dionysrenstraße 
an der obersten PettistraßeEcke, und Landschreiber Schutzjuden Hirsch gelegen, andenveiter Liei- 
lationstermin auf Donnerstag den 2z. Junii anberaumt worden. Wer nun darauf bieten jwill, kav 
sich im Termin vor hiesigem Stadtgericht zu früher gewöhnlicher Gerichtszeit angeben, bieten und 
der Höchstbietende eem Befinden nach den Zuschlag erwarten; zur Nachricht dienet, daß bereit- 
279a Rchlr. darauf geboten!, und mit diesem Gebot der Anfang beym Ausbieten gemacht wer 
den soll. Cassel de» lyten April 1796. 
Kr CommiiHone Scnatus. E. Äod?, Stadt r Secretarius. 
-5) Des verstorbenen Brauer Carl Schaubebenwohl verstorbener Witwe, geb. Koch, Behausung all- 
hier in der Carlshaverstraße, zwischen dem Fuhrmann Holle und Schutzjude Levi Witwe gelegen, 
nebst Zubehör, soll in dem auf Donnerstag den AOien Junii anderweit angeseztem Subhaftations- 
ttrmiv öffentlich aufs höchste Geher herkaust, und mir dem darauf geschehenen Gebot derer 150c» 
Dd d Rthlr.
	        

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