Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1796, [1])

iM Stück. 
43) Zur Ekaöünlug einer Tobacksfabrike, in hiesige» Gegend, in allen Sorten Rauch-und Schur^si! 
Toback, besonders in dem Spanischen Kanaster und Portoriko in Nöllen, »vird ein Associe ge» 
sucht, so ein dazu benöthigtes Kapital, mit anzulegen gewillet wäre. Entreprenneur hiervon, 
wird von seiner Kenntniß darin und von der dabey verburrdene Kauftnannische Vorfalle, nicht al 
lein Nach veisung gebe»», sondern auch vorher durch Proben dürthun, daß die Spanischen Kana, 
stcr nicht Natur, wie einige vorgeben, sondern Fabrikatur ist, und er solches leistet, rvelche Fa- 
brikatur allein schon den guten Erfolg solches Etablissements versichert. Nähere Nachricht gibt 
« die Waisenhaus-Buchdruckerey. 
44) Der Bürger rmd Weißbinvermeister Discher alhicr, warnet jedermann ans seinen Namen et 
was zu borgen oder zu verabfolgen. 
45) Auf der Obcrneustadt in der Carlsstraße, in der Schwancn-Apotheke 2 Treppe« hoch, beym 
Peruckenmachermstr. Conriol sind ächte Türkische Pfeisenköpfe zu haben; der Inhaber stehet 
für die Acchtheit der Masse. 
46) Nachdem Freytags den 6ten May und an den folgerrden Tagen, verschiedene Menbles uttb 
Effecten, bestehend in Zinn, Kupfer,.Messing, Eisen, Porcellain, Glaserund Bettwerk, auch 
Tischen, Stühlen, Betrspannen, Schra»rkcn, Comtoirs, Commoden und sonstigem Hauögerathe, 
in des Herrn Vice-Canzlers Krafft Behausung in der Schloßstraße, gegen l aare Bezahlung ver- 
anctionirt werden sollen: so können sich die Kauflustigen jedesmal des Nachmittags um 2 Uhr 
daselbst einfinden. Cassel den aoten April 1796. 
47) Es sind in der Nacht vom 28ten auf den Men Marz, aus dem hiesigen Amthause, vhnweit 
Hersfeld, folgende Sachen diebischerweise eniwendel »vordcn, als: 1) eine große platte und glatt- 
gearbeitete gvldneUhr, um den Rarrd Herum mit Schlaugen-Aügen und an einer Ecke des Gehäu 
ses ein wcniA gerieben; auf selbiger ist ein emaillrtes Zifferblatt mit deutschen Zahlen, nebst ei 
nem Gehäuse von Schildkröte, eine glatte Kette von Semilor m»d daran ein goldnes Pettschaft 
mit einem noch nicht ausgestochenen Carniol; 2) eine silberne Uhr mit einem Schildkrötenen Ge 
häuse urrd emaillrten Zifferblatt, mit römischen Ziffern, auf welchem die Aufschrift London over- 
bury, so uhc (Ui der« silbern Anhänger die Zahl VIL oder VIII. stehet, an derselben ist eine ge-^ 
wrmdcne Stahlkctte mit einer», dergleichen noch nicht gestochenen Pettschaft; 3) eine kleine fran 
zösische Uhr vonScmilor, um welche kein Gehäuse, und auf der hintern Seile eine Art von Müh 
le- ws ruan die Hälfte des Mühlenrads siehet, gezeichnet ist; das Zifferblatt ist von Emaille u»rd 
auf selbigem römische Zahlen; an dieser Uhr hangt eine doppelte, sehr fein geschliffene Stahlkel- 
re mit einer blauen Emaille; 4) ein Zeckig geschnittener Pfeiffenkopf mit einem starken platten (iU 
deinen Bcschlag, so am Hals gelblich angeraucht, übrigens aber noch weiß und neu ist. Da nun 
an der Entdeckung dieses Diebstahls sehr viel gelegen ist, so wird jedermann, welcher hiervon eini 
ge auch nur entfernte Nachricht zu geben im Stande seyn mögte, ersucht, solche allhiesigem Amte 
mitzutheilen, und wird einem jeden, unter Versicherung der Verschweigung seines Namens, ein 
Douceur von z Carolins offerirt, so wie im Gegentheil diejenigen, welchen von diesen Sachen et 
was bekannt gewesen zu seyn, und es dennoch verschwiegen zu haben überführt werden könnten, 
sich zu gewärtigen haben, daß gegen sie, wegen Ersatzes und Bestrafung die alsdann erwachsende 
rechtliche Klage für deren kompetenten Obrigkeiten »verde angestellt und verfolgt werden. Holz 
heim den raten April 1796. 
48) Eine noch in brauchbarem Stande seyende Bude ist zu verkaufen. Die Waisenhausbuchdruckerey 
sagt den Verkäufer. 
' Tsdssfalle. 
r) Mit dem größten Schmerz mache ich meinen Gönnern, Freunden und Bekannten, den für mich 
so betrübten Todesfall meines geliebten Ehemanns, Lurth Heinrich Murbard, von Schenckischen 
Amtschultheiß zu Roch, hiermit bekannt. Wer den Verklärten, den nunmehro die Vorsehung 
Gok» 
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