Volltext: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1796, [1])

Dom >4ten März 1796. 
diese Gelder zur stündlichen Auszahlung immer bereit gelegen, aber nicht gefordert «erben, mit- 
hin sie nicht in mors lolvendi gewesen sey, sich beruhigen oder auf einer rechtlichen Ausführung 
bestehen wollen, berechnen sollen- und dann ermeldter Curator zu Bewürkung dieses injunäi bey 
uns um die Lonvocslion derer Reiterischen Crediroren Zter Classe, immaßen die beyden erstem 
Classen theils schon vollständig befriediget, theils zu deren Bezahlung noch hinlängliche Baarschaft 
in Masse vorhanden und also nur die leztere Classe jezr intereffl« sey, geziemend nachgesucht un 
gebeten hat; wir auch diesem Suchen stau gethan haben: als werden hiermit besagte Ammrann 
Reiterische Creditoren der zten Classe von nnö dergestalt öffentlich vorgeladen, daß sie in Termins 
den zren April d. I. Vormittags 9 Uhr, auf allhiesiger Fürst!. Canzley persönlich, oder durch ge 
nugsam l bevollmächtigte Anwälde erscheinen und sich auf die ihnen von dem Curatvre der Reiten- 
schen Concurs-Masse alsdann gemacht werdende erläuternde Präpositionen zweckmäßig ad Proto- 
eollum erklären, oder aber im Ausbleibungsfall gewärtigen sollen, daß sie mit Vieser Erklärung 
hernach nicht weiter gehört, sondern in Contumaciam allenthalben erkannt werden solle« Roten 
burg den I7ten Februar 1796. 8- 6- CatijUp daselbst. 
6) Nachdem der Major Venator vom hochlöbl. Leib - Regiment allhier am toten d. M^ mit Tode 
abgegangen ist: so werden alle diejenigen, welche an dessen hiesiger Hinterlassenschaft rechtsbe- 
grüudete Forderungen haben, aus den 19m, März d. I. hierdurch vorgeladen, um alsdann ihre 
Ansprüche so gewiß zu liquidiren, als sie sich zu gewärtigen, daß sie nachher damit bey diesem Li 
quidations-Verfahren nicht weiter gehört werden. Rinteln den i rten Februar i 796. 
8. Hess. Regiments-Rriegs-Oerichr hierfelbst. 
L. I. A. von Wurmb, ^ 
Generalmajor. Waldenberger, Garnifons-Auditeur. 
7) Da die unterm roten August 1794. ergangene Edictal-Citation der Creditoren des verstorbenen, irrt 
hochlöbl. Regiment Erbprinz gestandenen RegimemsLLuartiermsir. Ludwig, wegen der in Gefan 
genschaft gewesenen Regimentern noch nicht beym Corps vollständig hat bekannt gemacht werden 
können: so werden alle und jede, welche an vbbesagtem Regiments Quarkiermstr. Ludwig annoch 
gegründete Forderungen zu haben vermcynen und zur Zeit der ergangenen Edictal-Citation nicht 
bey dem Corps im Felde gewesen sind, zu dem auf Mitwochen den 6ten April V. I. anberahm- 
len Termin verablader, um sodann zu gewöhnlicherEMorgensZeit in der Receffir-Stube Fürstl. 
Kriegs-Collegii durch anreichend bevollmächtigte Anwalde zu erscheinen, ihre Forderungen gebüh 
rend zu liquidiren, und darauf rechtlicher Erkenntniß, so wie im Ausbleibungsfall der gänzlichen 
Abveifung von diesem Liquidations-Versalien zu gewärtigen. Cassel den iZten Februar 1796. 
8 ürill. Hess. Lriegs-Collegium daselbst. 
8) Nachdem die vorhin ergangene Edictal-Citation der Creditoren des vor dem Feind gebliebenen, 
im hochlöbl- Leib-Jnfanteric-Regiment gestandenen Lieutenants Gschwinv noch nicht beym Corps 
vollständig bekannt gemacht werden mögen: so «erden alle diejenigen, welche an diesem gegrün 
dete Schüldforderungen zn haben vermeynen, und zur Zeit der erlassenen Edictal-Citation nicht 
im Lande oder beym Corps im Felde gewesen, annoch zu dem auf Mitwochen den löten k. M« 
anberaumten Termin verabladet, um sodann zur gewöhnlichen Morgenszeit auf Fürst! Kriegs- 
Collegii Receffir-St:-be in Person oder durch anreichend bevollmächtigte Anwälve zu erscheine», 
ihre Forderungen gebührendzu liquidiren, und darauf rechtlichen Erkenntnisses, fo wie im Nicht- 
erscheinungsfall zu gewärtigen, daß sie bey diesem Liquidations-Verfahren nicht weiter gehört wer 
den. Cassel am 171m Februar 1796. 8ürst. Hess. Lriegs-Lollegium daselbst. 
y) Da der verstorbene hiesige Bürger, Ioh. George Homburg, nur ein geringes Vermögen hinter 
lassen hat und sich vermuthen lässet, daß die Schulden dasselbe übersteigen, dessen ältester Sohn, 
Carttor Hombmg, auch noch die Verlassenschaft feiner Mutter, des verstorbenen ersten Ehefrau, 
fordert und bereits um Erlassung einer öffentlichen Ladung der Gläubiger gebeten bat: als wer 
den alle und jede, ermelveren Johann George Homburgs Gläubiger hiermit auch öffentlich vorge 
laden, daß fie Donnerstag den alten April l. I. vor hiesigem Fürstlichen Stadtgericht erscheinen, 
Dd z lede
	        

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