Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1796, [1])

Dom 22ten Februar 1796. 141 
- Versehen. Im untersten Stockwerke befinden sich 2 Stuben mit Oft,»r eine große bequeme Küche, 
samt einem großen Gemach zu Anlegung einer Brandleweinskammer, wie auch noch ein anderer 
Platz, woraus eine große Stube kan gemacht werden. Auf dem Hofe befindet sich ein Pumpe- 
brunnen, so, daß das Wasser in die Küche kan gepumpet und such in eine allenfalls anzulegende 
Brandleweinsbrenncrey geleitet werden. Das Holz dieses Hauses bestehet fast aus lauter vesten 
und dauerhaften, mehrcutherlS geschnittenen Eichenholze. Der Hof zur Oekonvmie ist fast ein 
Quadrat. Auf beyden Seiten befinden sich die gehörigen Stalluugetk und oben vorher 2 Scheuren, 
so sämtlich noch neu und ebenfalls aus gutem und dauerhaften Holze gebauet sind. Auf dem Ho 
fe befindet sich ein auf einem Pfahle stehender Taubcnschlag, so beym Anbaue über 2-20 Rthlr. 
zu stehen kommt. Endlich ist die Treppe in besagtem Hause sehr bequem angebracht. Sscha- 
«es Haus kan also nicht allein in Absicht der dabey befindlichen vielen Länderey und Wiesen zum 
Betrieb einer Oekonvmie, wie auch Anlegung einer Brandteweinsbrenuerev, sondern, wegen Viel 
heit der Zimmer und Gelaß, zu Anlegung einer ansehnlichen Fabrik gebraucht werden Verzeich 
niß derÄecker, wiesen und Garten: l) an Wintcrfeld bestellt 50s-linb 4 Acker; 2) au Som 
merfeld §34Acker; 3) an Brachfeld (>84-und 4Acker; 4) an Kohl nnd Kleelaud ö Acker; 5) 
an Wissen »l 5 Acker; 6) an Garten, ein großer Küchengarten mir verschiedenen Obstbaumen von 
den besten Sorten Obst besezr, dann noch ein anderer, der Lindenhof genannt. 
-r) Auf des Tapezier Schäkers Garten vor dem Cöllnischenthor ist in dem abgehaltenen Licitalions- 
Termin 26z Rthlr. geboten worden; wer willens ist ein mehreres zu geben, der wolle sich neben 
dem Gasthaus Stralsund bey ihm melden und sich des Zuschlags versichert halten. Dieser Garte« 
ist mit guten Obstbaumen und einem Häuschen, so tapezirt ist, versehen; auch dient zur Nach 
richt, daß der Garten weiter keine Abgaben, als 7Hlr. monatl. Corttribution zu entrichten har. 
2g) Auf, von dem Schneider George Henrich Sckrau geschehenen B-rüfung Zur Vertheilung, ist 
. 'Behufsder Auseinandersetzung derSchranischen Geschwister, znntöffentlichenVerkaufder Schra- 
. nischcn dahier in der Dionysienstraße, zwischen dem Uhrmacher Heise und dem Chirurgo Umbach 
gelegenen Behausung, farm Zubehör, Licirarionstermin auf Donnerstag den 28ten April präftgirl 
worden. Kauflustige können sich alsdann vor hiesigem Stadtgericht zu früher gewöhnlicher Ge- 
richtszeit angeben, bieten, und der Mehrstbietcnde das weitere erwarten. Cassel^en inen Fe 
bruar 1796. Ex Cotunuiüone Scnatus. H. E. D.och, Stadt-Gecretarius. 
24) Es soll deS hiesigen Bürgers und Schuhmachermstr. Matthias Schmull und dessen Ehefrauen 
•. Anna Eatharina, geb. Viermann, Behausung allhier in der untersten Kaseruenstraße, zwischen 
dem Kramer Budenhold und Gardist Mischle gelegen, in dem ans Donnerstag den 7ten April 
anderweit präfigirten Termin öffentlich an den Meistbietenden verkauft werden. Wer nun darauf 
bieten will, kan sich alsdann vor hiesigem Stadtgericht zu früher gewöhulicher Gerichtszeit ange 
ben, biete», und der Meistbietende die Avjudicatou nach Befinden erwarten. Cassel den löten 
Februar l7yö. Ex CommüHonc Scnatus. H. E. Roch, Stadt-SecretariuS. 
25) In dem auf Donnerstag den 2öten May angesehen Subhastatienstermi'n soll des hiesigen Vier 
und Brandteweinschenken, Johann IustvS Fiugetlmg, Behausung allhier vor dem Weissnstciner- 
thor'an der Wachsbleiche und denen Böttgerschen Erben gelegen, samt Zubehör, öffentlich auf- 
höchste Gebot verkauft werden. Wer nun darauf bieten will, kan sich im Termin vor hiesigem 
Stadtgericht zu früher gewöhnlicher Gerichtszeit angeben, bieten, und der Höchstbictende die Ad- 
judieatton nach Befinden erwarten. Casfil den löten Februar 1796. 
Ex Conunlsiiont Secatus. L. 5\«cb, Stadt-SecretariuS. 
26) Ad Jnstanriam der Eheconsortin deö Li.cntenantS Kersting alhier, soll Mitwochens den 27WN 
April I. I. das in der Martinistraße Hierselbst, zwischen dem Wagnermeister Gerland und den 
Erbe» des Kaufmanns Lange belegen« Kerstingische Wohnhaus, Nr. z8. öffentlich an den Meist 
bietenden verkauft werden Kauflustige können sich daher bemeldeten Tages, zur gewöhnlichen 
. frühen Zeit, auf Fürst!. Regierung in der Commissions-Stube einfinden, ihr Gebot thun , und 
der Meistbietende, nach Befinden, deS Zuschlags gewärtigen. Wobey zur Nachricht dienet, 
Tr daß
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.