Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1795)

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-er't angeben, bieten, und der Meistbietende dem Befinden nach dìe Adjudicarlo» erwarten. Cassel 
Len 20. Januar 1795. Bürgermeister, und^ath daselbst. 
Verpacht- und Vererbkeihmig. 
j) In dein znr ander-weiten Verpachtung der im Amte Schaumbrrrg gelegenen, auf Maitag 1795. 
pachtlos werdenden herrschaftlichen Vorwerke Coverden und Oelbergen am izten Sepremb. ». c. 
abgehaltenen zweiten Licitarivnorermin find abermals keine annehmlichen Gebote erfolgt, wes 
halb dann SlMnabendS den 24tenJan. künftigen Jahrs eine dritte Licitali»« abgehalten werde» 
soll. Es haben demnach diejenigen, welche die gedachten beiden Vorwerke zusammen, oder 
Eins berfclben zu pachten gesonnen sind, in praefixo Vormittags um 10Uhr in meiner Behau 
sung sich einzufindcv, nach vorgangjg?r Vernehmung derer Pachrbedinguugeu, welche, so wie 
der Bestand und die Beschaffenheit der Vorwerke auch vor dem Termin bei mir zu erfragen ste 
hen, ihre Gebote ad Protocollmn abzugeben, und sodann für den Höchstbictenden, mit Borbe- 
halt höherer Ratification, den Zuschlag zu gewärtigen. Wobei aber weiter zur Nachricht dient', 
daß auch in diesem dritten Termin nur diejenigen als Licitanten admittirt werden, welche dur ch 
obrigkeitliche Bescheinigung darzuthun im Stande sind , daß es ihnen weder an den nöthigt» 
öconvmischen Kenntnissen und sonst erfoderlichen Eigenschaften, noch auch insbesondere an hin 
länglichem Vermögen fehle, um die für die beiden Vorwerke auf zooo'Rthlr. vorgeschriebene 
Sicherheit stellen, und das gegen yovQNthlr. betragende, und ebenwohl pro speciali hypwtheca 
Haftende Mehr »mv Feld-Inventarium bei dem Pacht-Antritte sofort baar erlegen zu können. 
Rinteln den i Zten Decemb. r^yg. von Schnrerfeld. Yig.CQnmiiC 
) Der Capitarne Müller in Witzcnhausen, will sein Haus und Garten in Bewenden, eine Stunde 
von Göttingcn, der große Hof genannt, von nächsten Ostern ari, aufg oder b Jayre verpach 
ten. Es bestehet derselbe in einem geraumlichen guten gefunden Hause, mit 4 Stuben und ver 
schiedenen Kammern, arreh großen Boden für Früchte zu legen, nöthiger Stallung für allerlew 
Vieh, Holzschopfen und Bienenhauses,'einen großen Graß- Obst- und Semüßc-Garlcn, in 
dem Obstgarten befinden sich die besten gesundesten Baume von den feiuestcn und schönsten Obst 
sorten, aus den Obst- und Graßgarten könne» r Kühe, den Sommer unterhalten werden. Der 
Gemüßegarten liegt gleich an den Obstgarten , ist sehr groß und von der besten Einrichtung ^hat 
viele und gute Spargelbcede und auch feine Sorten Obst; aus dem Obstgarten wird alle Jahr' 
viel Obst nach Göm'ngen und in der umliegenden Gegend verkauft, weil die Fruchtbarkeit tef 
Baume in diesen Garten wegen seiner guten Lage, kein Jabr fehl schlagt, folglich viel Gech 
tö i daraus gelöset wird. Aus den Gemüßegarten gehet man gleich in den Obstgarten. Diese beide 
.] Garten liegen gleich hinter dem Hanfe, so, daß wenn man ans dem Hanße tritt, man gleich irr 
1 die Gartens tritt ; hinten am Hauße ist eine Altane, wovon man beide Gartens übersehen kan ; 
lt * um das Haus und diese Gartens ist eine neue! Diehlenblanke gezogen, so denn die Pforte mrd 
J Thorfahrt zugemacht Ist, niemarrdcn hineinkommen kann ; um das Hans herum stufe Weinstöcke, 
¿ die die besten Sorten Trauben tragen. Gleich vor dem Hausfe>'sier auf den Vorhose ist ein qv- 
^ ter Brunnen, auch einer in dem Gcmüssegarten; woraus das Wasser gut zum Bleichen ist; Der' 
à Vorhof ist groß und gepflastert, und an diesen Vorhose noch ein Blumengarten, worinnen auch 
w gute Spargelbeede sind, auch ist in den Graßgatten eine große Baumschule von den besten Sor- 
¡t, .ten junger Baume. woraus m dasiger Gegend viel Geld gelöset wird; «ms Haus und Gartens 
find die besten gepflasterten Steinwcge, Haus und Gartens haben mit keinen Einwohner irr- 
Boveuden Eonnetton, sondern liegt ganz alleine, nicht weit von des Herrn Reichsgraftn von- 
Hardenberg seinem Guth, und auch gar nicht weitvon dem Hochfürstl. Rotenburgischen Amthame, 
nnd stellt auch dieser Hof in keiner Verbindung mit dem Flecken Bovcriden. Pachtlusiige, die 
a solchen nächste Ostern zu pachten willens sind-, können sich gefälligst bey mir hier in Witzendau- 
t$ 4 ft», oder in Vovenden bey meinem Bruder dem Zoll-Commissariris Müller melden." Hans 
g, v«d Garten in Augenschein nehmen, nnd die annehmliche Pacht-Condition er Zähren; DasPacht- 
geldtk
	        

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