Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1795)

Vom -gen May »795. 349 
Welt abzufordern' und in ein besseres Leben zu versetzen; Go mache ich diesen Todesfall nicht 
nur für mich, sondern auch Namens dessen hinterlassenen einzigen Fräulein Tochter, die eben im 
abgewichenem Jahre auch ihre Mutter verlohren hak, allen Freunden und Anverwandten bekannt, 
und empfehle besonders das Elterlose Kind zur Gewogenheit und geneigtem Andenken, verbitte 
aber alle schriftliche Beyleidsbezeugungen. Witzenhaufen den 27. April 1795. 
a Ioh. }\. Grau , Oberschultheiss daselbst. 
Z) Ich mache hl'erdurch,allen meinen Freunden bekannt, dass mein Ehemann, der hiesige Schutz 
und Handelsjude Hekncmann Davro, «ach einer kurzen Krankheit diese Welt verlassen und mich 
als Witwe, von Schmerz tief gerührt, hinterlassen hat. Bedauert werde ich von jedem recht 
schaffenem Freilich wird der verewigte meinen Klagen dadurch nicht wieder gegeben, doch ist es 
mir Beruhigung, da dieö mir ein öffentliches Zeugniß dessen Redlichkeit wird. Beyleidöbezeu» 
gung verbitte ich und benachrichtige nur noch, daß ich den von meinem verstorbenen Ehemann 
geführten Handel unter meinem Namen fortsetzen und dabey eben die Pünktlichkeit und Billigkeit 
beobachten werde, die er in seine Geschäfte zu bringen gewohnt war. Auch ersuche ich endlich 
' jeden, der Federungen an gedachten meinen Ehemann haben solté, sich binnen kurzer Zeit an 
mich zuwenden. Cassel den 22tenApril 1795. 
!. des verstorb. Schutz-und Handelsjuden iHememann David, Witwe, geb. Herz, 
Besondere Anzeigen. 
I) Unsern re. 
Nachdem der bisher erlaubt gewesene Fruchtaufkauf für die Preußische Armee nunmehr nicht 
weiter Statt findet, bey der inzwischen eingetretenen Theurung der Früchte und deren besorglichen 
Mangel aber destvweniger der Verkauf inländischer Früchte in auswärtige Lande geschehen darf; 
So wird, zufolge einer Höchsten Resolution, allen Unterthanen der fernere Verkauf und Ausfuhr 
der Früchte außer Landes, bey unbestimmter Zuchthausstrafe, hiermit verboten. 
Wir befehlen Euch daher, diese Höchste Willkusmeynung den Unterthanen in dortigem Bezirke 
£ nicht nur sofort bekannt zu machen, sondern auch auf alle Conttaventionen mit Fleiss zu inoigili» 
lti ren, und davon zur gehörigen Bestrafung Anzeige zu thun. 
,,'1 In dessen rc. Cassel den 2gten April 1795. 8ürstl. Hess. Regierung hierselbst." 
ke r) Nachdem der hiesigen Metzgergilde neuerdings der geschärfte Befehl ertheilt worden ist, sowohl 
die große Schirme mit gutem Rind-Kalb-und Hammelfleisch rc, als auch die neue Schirne inr 
H obersten Hof, an denen 3 Wochenmarkttagen Diensttag, Donnerstag und Sonnabend mir guten* 
' Schweinefleisch hinlänglich zu versehen; So wird solches dem Publico hierdurch zur Nachricht be- 
n ' kamst gemacht. Cassel den 29ten April 1795. Aus Süftl. polizey-Lommission. 
£ ; , Bücher zu verkaufen. 
m Predigten und Reden bey öffentlichen und privat Confirmatisnen von verschiedenen Oerfasserw 
llt aus ihren theils schon gedruckten, theils noch ungedruckren Arbeiten gesammelt ven G. 8. 
lls Götz, Leipzig 1795.1 Rthlr. Ich setze folgende Stelle aus dem Borberichre her: „Es ist be- 
3C sannt, wie ungemein viel von den dauerhaften Eindrücken der Confirmation, und von der öfter» 
l - Erinnerung an die darauf Bezug habenden Wahrheiten und Ermahnungen für das künftige Leben 
des Menschen abhängt. Was für em nützlicheres Geschenk könnte daher eiw Vater seinem Kinde 
^ bey seiner Confirmation machen, als mit einem Buche, das ganz eigentlich die darauf abzwek- 
k-nven Wahrheiten und Ermahnungen enthält, wie eine solche Sammlung von Confirnuulottsre- 
rs den?" — An züge aus den predigten über die christliche Glaubens-und Sittenlehre ge- 
halten von G. 8. Götz. 2te verbesserte Auflage, Gotha 1795. 1 Rthlr. 4 Gr. predigten, größ 
er tentheils bep besondern Gelegenheiten nach den Ledürfnzssen der Zeit gehalten von Götz un^ 
lt Ächm,Leipz. 1795. i Rthlr» Diese Bücher stird um beygeftzte Preise bey mir zu haben, so wie 
auch
	        

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