Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1794, [1])

Dom röten Junius 1794.' §05 
I i.,m fnmiHéft á&nl tttC Ich habt darüber vor kurzem einige Bemerkungen gemacht, and bev 
M% «SenieimimÄn , wo bekanntlich knrzgeschnitl-ne« Stroh mir Wa),er und r-im-n 
, » mnschl wird, gefunden, daß diese Wände von denen aufgegangenen Fruchlkdrnern so m ch UN» 
-rün wie i« Amil fast Kornack» aussehen; da»» ließ ich eine gekau,,- Si-ig- Wrijenflroh nrch- 
' Mali'ausdreschen , und emdiete daraus , vollkommene Homberger Metze Weizen. Eme Ma- 
. Sine wodurch das ©tros) also seiner Körner weit leichter und »ollkommer entledigt wird, wie 
durch aewdhnliche Dreschsteael, die zumal in denen n,eiste» zallen, wo der r-ndwiNh Nicht selbst 
° seine zrüchie auödrischt, von Steizenweiß oder »ach Wetzenzahl gedungnen gememiglich höchst 
: . eigen,iützigen Dreschern, und das auf -in- mühsame W-ise geführt werden glaub' ich, mbgte t»r 
. jeden Lekononi, zumahl jetzt b-h der Aussicht zu einer re,che,> Emdte, und b-»^e,n Anschem ha- 
l , bendcn Abgang vieler arbeitenden Hände, keine unwilllonme Erstiidung sern. Ich habe Mich da- 
l „chlstbr über die von dem Freiherr» Cardinal von Wieder» zu zil-lin- IN W-stprcussen bekamit- 
! ' lich vor kurzem ne» erfundne, hdchst einfache und sehr wohlfeile Dreschmalchiuegefreuet, undda« 
i Modell davon kommen lasse». Der Erfinder behauptet, daß damit durch eun ,. Me,nche», der 
die ganze Maschine in Bewegung s-tzi, in einen halbe» Tag so viel gedroschen werden kd.m. wo- 
' .„ sonst a Mensche» und g bis b Lage erfordert werden. Wen» hier,» auch enras übertriebene» 
: «eck« E s° 2 -die Hälft- deszu »wartende» Erfolgs doch schon von große» Belang und 
locktet der gute Erfolg bey Erblickung des Models auch schon sehr ein, und das beste ist, daß.d.e 
aanre Maschine nur auf etwa Z Rchlr. kommen könne, auch jeder Landwirth, die Schmiede 
arbeit mtsgenommen, solche selbst zu verfertigen im Stande sey. Um diese in vielen Betracht hdchst 
vortbeilbafre Maschine also meinen Landsleuten bekannter zu machen, und die Gelegenheit zur 
" Einsicht des Models, «ornach jeder sich diese Maschine selbst machen lassen kann, -».erleichtern, 
babe ich einige Models hier nachmachen lassen, u.ch stehen solche jedem Oeko.wm für 1 Rthlr. 
Gebrauchs - Beschreibung in portofreien Briefen an mich zu Diensten. Spangenberg de» 
, . zren Junii 1794. ^angemann. 
Beförderungen. 
Dem Ober-Kriegs- undMontirungSeommissarius, Capitam ÄZiederhold, ist daöPrädicrrt als Major 
. gnädigst beigelegt, und demselben zugleich Sitz und Stimme bey dem Knegs - Colleg.o ,n denda- 
. bey vorkommenden Montirungs- und aiidcrn dahin einschlagenden Sachen erthe.lt. 
Bey der Universität Zu Rinteln, und zwar der theolog.,chen Facultar .st der. btöher.ge 2 te Pro 
fessor, Consistorialrath Dr. Kahler, nunmehro zum Hen ; der Professor George W,lh. Rullmann 
zum 2ten; und der Doctor der Philosophie, Professor und Rector desFriedrichö-Gpinnapi zuHer- 
^ Beider Regle?ung^zn^ Rime ln TfT d^Asscsso^von ^Motz nunmehr das Votum gnädigst ertheilt; 
auch dabey der bisherige Cammer-Advocat Schröder, zum Assessor cum vor« gnädigst ernannt; und 
der Hofcommissarius Heimchen zu Nendorf zugleich zum Rentmeister der Aemter Rodcnbcrg und 
Sachsenhagen gnädigst bestellt; auch demselben die Rodenberger Amts-Eomr.but.ons-Receptur 
Dem Candidas Müller von Dartenstein ist die vacante Caplanstelle zu Münzenberz, 
dem Candidat Blum aus Seckbach die erledigte Psarrstelle zu Bergen ; uno 
dem Candidat Iacobi die zu Babenhausen erledigte Predlgerstclle gnadigir conseruk, 
Der Förster Schnedler zu Lohna ist in gleicher Qualität nach Mel,ungen trau^serin. 
Der bisherige Feldjäger Conrad Cornelius von Ronshau,en .st zum Lcibjager bey des Hern. Erb» 
prinzcn Höchst,rstl, Durchl. gnädigst bestellt, 
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