Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1794, [1])

Vom 28ten April 1794* - 37t 
baarem Geld bestehend, noch ein reichlicher Verdienst an der Kiefer-Arbeit sowohl für da» Hospi 
tal, al» auch von Privar-HauShaltungcn dahier und in der hiesigen Gegend zufallen werden. Hai 
na den 8ren April 1794. . 8. v. Sramford. 
Z5) Nachdem tie Ziehung der Iteu Classe von der gegenwärtigen hiesigen XXXlXtcn Lotterie mit 
aller Ordnung gecndiget worden: So werden die Herren Interessenten, nicht nur die darum ge 
fallene Gewinne, nach dem plansmäsigen Abzug binnen ber befiinum vierwöchigen Frist von 
dencnjenigen Herren Collecteur», bey welchen die Einlagen geschehen, gegen die alSbald aus 
zuhändigende Original-Gewnm-Loose in Empfang zu nehmen, sondern auch die Renovation de 
rer im Spiel verbliebenen Billet» um somehr zu beschleunigengelieben, alödie Ziehung der fol 
genden 2len Classe in genauester Befolgung de» Plan» am zten Junii a, c. ohnfehlbar geschiehet» 
Cassel den rzten April 1794. 
Fürst!. Herrsch« Lirectisn der gnädigst garantirten Llaffen, Lotterie daselbst. 
z6) Nachdem die Anzeige geschehen, daß seil einiger Zeit ein Schleich-Handel mit falschen Münze» 
getrieben werde und zu dem Ende erst neulich vier solche englijche Speculante» in der wahrschein 
lichen Absicht au» Brüssel flüchtig geworden, um die bey sich führende ansehnliche Summen sol 
cher falschen Münzen in Deutschland abzusetzen ; So hat man solche» dem Publicum zur Nach 
richt und um sich für dergleichen Betrügereyen hüten Zu können, hierdurch bekannt machen wolg 
len. Casftl den 22ten April 4794. Fürstl. Hess. Münz-Direction daselbst. 
Steckbriefe. 
!) Es ist von der Königl. Chnrfürstl. Justiz - Canzley in Hannover nachfolgender Steckbrief eütd 
gelaufen: 
Demnach von dem Königl. Churfurstl. Amte Harpstedt anhero cinberichtct ist, nie in dorti 
ger Gegend zeithero zum öfter,, und letztlich noch den dem Schulmeister Südholz zu Dimhau 
sen, grdßtentheilS mit Qualificatiomverknüpfte Diebstähle verübt worden, man auch den2Hä- 
rern bereit» dergestalt auf die Spur gekommen, daß davon etliche schon gefänglich eingezogen 
werden mögen, bey fortgesetzter Untersuchung aber der Verdacht auch noch auf zween herum 
vagirende in dortiger Gegend verschiedent'.ich gesehene Kerle gefallen sey ; und dann dem gemei» 
neu Wesen sehr daran gelegen ist. daß selbige zur gefänglichen Hafk gebracht und Zur gebüh 
renden Strafe gezogen werden: so werden von Uns Namen» Sr. Königl. Majestät und Chur- 
fürstl. Durch!, Unsere» allergnädigstc» Herrn, alle auswärtige Obrigkeiten in sub6di«m juri« 
A sub oblatiene ad reciproca ersucht, sämmtliche Unserer Juri-diction untergebene Aemter, 
Gerichte und Magistrate aber befehliget, auf vorgedachte bcyde Kerle, davon einer, dessen 
Name nubckannt ist, jung, mittler untergesetzter Statur, schiere,, rothen schwärzlichen Ange 
sicht» seyn, schwarze Haare in einem Zops zusammen gebenden, haben, sich für einenPfcrde- 
Arzt und Bruchschnoider, au» Sulingen gebürtig, ausgeben und ein kleine» dunkelbraune» 
Pferd, mit einem kleinen Stern vor dem Kopfe, reiten soll, dessen Kleidung»-Stücke aber 
verschieden angegeben sind, indem er zu einer Zeit in einem grauweißen, jedoch nicht nach Bam- 
ren Art gemachten Rocke, einer weißlichen Hose, welche unten an den Knien mit rothen Bän 
den, zugebunden, weißgrauen wollenen Strümpfen, und Echnhe anbabend, auch mit einem 
schwarzen runden Huche auf dem Kopfe, einem spanischen Rohre mit Silber beschlagen u,N» 
einer Schachtel in einem grauen linnenen Deutel oder Tuche am Pferde hängend; ein ander- 
mahl aber mit dem klciueu braunen Pferde, in einer« Rocke von blauen Laken mit gelbe» 
Knöpfen, gelben leben,en Beinkleidern mit weiße« Knöpfen, und Stiefeln, auch eiucn drey« 
eckigten Hltth anflrabeud, gesehen werden; der andere hingegen, auf welchen jedoch der min 
dere Verdacht fällt, gleichfalls ;ung, aber groß und schlank seyn, sich Gustav Schmidt neu 
nen, eine Tarter-Frau nebst vier Kinder«, scine Mutter und Schwiegermutter bey sich haben. 
Fff
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.