Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1794, [1])

Vom 7ler> April ,794. 
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weiß sie auch mit Mottenwerk umzugehen, und kan nöthigsnfallö auch sogleich antreten. Nä 
here Nachricht ist bey dem Postschreider Menzzer zu Münden bey Cassel. 
2) Ein Mensch von gesczrcn Jahren , welcher in der französischen und deutschen Sprache sowohk,' 
als in dergleichen Schreiberey hinlänglich erfahren, bey eine auswärtige Herrschaft bey Kindern 
als Lehrer in solcher Sprache, ndlhigenfallö auch in der Religion UnrerrrchL zu geben, oder milder 
Henschaft auf Reisen zu gehen. 
g) Ein Bursch, welcher Rechnen und Schreiben kan, als Bedienter. Nähere Nachricht) ist zu 
erfragen in der untersten Jacobsstraße in des Metzgermeisters Sängers. Hause drey Trep 
pen hoch. 
4) Eine Person, welche Nehen, Stricken, Spinnen, Waschen, Bügeln und auch Frisiren kan, desgl. 
in aller häuslichen Arbeit geübt, und sich auch solche erforderlichen Falls gefallen lassen will, 
auf Ostern oder Johanni'als Cammerjungfer, in- oder außerhalb Cassel, oder auch als Köchin. 
Nähere Nachricht ist zu haben bey der Frau Mebussen i» des Schreiner Kochs Behausung ag) 
Marstatterplatze, x . 
Kapitalien, welche auszulehnen: 
1) iZOO biS rcxx> Rthlr. Pupillengelder gegen sichere Hypothek zu 4 pro Cent; wenn die Zinsen 
richtig bezahlt werden, kan daö Kapital lange Zeit stehen bleiben. In dem von Rourischen Hause 
in der mittelsten Johannesstraße erhält man dieserwegen nähere Nachricht. 
2) 4 biS 6oc> Rthlr. in Cassawährung sogleich aufgerichtliche Obligation und sichere Hypothek auf ein 
assecurirres Haus hier in Cassel zu 4 pro Cent. Bey dem Secretarius Stern dem jünger» ist weitere 
Nachricht zu haben, wohnhaft in der Königsstraße in des Sattler Brauns Behausung. 
Z) Einige Tausend Thaler können ausgeliehen werden, und so lang, als die Zinsen ordentlich be 
zahlt werden, ohnabgelegt stehen bleiben. 
4) 530 Rthlr. Pupillengelder bey dem Bäckermeister Siebert. . 
5) Eilfhundert Rthlr. gegen 4pro Cent, und können, solange die Zinsen richtig bezahlt werden, un- 
' abgelegt, stehen bleiben. 
6) i2 bis izcx)Rthlr. beysammen oder getheilt, gegen sichere Hypothek und billige Zinse so 
gleich, und ist auf der Oberneustadt in der Frankfurterstraße Nr. 27. Nachricht zu haben. 
7) 230 Rthlr., und 42 Rthlr. und ist, so lange die Interessen entrichtet werden, keine Aufkündigung 
zu befürchten. 
8) In der Elisabetherstraße in Nr. 254. Pupillengelder auf die erste Hypothek zu 4 pro Cent. 
Bekanmmachung von verschiedenen Sachen. 
1) Nachdem Höchsten Orts gnädigst befohlen worden, daß die in dem Rcformirten Waisenhanft 
alhier sich dermalen befindende Kinder, anderwärts in Verpflegung gegeben, und sowohl hier 
in der Stadt, als auf dem Land fordersamst schicklich untergebracht werden sollen; Als wird 
solches zu den, Ende hiermit bekannt gemacht, damit diejenige, welche im Stande sind, eins oder 
mehrere dergleichen Kinder mit Kost, Kleidung und sonstigen Bedürfnissen, gegen eine billig- 
mäßige in einem besondern zu errichtenden Contraer festzusetzende jährliche Vergüthung zu verse 
hen, sich auf das Fordersamste bey dem Hausmeister Lotz dieserhalb melden, und von demsel 
ben da» weitere vernehmen können. Wobey zur Nachricht dient, daß auf Eltern und Verwandte 
dieser Kinder vorzüglich Rücksicht genommen werden wird. Cassel ben 2ZtenMärz 1794. 
Fürst!. Armen - Waisenhaus - Direction. 
Ein Bratenwender, welcher eine Stunde geht, steht zu verkaufen. 
3) Es ist am i4len dieses, in der Nacht, in einem gewissen Haufe einem Huthmachermeister zwölf 
Stück Filse zu Huche yon Dänischer Wolle diebischer weift entwendet worden ; wer hiervon Nach-
	        

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