Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1793, [2])

A) Des Postmeister Cabrvl nachgelassene Witwe ist vor kurzem nach zuvor errichtetem LeflMM, 
worinn sie ihre beyde Enkeln ven Frey-Eorporal Earl Dedekin, und den Schneidersgefeüen Chri 
stian Friedrich Weyhe, auch ihre etwaige sonstige Enkele zu ihren Erben eingesetzt, in Helmars 
hansen verstorben. Da nun der Aufenthalt des Miterbe» Christian Friedrich Weyhe, auch ob die 
Leftatricm noch mehrere Enkele als obgenannte hinterlassen, unbeKrmrt ist; so werden dieselbe zr, - 
dem zur Publicatim des Testaments auf Montag den röten September des Vormittags roUhe 
«uberahmten Termin achter in nreiner Behausung hiermit Vig. eommilñvn!» edickalitcr- und mil 
Verwarnung vorgeladen, daß im Aurückbleibungsfall das dem Christian Friedrich Weyhe zufal 
lende Erbtheil mtter Vormundschaftlich» Verwaltung gegeben, die etwaige sonstige Enkele der 
verstorbenen Postmeister Cabrolkin aber von dieser Erbschaft pracludiret werden sollen. Carlshg- 
ven den iZttn August 1793. vig. commiir. Bieeenkap. 
Z) Nachbenahmte, gegen die gnädigst erlassene randeSordnung ausgctrettenc Personen, und zwar: 
s) Aus der Grad» Eschwege: George Henrich Ludovici, Sebastian Schafe», Johann George 
Gleim, Johannes Werner, Balthasar Gebhard, Jeremias Gerlach, Reinhard Becker, Jacob 
Schäfer, Friedrich Gleim, Christoph Gleim, und Christoph Sandrock; 
d) Aus der Stadt <vro-aUmerode: Johann Wilhelm Wentzell, Johann George Schaffer- 
Johann Henrich Brübach, und Augustin Burhenne: v . f : 
sterben in Gefolge gnädigster Landesverordnung vom yten Februar 1787, von Gerichtswege» 
»ergestalt öffentlich citirt, daß sie sich in der darinnen gesezten Frist wiederum einstellen, oder 
S egeufals zu gewärtigen haben sollen, daß ihr Vermögen- wen« sie das Löte Jahr zurück gelegt, ’ 
rnc« nächsten Wvenvandttn verabfolgt werden solle. 
Vorladungen der Gläubiger. 
») Da des Postmeister Cabrol nachgelassene Witwe vor einiger Zeit m Hell«arshanfen todtes ve«r 
fahren, und vor Verabfolgilng ihres Nachlasses an die Testaments-Erben znfordel-si zr, wisset» 
nöthig ist, ob dieftlbe etwa einige Schulden hinterlassen; als werden alle und jede, so an derselbe 
gegründete Ansprüche und Forderungen zu haben vermeynen, hiermit Vig. CommifKonis edlctali- 
rer vorgeladen, Montags den röten September des Vormittags rcr Uhr allster vor der Commißjvrr 
zu erscheinen, ihre Forderungen ad Protvcoklum zr, geben und zu begründen, oder aber der 1 
gänzlichen Präclusiou und Verabfolgung des Nachlasses an die Testamenrs-Erben zu gewärtiges 
Carlshaven den izten Aua. 1793. Vig Cvmmiss. Biedenkap. 
L) Die nachgelassene iSbhnesweylaud Hm. Landraths von Münchhaußen allhier finden es für nöthig 
zu wissen : ob ihr beyder vorjährigen Einnahme von Frankfurt gebliebener Bruder, Hauptmann 8 
' Carl von Münchhaußen, Schulden hinterlassen habe ? Daher wollen diejenigen, welche« gegründe- 
H Forderungen an denselben zu stehen sollreu r solche den 4ten Seprbr. d, J.'Vormittags von 9 bis 
I2 Uhr bey dem Hm. Doctor und Professor Bücher oder Hm. Regierungs-Procurat-or Bührmann 
' sllhier bescheinigend angeben, worauf gedachte Gebrüder von Münchhausen alsdann ihre nähere 
Entschliesirngen fassen werden; bey Unterbleibung dieser Angaben aberwerden dergkeichcn-Ansprüche I 
machende den daraus ettva für sie emstehenden Nachtheil sich selbst beyzumessen haben. Rinteln 
den iZten Aug. 1793. 
3> Da man von Amtswegen nöthig findet , den Schulden-Zustand des zu Rotenkirchen ohnlängst 
verstorbenen dießeitigcn Unterthanen Andreas Eisenbachs gerichtlich zu untersuchen; so werde» 
«Ke -essen bekannt- und unbekannte Gläubigere hierdurch aufgefordert, sich in dem ad liquidan- 
chmi erudita stuf Freytags den zoten August bezielten Termins Vormittags NM 9 Uhr bey allhie- 
Fkgem Am zu melden, ihre in Händen habende Schuld-Scheine im Original vorzuzeigen, und ssv 
»AMI ihrer BefriedigE halber das wettere zu gewärtigen. Holzheim de« 9leu Aug. 1793. > » 
! Aus Lürstl, Justiz-Amt das. üeuser, Dr. ’
	        

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