Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1793, [1])

re Quantität Getraide, als der mir unbekannte Erstnder desselben bestimmt, angewandt habe: st 
glaube ich auch mehrere Erfahnurgcu damit zu haben, als der Herr Erfinder selbst, und ich würd 
sie hier öffentlich anzeigen, wenn es ohne Nachtheil des Geheimnisses selbst geschehen könnte, dat 
nur,, ausser den LouiSd'or, noch einen schriftlichen Eid kostete, das Geheimniß nie bekannt zu mache» 
und ein jeder Eid muß mir und jedem rechtschaffenen Mann allemal wichtig seyn. Ein jedes Gahi 
rnngSmittel kann, nach physischen Grnndfatzen, nur 3 Mangel haben : entweder es ist zu schwach 
oder es ist sauer, oder zu kostbar. Laß dem Wegmerscherr Gahrungsmittel der erste Fehler nicht 
treffe, habe ich bereits oben gesagt) es macht vollkommene und anhaltende Gahruug, kein Ken Mi! 
darf sie radeln. Der 2tc Fehler, die Saure , ist nicht möglich, da cs täglich frisch gemacht wird) 
auch sich in jetziger Jahrszeit 48 Stunden gut erhalt; und der gte Fehler, die Kostbarkeit, fall 
ganz weg, da jede Portion, die man täglich gebraucht, noch nicht einmal i Gr. kostet. Leistet nun 
ein Gahrungsmittel eine vollkommene Gahruug, das heisst scheiden sich die Geistigen Theile in na 
türlicher Folge von ihren Gröber», so muß auch, nach allen physikalischen Begriffen, eine solche 
Gahruug den gehörigen Brandtewein geben, vorausgesetzt, daß eine ganz verkehrte Behandlung 
dir Vorschrift, die auch selbst mit Absichten durch den Brennknecht geschehen kann, dem fernern 
Geschäfte, nach dem richtig vollendeten physischen, Hintemisse im Weg legte, oder dass selbst die. 
GKraidcarten, die, wie bekannt/ sich nicht alle Jahr gleich vertheilhaft zum Drandttweingebeu! 
arlon, wie auch dirs Jahr der Fall ist, den erwarteten Zweck nicht erreichen ließen. Dies »st mein 
Resultat über dies Gahrungsmittel, daS ich der Wahrheitzu geben schuldig bin, und hoffe ich, die 
Anfrage meiner Freunde beantwortet zu haben. Nor^ Hausen, den 2gtcu April 1793. 
Neuenhsbn der Jüngere, Kaufmann in Nordhausen, der Russisch-Kar ftrl.freyen ökouo-' 
mischen Societät zu St. Petersburg korrespondirenden Mitglied, und der Churf. 
Sachs, ökonomischen Gesellschaft zu Leipzig, so wie auch der Königft Großbrit- 
taunifchen Landwitthschaftö-Gesollschaft zu Zelle Ehreu-Mrtglred. 
Besondere Anzeige. 
Nachdem die Anzeige geschehen , daß Königs. Französische Lanbthaler unter der Fahr- 
Zahl 1776. mit dem Buchstaben W bezeichnet, in Cours zn kommen beginnen wollen, 
diesen Thalern aber, da sich bey angestellter Probe ergeben, daß deren einer nach dem 
24 Fl. Münzfuß nur i Fl. Zl^DKr. werth, schlechterdings kein Cours gestattet wer 
den kann; Als wird solches dem Publicryn, um sich für deren Annahme hülhen zrr 
können mit dem Bedeuten bekannt gemacht , daß besagte Thaler um £ Loth leichter, | 
sls die ächten, sind. Cassel den 28kon May 1793. , 
Fürst«. Hess. Münz - Directormm daselbst. 
Bücher zu verkaufen: 
i) In der von Heppischen Behausung am Markt, soll eine Sammlung Buchet auS allen Theile» 
der Wissenschaften, wovon das gedruckte Verzeichmß bey dem Buchbmdcrmeister Höfer in der 
mittelsten Johannesstraße wohnhaft, gratis Zu bekommen ist, künftigen Montag den 24m, dieses 
und folgende Lage des Nachmittags um 2 Uhr verauerivnirt werden; die deshalbigen Aufträge 
àrnimmt der Hr.Stadt-AckMius Wentzekf 
r) Der
	        

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