Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1793, [1])

35* i6teS Stück. 
Meistbîetàn Sàpfett.' Kanfllrstige beNeben sich daher an dà Wl'àtt îagètt in erfagt-r- 
Erbe»! Behausung auf dèm Brink einzufinden; wegen nöthiger Räumung des Hauses müssen hie 
, den Montag und Dienstag erstmrdene Sachen den Mitwochen, die vom Donnerstage und Freytage 
aber den Sonnabend abgeholt werden, widrigenfalö man solche auf der Käufer Gefahr anderweit, 
ausbieten zu lassen sich genöthiget siehet. Cassel den yten April 1793. . ,« 
32) Es ist am 8ten dieses Monats zwischen hier und Röhrenfurt ein junger schwarzer Pudel, weibliche» 
Geschlechts, der daran, daß er sehr gern aufwartet und auf den Hiutcrfüsen gehet, auch am Uri- 
termanl und der Brust etwas weniges weise Haare hat, kenmbar ist, seinem Führer entlaufen ; 
wer solchen etwa eingefangen hat, wird ersucht, ihn gegen eine gute Belohnung dahier in Cassel iu, 
des Baumeisters Engelhards Behausung am Leipzigerthor wiederum abzuliefern, oder auch nur" 
davon Nachricht zu ertheilen. 
33) Auf speciellen Befehl Sr. Hochfürstl. Durchlaucht, mache hierdurch allen Unterthanen auf dem 
platten Lande bekannt, oder wenn sonst jemand gesonnen seyn solte, taugliche Pferde für die hoch- 
ldbl. Dragoner-Regimenter zu liefern, sich sofort mit selbigen bey mir zu melden, wo alsbald, 
nachdem solche annehmlich befunden worden, und man mit dem Preis übereingekommen seyn wird, 
die prompteste Zahlung erfolge» sott. Cassel den uteu April 1793. 
> von Graal, Oberster und Commandeur der Garde du CorpS. ^ 
3g) Auf Befehl Hochfürstl. Ober-Renth-Cammer soll dies Jahr die Herrschaftliche sogenannte Si 
chelbacher Hude hint'erm Carlsberg wiederum mit Fohlen u«d Rindvieh betrieben werden. Vom: 
Fohlen wird 1 Rthlr. 8Alb. und vom Stück Rindvieh i Rthlr. 5Alb. 4Hlr. Hudegeld, und mehr 
nichts, beym Abtrieb des Viehes entrichtet. Der Tag des Auftriebs wird, so bald als es die: 
Gitterung erlaubt, zuvor zeitiA bekannt gemacht. Längstens Ende dieses Monats muß jeder das 
Vieh, welches zur Hude zu bringen gesonnen ist, bey mir einzeichnen lassen. Cassel denutt» 
April 1793. Haußmann, Capitaine und Rentherey-Verwalter. 
35) Unter denen bisher durch den Druck pnblicirten Verzeichnissen sämtlicher allster abgehenden und 
'ankommenden ordin. fahrenden und reitenden Posten stehet zwar schon die Anmerkung gesetzet, "daß: 
„die abzusendende Briefe längstens eine- und die packereyenzwey Stunden vor der i» obgedachter 
„Pest-Tabelle mit enthaltenen gewöhnlichen Zeit des Abgangs von jeder Post einzuliefern find, da- 
„mit solche gehörig eingeschrieben und erpedirt werde» können, ansonsten die später gebrachte biszur 
„nächstfolgenden Post liegen bleiben müssen, die ankommende Briefe und Zeitungen aber nichr eher, 
„als eine Stunde nach der ebenwohl in jener Tabelle verzeichneten Ankunftszeit von jeder Post : 
„ausgegeben werden können, und daß, wer die Bestellung seiner Briefe und Packets oder Pak- 
„kereyen durch die Wagenmeister und Briefträger nicht erwarten wolle, deren Abholung wegen: 
„sich zu gehöriger Zeit beym Post-Comwir melden möge." Um jedoch diese Anweisung da zuvor- 
lästiger zu jedermanns Wissenschaft zu bringen ; Sv haben wir solche hier noch besonders wiedef- 
holen wollen. Und damit vornehmlich in Ansehung der ankommenden Briefe, welche ihrer große» 
Menge wegen vhnmöglich bisher allen und jeden Empfängern gleich bald durch das Herumtragen 
von den Briefträgern zu Handen gebracht werden können, den deöfallßigen Beschwehrden ahge- 
. helfen werde; So wird zugleich hiermit bekannt gemacht, daß die mit jeder reitenden Postallhier 
einlangende Briefe, binnen längstens einer Stunde nach Ankunft jeder Post, gegen Zahlung des 
Porto, felbsteu in Empfang genommen, oder abgehohlt werden können; wobey dann in Ansehung 
derer mit der 8'ankfurret Post jeden Montag und Donnerstüg Morgens anlangenden Briefe die 
Abhohlung davon in Winterszeit bis Mittags 12 Uhr, auf die Frühlings- und Sommerszeit, auch 
' bis zum späten Herbst, aber bis längstens ii Uhr Vormittags bestimmt worden: Nach Verlauf 
dieser Zeit werden sodann alle nicht abgeforderte Briefe von diesem Cours, wie von jedem andern, 
ohne allen langern Verzug, durch die Briefträger in die Stadt, zur weitern ohngesaumten Bestel 
lung an die Behörden, herum gettagen werden. Uebrigens bleibt gleichfalsdem reißende» Publi- 
co, die der fahrenden Posten sich bedienen, andurch ohnverhalten, wasmaßen auf des regieret» 
den Herrn Landgrafen Unsers gnädigste» Herrn Hochfürstl, Durch!. Höchsten Special-Befehl, ans 
dcney
	        

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