Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1793, [1])

«abends Vormittag; Mitwochs, Freitags und Sontags Vormittag allhier. Cassel den 4. Marz 
.I79Z» 2t.us Sürftu Mber - Host-Ann. 
ZS) Ich empfehle mich hierdurch nicht nur mit meiner schon bekannten Arbeit von allen Sorten und 
Farben Regen-und Sonnenschirmen, von Taft, Wachstaft und Leinen, sondern ich verfertige auch 
eine ganz neue Art Regenschirme, welche inwendig mit doppelten Gestellen versehen und sehr gut ven 
Facol, unt> daucr sind, die auch den Vorzug haben, daß sie nicht vom Wind zurück gcschlenderr Wer 
der» können. Sodann verfertige ich verschiedene Sorten Wachstaft, welche an Glanz und Güte 
Len Engl, weit übertreffen, und dabey sehr elastisch sind. Die eine Sorte ist zu Hurh-Ucbcrzügett, 
Vorcnhauben und Regen-Madins fürtrefflich zugebrauchen, weil solcher Taft sehr leicht ist und 
den stärksten Regen abhalt. Die andere ist, wenn der Firnis darauf komt, durchsichtig wie Glast 
und wird zu Oberrbcken für Damen gebraucht, indem er so fein und durchsichtig ist, daß man ilm 
' kaum auf einem Kleid, welches er für Rasse und Staub bestens bewahrt, bemerkt. Auch bin ich 
bereit, seidene Schirme, wenn sie auch keine Farbe und Ansehn mehr haben, mit obigem Firnis zu 
überziehen, wonach sie wieder wie neu aussehen. Die Eh?e besagter Wachstafte kostet r- und resp. 
^iRthlr. Wilhelm Encke, privilegirter Schirm-Fabrikant, wohnhaft au der 
Leopoldsstraße-Ecke am Markt. 
zz) Da das übertriebene Angelfischen auf meinem Pachtwasser, aller Warnung ohngeachtet fort 
dauert; So wird zum Ueberflusi nochmahlen bekannt gemacht, und ein jeder wvhlmcynend gewar- 
werden sollen. Cassel den 6ten Marz 1793. ^gewann. 
24) Ein kleines weißes langharigtes Hüudgen mit gelblich braunen Ohren, weiblichen Geschlechts, 
ist verwichencn Solnmbend auf der Awc.rnerstraße verlohren gegangen; wer solches aufgenom 
men hat, oder seinen Aufenthalt weis, wird gebeten, es gegen eine Vergeltung in Nr. 715. auf 
dem Marstasterplatz gefälligst anzuzeigen. 
35") Bey dem Sattlermeister Gundclach in der Dionysienstraße Nr. 94. steht eine neue auf Wiener 
Art gemachte leichte halbverdeckte Chaise vor 4 Personen; wie auch eine auf ncmliche Art etwas 
gebrauchte mit einem ganzen Verbeck nebst zwey Geschirre, und zwey egale gute Schimmelpferde, 
zu verkaufen, oder zu verlchnen. 
Ab) Inder Poutike Nr.2. in der Martinistraße sind in dieser Ostermesse und beständig zu verkau 
fen, von verschiedenen dorten Commoden, Schreib-Secrctair, Spieltische, Arbeitstisthe, Cha- 
tutlcu, Theekastigen, von Mahagonienholz; Ferner von Eichenholz, Commoderr, Tische, Stühle, 
Rachtcommodcn, Nachtsiühle; Bestellungen werden gefälligst daselbst angenommen. 
37) Boy jensen Greve aus Hamburg, cmpsi'elet sich dem Hochgeehrten Publikum mit seiner Arbeit: 
Er verfertiget Silhouetten auf Glas, in welcher Couleur man cs verlangt, wie auch in Gold und 
Silber. Vermittelst der Camera Obfcura mahlet er große Familienstücke von io bis 12 und yich- 
fcvt er oocy ore accurarege Äwynuu-rerr uno scunre ^carvcirung iowoyt, als in grb 
tcu, und Ringen-Silhouetten.. Marl kan von allen Proben bey ihm zusehen bekommen; 
sein Aufenthalt allhier sehr kurz seyn wirdso bittet er Liebhaber seiner Arbeit, ihn bal 
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fehlen zu beehren. Er logirt in der Franksurrerstraße Nr. 54. 
HUI Berp< 
Da aber 
bald mit Be- 
Z8) Nachdem im künftigen Monat August dieses Jahrs die Verpachtung des jetzigen Later, reriör'tM- 
des in der hiesigen Residenz zu Ende gehet, unddaherd Zu einerandern Ve«Pachtung anfDenncrs- 
stuf 
Zürstr.
	        

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