Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1792, [2])

t %4 Bekanntmachung von verschiedenen Sachem 36. Stück. 
vermeynen, und solche zu beweisen im Stanke sind, aufMoutag dm künftigen Menati 
hiermit v<rabladet, um sodann zu gewöhnlicher Molgenszert in der Receffirfiude Kürst!. KrtegS- 
Collegii durch anreichend bevollmächtigteAnwälde zu erscheinen, mittelst Vorlegung derer diu, 
über in Händen habenden Urkunden ihre Forderungen gehörig zu liquidsten, und darauf rechtl. 
Erkenntniß, im Aurbleibanzsfall aber zu gewärtigen, baß sie damit weiter nicht gehört, sondern 
der- nach Bezahlung der etwaigen Schulden, übrige Nachlsß an de- Desuncir Erben abgegr, 
ben werden soll. Casft! am sütrn Aug. 1792. 8. H. Lriegs - Collegium das. 
c) Nachdem bey Fürst!. Hofgericht die Erben des verstorbenen Herrschaft!. Wagcnmeister! 
Johanne- Motz sich erklärt hadru, büß sie die Erbschaft anders nicht als cuín beneficio leghi 
inventara anzutreten willens seyen : So werden alle diejenige, welche an dem Nachlaß beèDefuncli 
einige Forderungen und Ansprache zu haben vermeynen, hiermit vorgeladen, In dem Diensttags 
den Zoten Octob. dieses Jahrs zu gewöhnlicher MorgenSzeit aufFürstl. Hofgericht anberaumt« 
Termin, entweder in Person oder durch hinlänglich bevollmächtigte Anwälde zu erscheinen, thu 
Forderung ordnungsmäßig zu liquidiren und darauf rechtliche Erkenntniß, im Arr-blübungü 
fall aber der Präclusion bey diesem Liquidations-Verfahren ohnfthldar zu gewärtigen. Castri 
den siten Aug. 1792. Lürstl. Hess. Hosgcricht daselbst. 
• Steckbrief. 
Nachdem unterm heutigen Tage nachstehender Steckbrief eingelaufen ist: 
Demnach der bisherige Fürsil. Post-Secretair R. N. Krauß, einen mit der Post von Hamburz 
hierhergekommenen Beutet mir 7^6 Rth'.r. »7 Ggr. untergeschlagen , und als solches entdecket 
worden, sich gestern aufdre Fluche degàn: Ms ersuchen wir a8e Ob;igelten, welchen dir, 
ser offne Steckbrief wird zu Händen kommen, in subfidium juris & sub oblatione ad recipro 
ca , auf brmeldeten N. N. Krauß in ihren Gericht-, Bezirken genau st vigiitren zu laße«, 
denselben imVetrrtungsfall zur Haft zu bringen , und uns davon zu benachrichtigen; dem 
nächst aber denselben an uns gegen gewöhnliche «.eversale« und Erstattung der Kosten veras 
folgen zu lassen. Es ist gedachter Krauß zwischen '30 »r 6 40 Jarren, von kleiner etwas m 
tersätzigrr Statur, chst ein bräunlich Gesicht und schrrqrzbraune Haare, an der linken HM 
mit welcher er fast beständig zittert, etwas gelahmet, auch ist der Unke Fuß etwas geläbrrirl 
und einwärts gobengrt, bìy seiner Flucht ist er mit einem bräunlich eu Klei- e, rother Weß 
mit Golde und ledernen Beinkleidern beNeidrt gewesen. Gegeben Braanichweig den rten Mj. 
1792.. Bürgermeistere uns Rath hresilbst. 
Eo werben jede Orts-Obrigkeiten hierdurch ersucht, auf besagten Pr ft-Secreta ir Krauß di 
«achsamrs Auge zu haben, denselben im Betrctt ngs-Falle zu arretsten, und davon Fürst! 
KriminaL - Gerichte achter unverzügliche Nachricht zu ertheilen. Cassel den sten Aug. Í79J. 
tzürftl. Hess. Rrimiuai - Gericht allhrcr. Schödde, Assessor. 
Bücher zu verkaufen: 
1) In der Waisenhaus - Buchdruckercp sind nachstehende VcrlagSbüchcr, für beigesetzten Preis zr 
haben: i) Erddeschrribung der Hessischen Lanie, Casselischen Antheils, mit Anmerkmrgcn M 
-er Geschichte und aus Urkunden erläutert, von Regn. Engelhard, Fürsil. Hess. Kr iegsrathrj 
2 Theile, Druckpapier i .Rthlr. i2.Ggr. auf Schreibpapier gedruckt, 2 Rthlr. 2) Beyträge z« 
Beschreibung des Kirchenstaats der Hessen - Lassesifchen Lande, gesammlct und mit vermischtki 
Anmerkungen begleitet von <L w. Cedderhose, Fürsil. Hess. Rath und Reg. Archivarius. Dr»^ 
pap. i8Ggr., Schrvp. i Rthlr. g) Eine Handbibel, nach der deutschen Uebersctzung D.Hiiit 
Luthers, mit vollständigen Summarien über jedes Kapitel, und verbesserten Parallelen; rich' 
einer Einleitung, selbige mit Nutzen zu leftn. Cs ist diese Bibel, nach der Hattischcn, als dir 
der fehlerfreyestcn Ausgaben, abgedruckt; die, den Kapiteln vorgesezte Summ-arieu, welcher, 
de» gewöhnlichen HündhjHel-Ausgaben, selbst in den Hüttischen, meist zu kuxz und unbestimmt, «u:
	        

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