Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1791, [1])

May. Bekanntmachung von verschiedenen Sache». 48 - 
5) Die Igft. Grrdrnthe Meylen erbietet sich, alle Lapezierarbeiten, §ksr Sofa, Stühle, 
Bett- und Fenstervorhange n. bergt, sowohl in der Stadt, als auf dem Lande, und zwar 
Stück« ober Tageweise, wie eS einem gefällig ist, für einen sehr billigen ^ei», zu verferti 
gen. Da sie tine Waise, und bey einem siebenjährigen unglücklichen Proceß alle daS Ihrige 
zugefezt : so ersuchet sie dieAdelichen Herrschaften, und die vom bürgerlichen Stande, die der 
gleichen Arbeiten zu verfertigen haben, ibr doch diese Arbeit zu gönnen; sie versichert, solche 
recht gut zu machen. Sie wohnt in der Paulistraße an dem Kaufmann Hrn. Btndernagel. - 
6) Der Uhrmacher, Z. Labhart macht hiermit dem Publicum seinen Gönnern und Freunden be 
kannt, daß er seine Wohnung vor dem Schloß verändert, nnd nunmehro in der Schloßstraße 
in des Kaufmanns Hr. I. G. Krmer Behausung, Nr. iZz. wohnhaft, er recommandirt sich 
fernerhin eines geneigten Zuspruchs, sowohl in neuer Arbeit, als auch tu Reparation von alle» 
Sorten Uhren. 
7 ) Bey dem Kaufmann Jenas Pfeiffer am Markt, sind schöne frische Citronen, 40 Stück für 
lRthlr. mld recht guter Brobanrer rvthblühender Kleesaamen, in billigem Preis zu haben. 
8) Die Lieferung des zur Mvntirnng des Hochl. CorpS, zu Ende des Monats September 179s. 
erforderlichen blauen Luchs und 8utter-Boys in verschiedenen Farben, soll Sonnabends den 
4♦ Iuntus d. I. öffentlich iicmrt, und rack Befinden an die Geringstfordernde veraecordirtwels 
den. Es wird daher solches allen einländischen Tuchmachern hierdurch bekannt gemacht, da 
mit diejenige, welche dergleichen Lieferungen übernehmen wollen, und daß sie dazu im Stande 
find, mit obrigkeitlichen Jeugnissrn darthun können, sich am gedachten Tage auf Fürst!. KriegS- 
Collrgto alhier, Vormittags um Y Uhr, einfinden, und ihre Forderungen zu Protokoll gebe» 
wögen. Cassel bm 10. May 1791. < Aus S. Rricgs-Lollegic». 
9) Bey der Witwe, Hof-Kröpnin Lutter, hinter der Mauer, Inder Weißbinder SchmidtenBe- 
Hausung, sollen alle Sorten Ofen verkauft werden. 
10) Beym Cichorien-Fabrikant, N colaus Steinmehl, wohnhaft auf dem Marffällerplatz, an 
der Roftn-Apotheke, find in Pakets eingeschlagene Cichorien in und x Pfunden, 9Pf. 
für i Rrhlr. ungebrannte aber 12 Pf. für r Rthlr. zu haben. 
n) Es ist bey dem Schneidermeister Wachenfeld ein silberner Löffel zum Verkauf gekommen, 
welcher allem Vermuthen nach, gestohlen seyn muß, wünscht, daß der Eigenthümer sich davon 
anzeigt. 
ir) ES wird ein starkes Pferd, welches ohne Fehler, «nd sowohl zum Reiten als Fahren gebraucht 
werden kan, gesucht. 
iz) Joh. Maria Winklern, ln des Bauverwalter Hr. Langen Behausung ist gesonnen, jungen Kin 
dern , sowohl im Christenchum als auch im Stricken u. Rehen und aller weiblichen Arbeit Unter 
richt zu geben. . 
14) Ein eiserner Pyramiden-Osen mit 2 steinernen Füßen, 2 große gegossene Brandeisen und 2 Ka 
min - Vrandeifen, auch eine große Feuerzange, »großer Schieferstein, vierekigt, rH Fuß, 
breit und beinahe 3 Fuß lang ; stehen zu verkaufen. 
15) Bey dem Ober - Post - Amis - Wagenmeister Soppe alhier, find dermalen wiederum von denen 
besten Sorten frischer Luzerner - Teutschen und türkischen Kleesaamen oder Esparzette, inglei- 
chen voa allen Gattungen gute Garten - Sämereyen, um die billigsten Preise zu baden. 
»6) Der, bey dem Hrn. General-Lieutenant von Jungken tu Diensten gestandene Koch Mann-, 
nunmehro Wein- Concessivnist, auf der Oberneustadt in der Witwe Frau Schmidten Behau- 
fang wohnhaft, wacht bekannt, daß bey ihm verschiedene Sorten Rbetn- und Franzweine, Cbam- 
pazner, Burgunder, Mallaga, Muscateuwein, auch Arack und Margenux, zu haben sind. 
»7) Bey dem Sattlermelster Wimme! in der Eltfabetherstraßr. siebt ein neuer Wagen mit Leiter» 
und Scheere sür ein« und zwey Pferde eine halbe Cbaise und ein neues Kariol, zu verkaufen. 
18) Bey der Witwe Kaufmann Langin in der Murtinistraße, find Morgen- und Abends, Spar 
geln vom besten Geschmack, um die billigsten Preise zu habe». 
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