Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1791, [1])

^Bekanntmachung von vesschiedènen Sachen.' 
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AprLl. . 
46) Bey dem Tsbacksfabrikanttn Plaß an der Fuldabrücke, sind in dieser Messe die Preise: roth 
AB. Nr. 1. $4Pf., Stadthauß 6^ Pf., Wilhelmstein z u. z^Pf., gelb und sehr leichtEng- 
lischru s bis 4^ Pf., drey Moren-Kroll 4^ Pf. ha b. Knaster 34 ». 4è Pf, Plast, Taback 
H'Pf*' Bolongaro x^Pf, St. Omer »4 und 5 Pf., Holländer 5 Pf., Violet zPf., alles 
für t Rchlr. Spaniol rer besonders gut ist, das Pf. ro Ggr. Donko sGgr. alles in gesie» 
gelten Paketen, diese Tabacks sind so eingerichtet, daß manim Rauchen keinen Brand auf der 
Zunge, noch weniger e neu Dwck auf der Brust ve: spührct. 
47) Dienstags den 12. April, Vormittag um 9 Uhr, sollen zehen Stück Herrschaft!. Pferde im 
Fürstl. Marstall dahier, durch öffentliche Versteigerung, an die Meistbietend; verkauft werden. 
Kauflustige wollen demnach zur bestimmten Zeit sich dafe.'bst einftnden. Cassel den zr. Marz 
1791. Breve, Stallsch e.ber. - 
48) Montags den 4. April, sollen allhier in der obersten Petristreße, in der Karserschen Erbe» 
Bchausung, verschiedene Mobilien undEffrcten, an die Meistbietende gegen basre Bezablunz 
verkauft werden. Kauslieshaber habe» sich also daselbst des Nachmittags um 2 Uhr cinz finden. 
Cassel den zoten Marz 1791. 
49) Ein Schreib-Comtoir, ein Meisterstück, ganz fertig, stehet bey dem Schreinermstr. Krug k» 
der ELisabetherstroße, um billigen Preis zu verkaufen. 
50) Es soll Montag den i8tcn künftigen Monats Apnl, des Vormitt-gS um 9 Uhr, das vor 
handene Jäger-Breunhvlz zur Waldau, so in auserlesenem gutem und trockenem B'chen- 
Scheit-Holz bestehet, Klafrerweise, an den Meistbietenden gegen baare Bezahlung im J.g r, 
hos zur Walbau verkauft werben, welches hierdurch bekannt gemacht wird. Cassel den zoien 
April 179». Vigore Commiflionis. Bamr. 
51) Bey dem Kaufmann Helwnth ist schöne Butj. Butter, 5 Pf für 1 Rthlr., auch frischer 
Kleesamen, Buxbaum und schwarz Ebenda!;, alle Sorten Rauchtoback, so wie alle Dro- 
guerey -Farbe und andere Waaren, In den b lstgsten Preisen zu baden. 
52) Herr Chenale, d. ält. Bijouterie-Händler aus Coblentz, empsiehlet sich, und ist anzutreffen 
auf der Gallerie Nr. m. 
53) Eine unverheurathete Mannsperson, so Puder und Stärke von der besten Art zu machen i« 
Stande ist, wird gegen einen guten Gehalt, sogleich verlangt. Nähere Nachricht bekamt man des 
halb beym Verwalter Senff im lutherischen Waisevhause. 
54> Es wird ein unverheuratheter Mensch, welcher das Brandewein-brennen verstehet, und deS- 
falls sowohl, als auch wegen seines Fleißes und guten Aufführung beglaubte Attestate vorzei 
gen kan, in eint Brennerey, ohnweit Cassel, gegen billigen Lobn verlangt. Nähere N chricht 
stehet bey dem Gastwirt- in den drey Rosen auf dem Siechenhof zu haben. 
55) Eine Frauensperson, wohnhaft in der Schlvßstraße Nr. 151. erbietet sich alle Damens-Arbeit 
nach der neusten Mode zu machen. 
56) Vor dem Frarkfurterthor bey dem Gärtner Bastard, sind Winter-Levkojenstöcke, M'nter- 
kraut, Blumenkohl, Artischocken und Darmstädter Spargen - Pflanzen, billigen Preises zu haben. 
'* » * , . 
57) ES haben die Dieterichsche Erbem ihr Elterliche- Haus in der obersten Druselgasse gelegen, 
für eine gewisse Summe Geldes verkauft! wer was daran zu fordern hat, wolle sich Zeit 
Rechten» melden. 
t I T 
Allen Freunden und Bekannten, mache ich stätt der sonst gewöhnlichen Trauerschreiben, den Tod 
meiner herzlich gelobtesten Ehegattin, Sophia Louise, gebohrve von Gilsa, welcher am2öten 
d.M. Nachmittag» 2Ubr, im Z7ten Jahr in einem zu frübzetrtgen unglücklichen Wvchnbett 
erfolgt, bekannt, und da ich von aller Tbellnahme an diesem mich äußerst rührenden Kalle 
ohnehin versichert bin , verbitte mir alle -»vdolenzeu. Lützelwig bey Homberg in Hessen am 
Löten März 1791. vo» Dalrvigk, Land * Rath. 
Xx 2 B«.
	        

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