Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1790, [1])

84 Bekanntmachung von verschiedenen Sachen. Grüek^ 
ft», entkommen, und dem Vernehmen nach, von zwey Handwerköbursche», so den Weg nach 
Homberg genommen, mitgelockt worden. Da mir nun an dem Hunde gelegen, so ersucheich 
diejenigen, denen dieser Hund etwa zum Verkauf anzeboten werden solke, mir gefälligst Nach 
richt davon zu ertheilen, maßen ich demjenigen, der mir den Hrur- wieder verschalst oder da» 
- z» behülflich ist, ein gutes Trinkgeld verspreche. Obervvr schütz den lyten Januar 1790. 
V Hemmerich, Herrschaftlicher Förster. 
30) Vermöge gnädigen Befehls von Hochfürstl. Ober-Reuth-Kammer soll «in Theil Busch« 
und Stammholz von denen in der Aue, vhnweit dem Pförtner Diedrich, ab- und ausgehaue- 
neu Pappelweiden -Bäumen, meistbietend verkauft werden. Es wird daher solches, und dast 
Freytags den 2yten dieses Monats, Morgens um yUhr, mit dem Verkauf angefangn werden 
wird, auch sich vieles zur Schreiner- und Drechsler - Arbeit besonders taugliches Gehölze dar 
unter befindet, hierdurch öffentlich bekannt gemacht. Cassel dea 2r. Jan. 1790. Lange. 
-I) Die Erhaltung derer Gebäude bey einer entstandenen Feuersbrunst, ist ein Gegenstand, der die 
Aufmerksamkeit einer wohkeiugerichtetcn Polizey erfordert. ES ist dahero.schon in vielen Landern 
eine dem Zweck angemessene Verordnung gemacht worden; es fehlet aber leider noch an denen nö 
thigen Lösch'Jnstrumcnten. Feuersprützen find zwar aller Orten, aber von so schlechten Einrichtung 
Hen, daß solche nur selten das leisten, was sie leisten sollten. Dieses bewog mich, die Einrichtung 
der Feuersprützen genauer zu unterjuchen, Proben zu machen, und solche alsdann dem Publicum 
vorzulegen. Nachdem ich nun verschiedene Feuersprützen mit dem größten Beyfall an einige Com- 
rnunen abgeliefert habe: so will ich hiermit meine Arbeiten öffentlich bekannt machen. Ich verfer 
tige demnach: i) Feuersprützen von verschiedener Größe, nach der bequemsten Einrichtung, so, daß 
die Sprütze und Arbeiter zugleich auf den Wagen sichen; das Stück zu 260 bis qZo Rthl. 2) Feuer 
spritzen, welche'getragen werden können, und welche in Dörfer und Meyereyen gebraucht werden. 
Eine solche Sprütze kostet 60- 90 bis 100 Rthlr. 3) Doppelte Eimersprützen. Diese werden durch 
ZMann bedient, und können bey Feuer in Küchen, Schornsteinen und Bodens, wo man mit an 
dern Sprützen nicht beykommen kan, gebraucht werden. Sie treiben das Wasser ohnunterbrvchen 
36 Fuß hoch. 4) Einfache Eimersprützen. Diese werden durch i Mann bedient, und leisten das 
, neMkiche wie die Sprütze Nr. 3, nur wirft sie nicht so viel Wasser, weil sie nur einen Schlauch hat. 
Das Stuck kostet 18 Rthlr. 24Mgr. 5) Hänfene Schlauche, ohne Nach, ganz rund gewebt, sie 
übertreffen die ledernen Schläuche weit, sind wohlfeiler und dauerhafter als diese; das Pfund ko- 
i ict 21 Ggr. 6) Hänfene Feuer-Eimer. Diese sind denen ledernen weit vorzuziehen, weil sie 
eichter zu transportircn, und keinen Schaden verursachen kömmt, wenn jemand damit geworfen 
wird. Das Stück kostet 1 Rthlr. 4 Mgr. 7) Einen Wasser-Zubringer, daß man also nicht nö 
thig hat, das Wasser herbeyzutragcn, cs sey denn, daß solches allzuweit von dem Ort, wo die 
Sprütze stehet, entfernet seye. Die Bezahlung für die Feuerspritzen, hänfene Schläuche und 
Eimers geschiehet ittf 20 Fl. Fuß, jedoch so, daß das Geld für die Schlauche und Eimers jedesmal 
bey der Bestellung posifrey mitgeschickt werden muß. Bey Bestellung der Feuerspritze!» hingegen 
kan die Bezahlung in 2 bis 3 Terminen, oder nach einem darüber aufgesetzten Contract geschehen. 
Zur Sicherheit des PnblicümS werden alle meine Feuergcrathfthaften vor der Ablieferung probirt, 
«nd durch eine dazu angestellte Commission untersucht, ohne deren Genehmigung keine von diesen 
außer Landes gebracht werden wird: Auch siche ich 2 Jahre für allen Schaden, der durch meine 
Schuld entstehen sollte, und erbiete mich, solchen ohnentgeldlich wieder zu ersetzen. Arolsen, im 
Waldeckischen, den 3. Jan. 1792. . „ Haarbufch. 
A2) Die Lieferung verschiedener - zum Behuf des hlbl. Korps erforderlicher und Ende September 
d.J. abzuliefernder Montirungs- und Equipage-Stücke, soll, nach de» bestimmten Modellen und 
Lcfi'eaelten Proben in nachfolgenden Terminen an die Geringstfordernde überlasten und zugeschlagen 
werden, nemlich: 1) den 13. Februar d. 3 . die Tressen, Schnüre, kort d’ep<k^ Halsbinden, 
Hüte und Federbüsche, auch Knöpfe, Haken und Oese, für Officters und resp. Gemeine; 2) den 
so. Februar die Officiers - und Gemein« . Mvntirnngstücher und Kirseye, nebst Sammt, Da- 
. . mast
	        

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