Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1790, [1])

Stück iz. Sieñbrics. M 
zS^Dèr hiesige Schutz- Jude, Jtzkg Mqycr, warnet jederàss, "feinem 'Bàscherr, Miche? 
Samson, aus Wauuiried gebürng, nichts zu borgen, nei! er für n'-chts stehet. 
3 t) Da die Ziehung der zteu Klasse 34ten hiesigen Lotterie nächstkünstigen Dienstag, den Zotest 
und z Ucn dieses, ohufehlbar geschiehet: so wird solches dem Publiko, um derselben nach Be 
lieben beywohnen zu können, hierdurch bekannt gemacht. Cassel den 24^ Marz 179^ ^ 
Aus Lürftl. Klassen - Lotterie. 
Vorl. d Gl. a) Llkle diejenige, welche an der Verlassenschaft des vor kurzem verstorbenen Schau-, 
fp'elers Reinhard einen rechtsbegründeten Anspruch zu haben vermeynen, werden hts-'vàch'ver- 
abladct, solchen in dem ans den roten April d I. anberahmten Termin, ordnungsmäßig zrr'lri- 
quidiren und zu begründen, oder eö haben solche zu gewärt'gcu, daß sie hernach damit nicht 
weiter gehört, sondern von diesem Liquidations-Verfahren ganz ich abgewiesen werden. Cassel 
den 24. Marz 1790. 8. H. Hofgerichr dafctbft. ^ 
d) Auf Ansuchen der Benesicial - Erben des verstorbenen Stadt-Kämmerers Johann Dastie! 
Grandidtcr, ist zu Untersuchung dessen Vermögens-Zustandes peremtorischer Termin, Huf 
Dienstag dm löten Znlii anderahmt worden. Es werden demnach alle und jede, welche 'am 
besagten Dtadt-Kämmerer, Johann Daniel Grandidier, Fordernugen zu haben ve«neyà, 
hiermit ein und für allemahl vorgeladen, daß sie tm bestimmten Term?« vor hiesigem Stadt 
gericht zu gewöhnlicher früher Gerichtszeit erscheinen, ihre Forderungen angeben, begründe« 
und darauf rechtliches Erkenntniß abwarten; widrigenfalls aber erwarten sollen, daß sie wei 
ter nicht gehört, sondern präcludttt, und der Grarrdtdiersche Nachlaß gehörig vertheilt werde« 
wird. Cassel den 3ten März 1790. Bürgermeister und Aach daselbst. 
Steckbrief. 
In der heutigen Nacht vom irten auf den rzten dieses Monats März sind in dem dahiesige« 
Amtsort Llltendorf, vier Pferde aus den Ställen^ vermittelst Ausdrechung der Wänden und 
Eröfnung der Stallthüren, gestohlen worden, welche nachbeschriebene Farben und Zeichen m 
sich haben, nemlirl) : 1) ein schwarzes Mutterpferd mit einem kleinen weißen Blümgen vorm 
Kopf und einem weißen Hinterfuß. 2) Ein schwarzer Wallach mit einem Blümgen vorm Kopf 
und mehreren grauen Stechhaaren um dieAngen und dem Kopf, daun hat er noch etwas weiße 
Haare an einem Hinterfuß in der Kökw, und ist ohngefehr rrjährig. z)Ein anderer schwarzer 
Wallach mit einer großen runden weißen Blesse, zjähriz. 4) Ein zjährigeö ganz schwarzc» 
Mutterpferd, und sind sämtliche Pferde von Mittclschlag. Da nun die Bestohlene sehr hart 
hierunter betroffen, nicht weniger auch der Gerechtigkeit daran gelegen ist, baß die Diebe aus. 
findig gemacht und z» Haften gebracht werben, auch die Beschädigte zu dem ihrigen wieder 
gelangen mögen: so werden sämtliche Obrigkeiten'andnrch zur Hülfe Rechtens ersuchet, auf 
' vorbeschriebene Pferde, und diejenige, welche solche bey sich führen werden, e!n wachsame» 
Luge zu halten, sofort dieselbe im Betreten, arretireu, und dem dahiesizen Amt gcfällilgc Nach 
richt zugehen zu lassen; wobey man noch bemerken muß, daß gestern 4 unbekannte Manns« 
krrle mit blauen Kitteln auf ungangbaren Orten in dasiger Gegend sind gesehen worben, auf 
welche sofort ein vorzügliches Augenmerk gerichtet werden wolle. Raumburg den iztenMärz 
1790. Lhuxfürstl, Mamzisches Amt grillar und Naumburg. . 
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tus sive Acta publica,. oder allerhand denkwürdige schriftliche Handlungen it. 4 Theile Fol. 
Es. % 173?»
	        

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