Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1790, [1])

Stück-. 
Bekanntmachung Don verschiedenen Sachen. 
ii 
li) Zukünftigen M»nt»g, den Zten Marz, soll in der Martinistraße Nr. 59. des Nachmit 
tags um 2 Uhr, eine Auktion von Zinn, Kupfer, Messing, auch «Lllberwerk, Uhren. Bette, 
Leinen, und allerhand Hauögeratbe, an den Meistbietenden gegen Lame Bezahlung veraucti»- 
niret werden: Kauflustige können sich zu selbiger Zeit cinfinden. 
34) Es hat jemand eine gelernte Lerche zu verkaufen, weiche pfeifet: mein Gemüthe erfreuet 
sich, und den Dessauer-Marsch, benebst dem Trompeterftüctchen. Weitere Nachricht ist zu er 
halten in der Unterneustadt auf dem Kirchhof in Nr. in 7. 
25) Auf der Oberneustadt in der Carlsftraße in Nr. 73 » stehet in der bel Etage ein wohlconbitio- 
virtes Klavier von 5 Oktaven lang, mit dem darunter gehörige» Gestelle, auö der Hand um 
einen billigen Preis zu verkaufen. 
26) Die für die hochlöbl. Eavallerie auf das künftige Jahr erforderliche und zu Ende September 
d. I. abzuliefernde: Sattel mit Vorder, und Hinterzeuch, für Reuter und Husaren, Wasser- 
Trensen, Striegeln, Mähnenkämme und Scheeren, ingleichen die Larterschen und Wasser« 
bürsten, sollen den 6. März d. I. an die Gertngsi'fordernde verakkordirt werden. Allen ein- 
landiscken Fabrikanten und Professipnisten wird daher solches bekannt gemacht, damit diejenige, 
welche dergl. liefern wollen, und durch obrigkeitliche Attestate darthun können, daß sie solches 
> .zu leisten im Stande sind, sich Vormittags um 9 Uhr, auf Fürst!. Kriegs, Kollegw einfinden, 
ihre Forderung thun , und sodann das Weitere gewärtigen, wobey jedoch nachrichtl. bemerkt 
wirb, daß nach Endigung dieser Licitacion kein weiteres Gebor mehr angenommen werden soll. 
Cassel den 17. Febr. 1790. Uns 8» ä» Kriegs-Lollegio. 
-7) Boshaften und gottlosen Verläumdungen ist zwar jeder redliche Mann ausgesetzt; wen« 
aber jedoch ein ehrlicher Mann nicht stets dabey gleichgültig seyn kan r so habe einem geehrten 
Publico, brsonders aber allen meinen Freunden und Gönnern, andurch bekannt machen wollen, 
- daß seit einiger Zeit die größesten fälschlichsten Verläumdungen, von einem gewissen Manne 
gegen mich auSgefchrien worden, und zu meiner Wissenschaft gelanget. Ob ich nun gleich die- 
*. sen schlechten Manne gehörigen Orts dagegen belangen, und bey der Obrigkeit um die Bestrafung 
und Rettung meiner Ehre bitten werde : so habe ich mich doch vorläufig genöthiget gesehen, 
dieses zu jedermans Wissenschaft bekannt zu machen; damit niemand dergleichen boshafte» 
Veriäumdern einigen G auben beymessen, vielmehr den Ungrund daraus ersehe» möge. Lip- 
poldsbcrg den 14. Febr. 1790. 8- Muth, Kaufmann. 
*8) Auf sem Gouvernemcntsplatz bey dem Kaufmann Grimmel sind, wie gewöhnlich, in den billig 
sten Preisen zu haben : bester Cyprischer und Engl. Blumenkohlsaamen, groß Braunschweig. 
Weiß, und Rothkraut, grüner krauser Wirsing, großer gelber Savoy, Ober- und Unterkohl. 
rabi, grüner-brauner-und P'.umaschen, Kohl, rothe und weiße Zwiebeln, beste Sorten Kopf 
lattich, Braunschw. lange Cichorienwurzel und alle sonstige frische, und, wie bekanntlich, ächte 
Braunschw. Ganensamerey, nebst den stets führenden Specerey- und Fettwaaren, viele Sor- 
. ten der besten Holländischen und ordin. Rauch- und Schnupftobacke, n. d. gl. 
jm) Nachdem bey der neuen Einrichtung des Kriegs - Rechnungs-Wesens zugleich die Verfügung 
getroffen worden ist. daß künftig sowohl bey der Haupt-Kriegs - als der Montirungs-Kasse, 
. alle Outttungen und Assi. Nationen von dem jedesmaligen Rechnungeführer- und nebst bewsikben 
zugleich von dem bey lebe Kasse angestellten Controllern- ( welches dermales bey der Haupt- 
Kasse der Buchhalter Hastenpflug, bey der MontirungS-Kasse aber der Registrator Gottsched ist) 
unterschrieben und ausgestellt werden sollen: So wird solches nicht nur sämtlichen Kriegs» 
Rechnungsführe» n, sondern auch allen übrigen mit einer dieser Kassen in Verbindung stehenden 
Personen» öffentlich und mit dem Beyfügen hierdurch bekannt gemacht, daß künftig keine an- 
. dere als die solchergestalt von beyden unterschriebenen Quittungen, oder-Anweisungen für gül 
tig angesehen werden sollen. Cassel den 10. Februar 1790. 
Aus Zürstlichem Kriegs-Rollegiv»
	        

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