Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1790, [1])

Stöcke 
Bekanmmñchung von Mschiedenen Sachen. 
IS* 
j) Es ist gestem gegen Abend aus einem Zimmer alhier, mittelst dessen gewaltsamer Erbre 
chung: i) eine goldene Damenuhr mit Steinen, wovon einer fehlt, besetzt und drey Steine« 
an dem Minuten-Zeiger und mit einem Afferblatte von Emaille, auf deren Rückseite ein 
; unter Glas befindliches ebcnfals mit Steinen besetztes Portrait einer Dame, so den Huch et 
was auf der Seite trägt, und woran die Uhrkette von Stahl, mit einem Haken, der Uhr- 
schiüssel aber von Tombak und roth unterlegt ist; 2) eine neue Officiers-Scherpe; 3) ein 
neues mit Silber besetztes Pallaschkoppel; 4) ein neues silbernes Porteepee, und 5) zwey 
Officiets - Easquets mit Frderbüschrn und einem rothen Rof,schweif, gestohlen worden. Alle 
Orts-Obrigkeiten werden daher in lublldium juris & sub oblatione ad reciproca ersucht, auf 
diese Sachen genau achten und deren etwaigen verdächtigen Besitzer arretiren zu lassen, dem» 
nächst aber baldmöglichst gefällige Nachricht davon anhero zu ertheilen« Zugleich wird be 
kannt gemacht, daß der Bestohlene demjenigen, der das Entwendete, oder den Thäter ausfin 
dig zu machen weiß, eine Belohnung von zwey Louisd'ors versprochen habe, welche denn 
demselben hiermit zagesichert wird. Hofgeismar den asten Januar 1790. 
8ürftl. Hess. Amt daselbst. Gössell. 
5) Es srüen die noch vorräthigen Früchte von 1789. für das Fürstl. Stift zu Rotenburg, be 
stehend in 7Vrtl. 8 Mtz. Weizen, 1 Vrtl. üZMtz. Korn, und 8 Vrtl. Hafer, Homb. Maas, 
«üf den Heydauer Fruchtboden befindlich , im Termin Montags den iten März d. I öffem- 
Ach an den Meistbietenden verkauft werden. Diejenigen, welche also Lust haben, di se Früch 
te anzukaufen, können sich ersagten Tags in hiesiger Fürstl. Renthercy, Morgens frühe u« 
9 Uhr, einfinden, ihr Gebot anbringen, und nach Befinden, jedoch salva approbatione Hochfürstl. 
Consistorii des Zuschlags gewärtigen. Sp-ngenderg den 27. Jan. 1790. Israel, 
d) Bey dem Weinwirth Hr. Burckhard vor der Fuldabrücke ist Braunschw. Mumme zu h>ben. 
¡rjj Dienstag den yten März, des Vormittags von 9 chis -2 Uhr, sollen bey hiesiger Fürstlichen, 
Frucht»Rentherey, und zwar auf dem Schlachthaus, einePartie alte Säcke, imgleichen auch 
eine alte Schnellwaage, meistbietend gegen alsbaldige edictmäßige Bezahlung verkauft werden, 
¡fe* Haußmann. 
z) Auf der Oberneustadt in der Carlsstraße in Rr.66. sind weiße Zuckerbohnen, zr Pfund für 
l Rchlr. zu haben. - . '■ 
9) Nachdem Montag den arten Februar d. I. und in denen darauffolgenden Tagen bey Hiesi 
ger Leih-Banko die verfallene Unterpfänder, an Pretiosis, Gold, Silber, Kupfer, Messing 
und Zinn - Geschirr, Tisch, und Bettltnnen, Manns- und Frauevs-Kleidungen und andern 
Sachen mehr, an die Meistbietende gegen baare und Kasscmäßige Bezahlung verauetionttt 
werden sollen: so wird solches hiermit bekannt gemacht, damit diejenige, welche ein oder an 
deres zu erstehen willens, sich an obgedachten Tagen, jedesmahl Nachmittags 2 Uhr, indem 
Bankohanse eiufinden, und ihr Gebot thun können. Cassel den 2ten Febr^L7yo. ; . 
Aus hiesiger Leih-Banks. 
10) Es macht der Gärtner Schelhase am Carlsthor hierdurch bekannt, baß bey ihm, wie durch 
viele Proben von mehreren Jahren gezeigt worden, alle Sorten ächte undausrichtige frische Ge» 
müs-Saamen, wie auch jungen Lattich und Bouquets mit allerley Blumen, billigen Preises 
zu haben sind. 
rr) Bey hüsiaer Fürstlichen Frucht-Rentherey sind alltäglich Viertels- und Metzenwetft, 
Erbsen die M'tze zu »Alb. SHlr., Wicken -Alb. 4 Hlr., Bohnen 7 Alb. 4 Hlr., Rauh» 
frucht 6 Alb. 8 Hlr , und Linsen 8 Alb. 6 Hlr. gegen alsbaldige Bezahlung in edictmäßigrr 
Währung zu habe«. Hausmann, 
rr) Es hat jemand erneu siebenjährigen braunen Wallach, so besonders zum Zug schicklich, um 
billigen Preis zu verkaufen; auf derLbernrustadt in Nr. 43, ist folcherzu besehen, und daselbst 
>^wey Treppen hoch das weitere zu erfragen. .<
	        

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