Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1788, [2])

Vom s?ten Oktober »788- 
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zugleich lmDeutschet!, als such im französisch- und deutschen Schreiben mit unterrichtet wer 
den soll, um sehr billigen Preis. Der Hr. Lteutena: t Kersiing daselbst gibt nähere Nachricht. 
L) Es ist dem Hrn. Lieutenant von Lindau ein Mantelsack verlohnn gegangen, entweder m 
Cassel oder zwischen Cassel und Wabern; worin sich rolgende Stücke befunden haben, 
als: einen blauen Ueberrock, ein Paar paille Weste und Hose, eine neue Pekesche, eine le 
derne Hose mit gelben Knöpfen, 6 Hmder, Zwey Paar Kamaschen, zwey Paar Schuhe, 
vier Paar linnene Strümpfe^ zwey Mützen, zwey Servietten: wer selbigengefuuden hat, 
wolle ihn dem Eigenthümer, gegen ein gut Trinkgeld, überbringen. 
6) Es ist der Witwe Jakob zum Dörnberg Caffrl-Amts Alme, in der Nacht vom roten auf 
den 27ten September ein braunes Mutkerpftrd, mit einem kleinen schwarzen Hengstfohlen, 
von der Weide weggekommen. Wer hiervon Nachricht geben kan, wolle dieses baldmöglichst 
gegen Erstattung aller Kosten bey dem Greben zu Dörnberg anzeigen. _ 
7) Das Portrait Sr. Hochs. Durch!. drS regier. Hrn. Landgrafen, ist jezt ganz neu m engl. Ma 
nier, und zwar in ganzer Figur, von Hrn. Schwenterley in Kupfer gestochen worden; eS 
ist bey demselben in der Königsstraße Ne. lio. neben dem schwarzen Adler, wie auch bey dem 
Hofkupferdrucker Herrn Müller in der Martinistraßr Nr. 19. desgleichen in dem Bilderladen 
auf dem Markte, daö Exemplar für 12 Ggr. zu haben. 
L) Ein Clavecin mit. einer Tastur von C bis F mit-Zögen, und gelben Saiten bezogen, von 
Mensur so, daß eS hohe Stimmung hat, dessen Ton ist vortreflich, noch in besten Umständen, 
mit einem Fußgestelle; wird verlassen für zoRthlr. und ist sogleich zu gebrauchen. 
9) An die K ub* Bedienten im Guiardschen Hause mag Niemand etwas an Geld oder Gelbes- 
werth, ohne einen vom Hrn. Regimentsquartiermeister Kleinschmtdt unterschriebenen Schein, 
verabfolgen lassen, wenn er seiner Forderung nicht verlustig seyn will. Cassel den ri.Oct. »788. 
10) Bey dem Schumachermstr. Friedrich Kord, in der untersten Johanuisstraße, sir d aller 
hand geflochten, und tücherneu Manns- und Frauenö-Wtuterpantoffrln, um billigen Preis zu 
haben. 
11) Madame Ecke hat sich, auf Zureden einiger Freundinnen, entschlossen, den hiesigen jungen 
Frauenzimmern, von Vormittag« y bis u* und des Nachmittags von 2 dis 4 Uhr, im Re 
hen und Stricken, im Filet, Merli und Spitzenneüen auf die feinste und neueste Art, auch in 
Putz - und Stickerei Arbeit, darzu in der französischen Sprache, Rechnen und Schreiben, 
desgleichen im deutsch- und französischen Brtefschre.ben, Unterricht zu ertheilen; und alles 
dieses um einen recht billigen Preis, monatlich. Sie wohnt in der Petrifiraße in demLeonhar- 
dische» Hause. 
12) Es soll künftigen Donnerstag, als den zoten dieses Monats, Nachmittags um 2 Uhr, vor der 
Fuldedrücke in Nr.6;Z. verschiedenes Hausgeräthe, auch Linnen und Kleidungsstücke, an den 
Meistbietenden gegen baare Bezahlung verkauft! werden. Kauflustige ibelieben sich zu obde- 
fiimter Zeit alda einzusi'nden. 
lg) Der Seidenfärber Selig macht hierdurch bekannt, daß er seine Färderey aus der Moriz, 
straße nunmehro an die Fuldabrücke ins gewesene Pfenmgsche Haus verlegt hat; es wird bey 
ihm gedruckt u.rd gefächt wie zuvor. 
14) Es ist das Heideckerische Hans in der untersten Jakobsstraße, um eine gewisse Summe 
Geld verkauft: wer was daran zu fordern hat, kan sich Zeit Rechtens melden. 
15) DaS Btldniß der regierenden 8rau Landgraf«! wilhelminen Carolinen U, H. von dem 
hiesigen Hofkupferstecher, Hr. Weise, nach einem von Hrn. Hofmaler Tischbein in Hanau ver 
fertigten Gemälde, in klein Foliofvrmat, in Kupfer aestochen, ist so eben fertig geworden, und 
bey demselben für iü Ggr. zu haben. Van dem Höchstverstorbenen Herrn Landgrafen Fried- 
rich II. samt d?ssen noch lebenden Frau GemaKn Philippinen Augusten Amalien R. H. so 
wie von dem jeztregierenden Durch!. Herrn Landgrafen Wilhelm IX. sind bey ihm die Ku 
pferstiche in eben dem Formate, und jedes für eben den Preis, von 16 Ggr. auf der KönigS- 
straße in Nro. 127. ebenfals annoch zu bekommen. x6)
	        

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