Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1788, [2])

Vom lten September 1788. 7ii 
- derselbe wo stehen gelassen, ober einem guten Freund geliehen worden, der selbst vergessen-, 
von wem: es wird also freundschastl. gebeten, wer thu hat, rö in der Waisenhaus- Buch- 
bruckerey anzuzeigen. ^ . 
io) Der Töpfermeister Marold, wohnhaft auf dem Frankfurter Thor, bat anjezo neu verfer 
tigte antike Säulen-Ofen, weiß glasurte Pyramiden und Ofenfüße; ohnglasurre Pyramiden - 
und Bogen-Ofen, wie auch deutsche Aussätze; alle» billigen Preise» zu verkaufen. 
tt) -4 Stück gute Lerchgarn sind auf hiesiger Oberneustadt in Nr. 5. um eineu billigen Preis 
z« verlassen. 
U) Da des verstorbenen Bürger und Metzgermeisier Hartmanns hinterlassene leidliche Erbe«, 
ihr Erb. Wohnhaus in der Essiggaffe, an den Herrn Bau - Secretarius Arend und dem Mar 
staller Asthauer gelegen, um und für Loo Rthlr. au» freyer Hand verkauft haben: so wirde» 
hierdurch bekannt gemacht, um, wennjemandwa» daran zu fordern hat, fichdey denen Etben 
melden könne. 
IL) In der Martinistraße Nr. 80. ist zu haben von allen Sorten Schlofferardeit. al»: eiserne po- 
lirte Betten, Sorgestühle, so zusammen zu legen, Maschinen zum Lesen, auch englische Ofen mit 
meßiugnen Zierrathen, eiserne Kasten, Bravdreutel, Schüppeu und Zangen, Bratenwender, 
Thüren- Fenster- und Komodenbeschlägen, es wird auch bestellte Arbeit angenommen. . 
14) Es ist verwichenen Sonntag auf dem Weiffeustein ein Spanische» Rohr mit einem länglich- 
te« goldenen Knopfe und einem abgetragenen grünen mit Gold untermischten Stockdande ver- 
lohrengegangen. Wer solche» gefunden hat, wird gebeten, es gegen «tu gutes Trinkgeld in 
das van RvhdischeHau-amStetnwege, dem Schauspiel.Director Hr. Böhm gefälllgst wieder 
zu dringen. - . 
15 ) Zum Behuf der hiesigen Salpetersiederey, wird eine beträchtliche Menge kurzer Kuh- und 
Pferdemist, und recht gut ««»gebrannte dücheue Holzasche erfordert. — Desgleichen zur Sal- 
miakfabrik verschiedene thierische Abfälle, Haare, Blnt, Hufe, Hörner, Knochen, Felle , und 
auch glänzender Kaminruß. Die nun ein» oder andere» bey einzelnen oder größeren Partien 
für einmal oder staubig zu liefern im Stande sich fiuden. können sich bey dem Werkmeister 
Jager auf der Salpeterfiederey melden, ihre Namen und Forderungen angeben, und die ge« 
gensetrigen Bedingviss« vernehmen; wobey zur Nachricht dienet, daß kein Vorschuß gegeben, 
hingegen jede Lieferuog sofort bezahlt wird. Die Asche muß von Kohle« und aller Bevmt« 
schung frey- und die Knoche» von der Art seyn, wie sie täglich t« den Küche» zu sammle« 
siehe». 
1») I« Nr.z»/. stehen einige Ladengeräthschaften, zum Bremer-Laden gehörig, zu verkaufen. 
17 j I» brr obersten Johannesstraße bey Hr. J.S Moiklet werden die abgetragene weiße und 
farbige lederne Handschuh in allen Farben als neue wieder aufgefärbt, mit weiß« oder färb!« 
« er Seide gestickt, fürs Paar r A b. »Hlr. mir feinem Zwirn gestickt, für» Paar s«ld. Bey 
emselben werden auch die verschmutzten ledernen Waschhandschuh wieder rein gewaschen. 
18) Es bat die Witwe Siederken und deren Tochter, verchitchte Jakobin, ihr Haus alhier Inder 
Lazarusstraße, zwischen der Witwe Kämfern und dem Braumeister Siehert gelegen, um eine 
Summe G-ld verkauft; wer uun daran was zu fordern, oder Näherkäufer zu seyn vermey- 
«et, «olle sich Zeit Rechten- melde». 
19) Bey dem Englischen Müller Woods, in des ehemaligen Bierbrauer Wagners Eckbehausung, 
fct der Earlsstraße Nr. 85 . ist fein und ordinatreö Weitzeamehl und Grieß im Großen und Kleine« 
auf Englische Art, tu» billigen Preis zu haben. Er kaust auch immerfort Wettzrn, und de« 
zahlt ihn, wen« er recht g«t ist auch aut. 
go) Herr Grebe ist gesonnen, eine Französische Schvle, sowol für Knaben als Mädchen-, anzu 
richten , und damit, sobald sich nur einige werd?« gemeldet haben, dev Anfang zu machen. 
Er wil, auf Verlangen, auch Stunden außer dem Hanse» «nd im französisch und deutschem 
Prpp pp - . . . . Schvei.
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.