Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1788, [1])

Vom szten JumuS 1788 » ZZ 9 
oder zu gewärtigen, daß sie von dieser Masse gänzlich ausgeschlossen «erden sollen. Großall 
merode den gten Inn. 1788. 8 ürstl. Stadtgericht das. Warneck. 
8 ) Ueber da- Vermögen des Quartiermeisters Henrich Schneider zu Aitmorschen, ist der förmliche 
Concurs - Proceß erkannt worden, und werden dahero dessen sämtliche Gläubiger hierdurch 
vorgeladen, ihre Forderungen bey Vermeidung der Ausschließung den - 6 ten künftigen Mo 
nath-vor hiesigem Fürstlichen Justiz, Amt Rechtsbehörig zu begründen. Spangenberg den 
27ten May »788. 8 ürstl. Hess. Amt daselbst. Pfeiffer. 
9) Da man nöthig findet, die Schulden de- hiesigen SchremermeifirrS Jacob Willen und des 
sen Ehefrauen zu untersuchen, um bestimmen zu können, ob sie mit dem Aktivvermögen in 
Verhältniß stehen: So werden diejenige, so gegründete Forderungen an denenselben zu habe« 
vermeynen, hiermit edictaliter vorgeladen, M.twochen den Zoten Julti d. I. vor hiesigem 
Stadtgericht zu erscheinen, und solche so gewiß in Person, oder durch genugsam Bevollmäch 
tigte zu liquidiren, al- gewiß dieselbe mit ihren Forderungen sonst nicht weiter gehöret wer 
den sollen. Homberg den röten May 1788. 8ürstl. Stadtgericht das. Lauer. 
jo) Der in hiesigen Fürstlichen Diensten gestandene Kammerdiener, Philipp Jacobi, hat nach sei 
nem erfolgten Ableben so viel Schulden zurückgelassen, daß sein geringes Vermögen selbige 
zu bezahlen, beyweitem nicht anreichrt, und es also die Nothwendigkeit erfordert, den förm 
lichen ConcurS, wie hierdurch geschiehet, zu erkennen. Nachdem nun zu völliger Angabe al 
ler Schulden und zu deren gesrzmäßigen Bescheinigung gewisser Termin auf den Lien Septb. 
d. I. anberaumet worden ist: Als werden alle und jede, so an gedachtem Kammerdiener eine 
gegründete Anforderung zu haben glauben, hiermit vorgeladen, alsdann Vormittags um 
9 Uhr entweder in Person, oder durch annehmliche Vollmacht, auf hiesiger Fürstlicher Kanzley 
zu erscheinen, ihre Forderunaen anzuzeigen, und seidige so gewiß hinlänglich zu bescheinigen, 
als widrigenfallrs die Zurückbleibenden zu gewärtigen haben, daß sie damit ferner nicht ge, 
höret, sondern von der vorhandenen Jacobischen Nachlassenschaft gänzlich abgewiesen werben. 
Auch wird denen Gläubigern hierdurch zugleich bekannt gemacht, daß man wegen Geringfü 
gigkeit des Nachlasses gesonnen, in dem angesezten Termin vor allen Dingen eine gütliche 
Auskunft, zu Ersparung der Concurskosten, besten Fleißes zu versuchen; fall- solcher Versuch 
aber fehlschlagen sollte, nach Vorschrift der Gesetze und Verordnungen weiler Rechtlich verfah 
ren werde. Rotenburg den Zoten May 1788. 8. H. Ranzlep daselbfien. 
Verpachtungen. 
i) Die zu Martini dieses Jahrs au- der Pacht gehende, der hiesigen Stadt zugehörige Srbleihe- 
Mühle, bcy Schreufe gelegen, welche aus einem Mahlgang, und einem Schlaqgang bestehet, 
und mit geräumiger Behausung, Scheuer und Stallung, nebst darzu gehörigen Ackern, 
Wiesen und Garten versehen. Und die bey hiesiger Stadt gelegene Schneid - und Schlag 
mühle, welche mit Ende dieses Jahrs Leihefällig wird, sollen in Termino Montags den 2lten 
künftigen Monats Julii auf ferrerweile ü Jahre, aus hiesigem Rathhause auf daS mehrefie 
Gebot Pachtweise, jedoch salva approbatione Hochsürstl. Steuer«Collegit, von neuem aus- 
gethan werden: die Pachtluftige können sich demnach in Termino von y dis »2 Uhr einsmden, 
und ihr G bot thun; vvrherv aber auch derer Bedingungen Halden, bey uns nähere Nachricht 
erhalten. Frankenberg den 7ten Junti 1788. 
Bürgermeister und Rath daselbfien. I. L. Reinhard, Cónsul. 
r) ES will die Frau Räthin Knobel, ihren vor der Unterneustadt im Hellewerder gelegenen, 
ohngefehr d Acker haltenden Wiesenkamp, an den Meistbietenden auf 3 nachein.ander folgen 
de Jahre verpachten, und ist hierzu der sate Jun. bestirnt: Liebhabere können sich an besag 
tem Tage Morgen- i»Uhr in des Herr» Ober - Ehirurguö Amelung Behausung, bey dem 
Herrn Rath Murhard angeben. 
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