Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1788, [1])

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iiM Stück. 
4) Bey der Wittib Frau Iba auf dem Brink Nr. zis. ist von allen Sorte» Stempelpapier und 
gedruckte Vollmachten zu haben. Auch hat dieselbe dermahlen einen Vorrath Bu^daum in 
ihrem Garten vorm hollaadrschen Thore gegen billigen Preis zu verlassen. 
5) ES stehen eine Anzahl noch neu und sehr wohl eingerichtete Vogelhäuser, worunter 2 zur He 
cke srhr bequem und r grün angestrichene Lerchenhauser, aus freyer Hand zu verkaufen; nähen 
Nachricht ist bey dem Kramer Darrte auf dem Töpfenmarkt m Nr. 857 « zu haben. 
6) Da vsn Hochfürst!. Hessischer Kriegs- und Domainenkammer noch eine Quantität Riga« 
Tonnenlein verschrieben worden, welcher nächstens bey mir abgesetzt wird uns an die Unter' 
thanen zur Aussaat abgegeben werden soll: so wird oieses hiermit bekannt gemacht, daw.il 
diejenige, «eiche sich noch keinen schreiben lassen, sich in Zeit z Wochen bey mir n eiden. Di« 
Verabfolgung aber kan nicht anders als auf glaubhafte Attestate von Greben und Vorstehern, 
daß die Bezahlung zu Martrnitag ohnfthlbar geleistet wird, geschehen; und wird hurnachj! 
der Prris vor Michaelitag bekannt gemacht werden. Cassel, den zm März 1788. 
Haußmunn. 
7) Bey dem Handelsmann Herrn Heinrich Bode, in der Carlshafer Snaße, siad außer seine« 
stkts führenden Specerey-und andern Waaren, be,onderb woh>gebrannte und gemahlme Crcho« 
rirn, in Pakets voni,;,^ und ganzeu Piunden, das Pf. 7 Alb., 4z Pf. für . Rttstr.; d.eje. 
nigen, weiche in größeren QiraEälen kaufen, haben sich noch billigere Pfeife zu verspreche«. 
Eine kleine Probe wud j-d,« belehren, doft dieser an Güte und Geschmack den AuslandiM« 
völlig gleichkommt. Aach sind bey ibm frische Braunschwetger und einiäubiiche Garten - eörr 
KücheuHemüse-SaaMea, aller Arien, billigsten Preises zu haben. 
8) Bey der Witwe Kaufmann Langen, in der Martinistraße, stehet eine Partie gut Rocken« 
stroh, wie auch Scvrzonnerwurzcl.Saamen, 9Pf. für iRthlr., einzeln bas Pf. um -Alb. 
" ju verkaufen. 
9) Der Wünbändler Herr Jacodi, auf der Oberneustabt in der Frankfurter Straße, Nr. 24, 
hat in seinem Garten vor dem Frankfurther Thore- schön gewachsene und bereit- tragbar« 
Zwetschen * Kirschen» und Pslaumenbäume um billigen Preis zu verkaufen. 
10) Die vorzügliche Güte der Gläser von der herrschaftlichen Spiegel-Manufactur zu Schwan 
zenfels, ist so allgemein bekannt, daß es überflüßig seyn würde, noch etwas zu ihrem Lobez« 
sagen; nur hat man sich zuweilen über den zu hohen Preis der berahmten Spiegel beklagt; 
da nun dieser Klage durch ein neues Tarif, wodurch der Preis der berahmten Spiegel um m 
merkliches herunter gesetzt worden, abgeholfen ist: so kann man von heute an, jedoch!« 
Cassel und Nieder-Hessen nur bey unterschriebener Commisswns-Handlung, und zwar nicht an« 
derS als gegen baare Bezahlung, von diesen vorzüglich guten Spiegeln in denen billigsten Prei 
sen kaufen. Cassel den. 10. März 1788. 3 vh. Conrad Iba, seel. Wittib. 
11) Bey dem Kaufmann Hr. Helmuth ist gute Butjenter Butter zz Pf. für 1 Rthlr., auch 
schon frischer Kleesaamen zu haben. 
,r) Bey dem Schreinermstr. Dietzel hinter dem Judenbrunne« in Nr. 8 n. sind in und ausser d« 
Messe zu haben: Kleiderschränke, grfirnisirte und beschlagene Kommoden, Schreib, rmö andere 
- Comtoirs, Tische, Rohr-und Küffenstühle, Sopha'S, Nachtstühle, Nacht Kommoden, und der 
gleichen Meubeln mehr; er reparirt auch Rohrrahmen um billige Preise. 
iz) Eine französische silberne und vergoldet gewesene Taschenuhr ist zwischen Fürstenhagen un& 
Lichten«« den 16* Febr. verlohren worden. Das innere Gehäufte ist stark verguldet; der Aas- 
zug der Uhr ist nach französischer Art oben auf dem Zifferblatt; der an derUhr gehörige Bügel, 
woran die Kette festgemacht, ist nicht mehr daran, sondern verlohren und die Kette ist mit einem 
Faden angebunden gewesen: Sollte nun der Finder so ehrlich seyn, diese Uhr gegen ein recht 
ansehnliches Douceur wieder heravszugeben, so kann er solche bey dem Schönfärber Schwarz 
in der Unteroeustadl abgeben, weil solche ein Erbstück und deshalb viel daran gelegen tstst 
Neun Viertel Korn stehen zu verlassen.^ Z \ ;\
	        

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