Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1788, [1])

?kes Stück. 
zr) Es solle« Dsnnerstag den ix, dieses des verstorbenen AeugwärterS, Capiiain Sommer nach, 
gelassene Effekten und Mobilten an den Meistbietenden gegen baare Bezahlung verkauft werden, 
und können sich demnach Kauflustige in dessen gewtsenen Logis neben dem Zeughaus über um 
s Uhr Nachmittags einfinden. Cassel den iZ.Fedr. 1788. Henemann, Garn. Audit. 
ßi) Alle und jede, welche rechtmäßige Ansprüche an de-verstorbenen ZeugwärterS CaptiainSvm« 
merS Nachlaß zu machen vermrynen, werden zu dem Ende hiermit öffentlich vorgeladen, um 
ihre Forderungen in dem auf Montag den io künftigen Monat- bestimmten Termin anzuge 
ben, und gehörig zu begründen; widrigenfalls aber zu g.wärtigen, daß sie damit gänzlich aus- 
geschlossen und abgewiesen werden sollen. Cassel den lg. Febr. 1788. 
yott Kliyphausen. 
Lt. Helnemann, Garnffons-Auditeur. 
I4) Wir Bürgermeister und Rath allhier zu Cassel fügen hiermit zu wissen, waSgestalten Wir 
zu Untersuchung des Status activormn et passivorum des abwesenden Weiuhändlers Johann 
Philipp Seipels, Termtnum präjudicialem ad liquidandum credtta , auf Dienstag den 8te» 
Julii fchterskünftig anberahmt haben. Wir cittren, heischen und laden demnach Euch sämt 
liche des Weinhändler- Johann Philipp Seipel- sowohl bekannte als unbekannte Gläubiger 
und wolle», daß ihr entweder in Person durch genugsam bevollmächtigte Auwälde in perewto» 
rio präfixo vor Uns auf hiesigem Stadtgericht zu gewöhnlicher Gericht-zeit ohnauöblriblich 
und in allem instruct erscheinet, und eure habenden Forderungen der Behörde liquidiret, in 
Unterbleibung dessen ihr zu gewarten, daß ihr weiter nicht gehört, sondern pro präclusiS ge 
achtet , und auf der geschickt erscheinenden Gläubiger liquidtrte Forderungen erkannt werde 
W. R. Cassel den 12, Febr. 1788. 
7 . - ' . Bürgermeister und Rach daselbst. 
- 5 ) TS soll da- Borwerk Marienrode bestehend in 303I Ack. Land, wovon zu 18 Virtel Aus 
saat zehndbar ist, 8rZ Ack. Wiesen, und i| Ack. Garten, 63 Ack. Huden, betgl. der freyen 
Schäferey und Mastfreyheit im Hackeroth und Buchholz von nächstinstehenden Perritag d. 3 p 
auf anderweite Zeit . Pacht aus gethan , oder auch auf Erbleihe gegeben werden: Nach 
dem nun zu dessen Au-bietung Termin auf Sonnabend den rzten Februar in Marienrode an 
beraumt worden; so wird solche- denjenigen, welche die- Vorwerk auf Zeit-Pacht, oderErb- 
leyhe anzunehmen gesonnen find, des Ende- bekannt gemacht, damit sie an besagtem Tage 
Vormittag- 9 Uhr an vorgenanntem Ort erscheinen, di« Bedingungen vernehmen, und ihr Ge 
bot thun können, wobey zugleich znr Nachricht dient, daß Niemand zum Bieten zugelassen 
wird, welcher nicht das vorhandene Feld, und Vieh »Inventarium baar bezahlen, und die er 
forderliche Caution stellen kan, und üderdleses, daß er ein guter Oeconomieverständtger ist, 
obrigkeitlich Zeugnisse vorzeiget. Homberg den rr..Februar 1788. 
Von Commission-wegen. Llesensteuder. 
Besondere Anzeigen. 
r) Ob zwar von de- Herrn Landgrafen Hochfürftlichen Durchlaucht gerne gesehen und denen von 
Abel, Räthen, Standes - und Militair.Personen, Kares- Handel- - auch auk ern reputirlichen Bür 
gers Leuten, einheimischen und Fremden vergönnet werden, derer Promenaden in dem Fürst!, 
grossen Au ' Garten respect, mit Fahren, Reiten und Gehen unter denen in der deshalb sub 
dato WtlhelmSbad den 30. Jun. 1786 erneuerten Verordnung enthaltenen Einschränkung zu 
ihrer Erholung und Vergnügen sich zu bedienen und dahero zu erwarten gewesen, daß ein je 
der seiner Schuldigkeit gemäß sich hiernach geachtet haben würde; So hat sich doch zum äus 
sersten Mißfallen veroffeubaret, daß diese huldreichste Vergünstigung nur zu sehr verkant, und 
an denen neuen Anlagen, auch sonst allerhand Unfug getrieben worden. Zu dessen Abwendung 
wird auf höchsten Befehl jedermann mt Staub und Würden er sey, hierdurch öffentlich bekant
	        

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