Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1787, [1])

4 Nes Stück. 
K) Es hat der Einwohner und Adel, von Baumbachische Gerichts-Unterthan Nicolaus Range 
zu Binsförth auf sein Vermögen so viele Schulden gemacht, daß bereits tmJahr 1781 von 
Amtswegen die Untersuchung des Vermögens- und Schulden-Zustandes desselben vorgenom 
men werden müssen, wobey sich dann und aus des Schuldners elgcnen und erblichen Gesiand- 
niß ergeben, daß schon zu der Zeit die Schulden das Vermögen um zz^Rlhlr. 20 alb. 2 hlr. 
überstiegen; dieweilen aber bamahlen dessen Creditoren demselben weitere Nachsicht gestattet, 
so hat man es auch dabey bewenden lassen; es trotten aber anjezt abermals verschiedene des 
sen Gläubigere auf, und haben ihre Kapitalien samt Zinsen gerichtlich aufgekündiget und ein 
geklagt, so wie sich auch eine Schuldforderung von zg Rthlr. 6 alb. 5 hlr. alter Zins-Rück 
stand eines der Gemeinde Binsförth schuldigen Vtege- Kapitals halber hervorgethan, einge 
klagt worden, und auf der Hülftvollstreckung beruhet, die sich unter den im Jahre 17.31 
liquidirten Schulden des Nicolaus Rangens nicht befunden, und die man zum Nachtheil der 
sich bereits im Jahr *781 gemeldeten hiernach st aber dem Schuldner auf sein bltt iches An 
suchen weitere Nachsicht verstatteten Creditoren Gericht!, beyzurreiden, so lange billig Anstand 
nehmen müssen, bis vorhin der dermahligeVermögenö.Zusiaub des Schuldners Nicolaus Ran 
gen, und in wie weit dessen damals liquidirende Creditoren befriediget, oder nicht befriediget, 
wie weniger nicht: ob sie dem Schuldner wettere Nachsicht gestatten, und nachgeben wollen; 
daß anjezt ein Theil seines Vermögens zur Befriedigung der auf ihre Bezahlung andrin 
gender Creditoren genommen und verwendet w.-rde, gerichtlich, uni er sucht worden ist; demnach 
werden alle und jede des Nicolaus Rangen so bekannte als unoeLanute Gläubiger hierdurch 
öffentlich und dergestalt ein für allemal vorgeladen, Mittwoche den yien Februar 1787 bey 
dem Adel, von Baumbachischen Gericht zu Binsförth, und auf der dasigen Amts- Stube des 
Morgens 9 Uhr vor mir so gewiß zu erscheinen, ihre Forderungen ünZugebeu, und zu begrün 
den, auch über eine weitere dem Schuldner dessals zu verstatten, oder nicht verstattende Nach, 
sicht sich zu erklären, und das erforderliche zu verhandeln; als wedrigenfals und bey fern« 
Znrückbleibung selbige bey diesem Liquidatrorrs. Geschäfte weiter nicht gehöret, vielmehr ge 
wiß ausgeschlossen, und lediglich auf der erscheinenden Creditoren, vno ihre recht!, zu de-' ! 
gründende Foderungen erkannt werden wird, was sich zu Recht gebühret. , Rotenburg den 
9. December 1786. <L. Grej,reisen. 
4) Nachdem bereits mit Anfang dieses Jahrs berHr. Rittmeister W. H. Treusch von Buttlar 
zum Altenfelde die Besorgung seiner Güter und Creditweftns, ftinein ältesten Sohrre dem 
Hrn. Lieut. Otto Wilhelm Victor Treusch von Buttlar übergeben hatte, und mir dahero der 
gnädige Auftrag vonHochfürstl. Regierung ertheilt war, samt!. Rlttmei^r Wilhelm Henrich < 
Treusch von Buttlarische Creditoreu öffentlich vorzuladen, und den Schulden - Zustand in 
Gewisheit zusetzen, mitlerweile aber gedachter Hr. Rittmstr. von-Buttlar selbst mit Tode ab, t 
gegangen, dessen Hrn. Sohn, Lieut. Otto Wilhelm Victyr Treusch von Buitl.r, aber sehr ' 
daran gelegen, daß dieses Commissouum noch befolgt, und seines Hin. Vaters hinterlassene 
Schulden in Gewisheit gesetzt werden; So werden auch in dessen Gemäsledung alle bekannt 
und unbekannte Rittmsts. Treusch von Buttlarische Creditoren ans Donnerstag den it. Febr. 
k. I. also und dergestalt vorgeladen, daß sich dieselben mitten etwa in Harrten habenden 
Original-Scheinen, Rechnungen, Bescheiden oder sonstigen Urkunden über die Richtigkeit ih 
rer Forderungen, so qewis dahier zu Nentershausen vor der Commißiou gedachten Donnerstag 
den tten Fedr. k. I. einfinden und ihre Forderungen in Gewisheit setzen:' als gewis ansonsten 
die Creditoren sich selbst den Nachtheil zuzuschreiben haben, der den Zurückbleibenden daraus /, 
erwachsen könnte. Nentershausen den 9ten Dec. 178&. G. D. Braun. Vig. Conu 
5) Nachdem der achter verstorbene Kaufmann Reinhard Spillner inhaltlich des über seine Ver- 
lassensihaft gerichtlich aufgestellten Inventariums mehr Schulden, als Mittel zu deren Bezah 
lung hinterlassen hak, deswegen der förmliche Coücurs und Edictalcitativn so wohl an des- j 
Herr, abwesende Erbe« als auch an dessen Creditoren erkannt und Termin zur Begründung ei. 
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