Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1787, [1])

Sei rzter Stück. 
5) Nachdem ich wegen wahrgenommener Unrichtigkeiten in Ansehung der Schuld- und Pfand 
verschreibungen bev dem Aoelich von Knoblauchischen Gerichte Hatzbach, ein ganz neues Hy 
pothekenprotokoll zu errichten, für unumgänglich nöthig erachtet habe; so wirb dieses alle- den 
jenigen , die einem oder dem andern dasizen Hintersassen auf gerichtliche Versicherung Geld 
vorgeschossen, mit der Bedeutung bekannt gemacht, daß sie sich von unten gesezrem Tage an, 
vor Ablauf 3 Monaten mir Vorzeigung der Original. Obligationen so gewiß bey mir melden, 
um das Nöthige darin eintragen, und überhaupt, was zur gerichtlichen Sicherheit erforder 
lich ist, gehörig wahren zu können, als widrigenfalls die Zurückbleibende den Nachtheil sich 
selbst dadurch zuziehen werden, daß man ihnen bey einer nach Ablauf dieser gesezven zmonat* 
lichen Friss etwa geschehender nochmaligen Verpfändung der bereits verhypothecirteu Stücke 
für die Sicherheit des Kapitals selbst so wenig als für einem etwaigen Vorzug von Gerichts 
wegen im mindesten haften wird. Rauschenberg, den siten May 1737. 
P. O. Huppich. 
6 ) Bey Hr. Reißig in der Weissensieiner Vorstadt in Nr. 2. sind wieder ächre Meerschaum- 
Türkische Pfeiffenköpfe angekommen, welche durch ihn selbst verfertiget werden, und sind 
solche sowohl Dutzent als Stückweise um die billigsten Preise zu haben. 
7) Bey dem Zeugfabrikanten Hrn. Anton Schminke in der Unterneusiadt in der Clemenstraße 
sind alle Sorten Hosenzeuge von Serge de Berry feine und Mittel- Sorte, Etamin undKam- 
lotte zu haben. 
5) Bey des Kaufmanns Herrn Joh. Dav. Riemann verstorb. Witwe in Spangenberg, ist eine 
Partie von der besten Sorte hiesigen Leinsaamen angekommen, und in Maasen und Metzen im 
billigsten Preis zu haben. 
-) Ein Lombardszettel ist gefunden worden, der dem rechten Eigenthümer zu Diensten steht, 
wenn er sich in Zeit von 4 Wochen meldet; wiedrigenfalS man die Sachen einlösen und den 
Überschuß an Arme vertheilen wird. 
*0) Montag den 4tenIunius sollen des hier verstorbenen Auditeurs und Regiments-Quartrer- 
meifters Unger, vom Hochlöblichen Regiment von Donop, nachgelassene Montiruugsstücke, 
silberner Degen, Uhr und Halsschnalle, nebst verschiedenen Büchern, im hiesigen Garnisons- 
Lazareth, in der Kaserneustrasse, Nachmittags von 2 Uhr an, gegen baare Bezahlung öffentl. 
verkauft werden. Die Bücher sind: 1) Hellfelds Pandecten, zte Edit. 1771. s Bde i»8. 2) 
Lcdgumvurg kr!nc.prar. juriä juciic. 1750. 3) Lndovici Einleitung zumCivil-Concurs Peinlichrn 
Kriegs-u. Lehnsproceß, in s Bdn. 4) Kochii instit. jur.crim. gteEdit 1770. 5) Kreffii Com 
ment, in constit. C.C.Vti, 1730* 6 ) Wolfens Anfangsgründe aller mathematischen Wissen 
schaften, zte Aufl. 1725. 7) Zinckens Einleitung zur Kriegsrechts-Gelehrsamkeit. 
Xi) Solte jemand einen Eisern Brennofen zu verkaufen haben, der beliebe sich in der Holländi 
schen .Straße in Nr. 570, zu melden. 
Ir) In der Einhorns - Apotheke am Markt, ist frischer Dorf-Geismar-Brunnen zu haben, 
so wie auch Bischof. Essenz die Bouteille zu 7Ggr. 
IS) Es ist eine recht gute brauchbare Landmeßkette, von 80 Fuß lang, welche für einen Land 
messer sehr dienlich ist, um einen billigen Preis zu verlassen. Solte jemand hierzu Belieben tra. 
gen, der kan sich in der Martinistrasse, in Nr. 6l, beym Herr», Ely melden. 
14) ES sollen Mittewoche den 6ten dieses, in der Wittib Adamin Behausung, in der obersten 
Kasernenstrasse, eine Stiege hoch, nachfolgende Sachen, als 4Reihrn ächte runde Zahl- und 
x Reihe kleine ächte Perlen, goldene, und hierunter auch mit Diamanten besezte Ringe, des 
gleichen 2 Kreutze mit Diamanten und i Paar goldene Ohrringe, dann ein Stück Bildwerk, 
so wie auch Kupfer? und Messingene Theemaschinen und dergleichen Kupfer» auch Messingene 
Sachen mehr, aus freyer Hand, öffentlich an den Meistbietenden versteigert werden; Kauf 
lustige hierzu können sich also bemeldeten Tages, Nachmittags um gUhr, daselbst «ach Be- 
• liehe«
	        

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