Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1787, [1])

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Der Zgfr. Eskuchen in Nr. 707, ist eine blau und weiß schmal gestreifte Schürze abhanden 
kommen: wer solche findet, oder zum Verkauf gebracht wird, beliebe sie gegen eine ange 
messene Belohnung an ihr abzugeben. 
Besondere Anzeigen. 
j) Unsern rc. 
Es ist in dem §. 2. des unterm 7. August r775 ergangenen Ausschreiben- verordnet, dass, 
wenn die beym geschlachteten Rindvieh zuweilen sich zeigende Knötchen schon angefangen haben 
eitrig zu werden, oder gar in ein würkliches Geschwür übergegangen sind, ingleichen wenn die 
inwendigen Theile verhärtet, und gelbe Blattern daran gefunden werden, niemand alsdann 
da- ungesunde Fleisch selbst geniessen noch verkaufen soll. 
Da aber in dergleichen Fallen nach dem Gutachten des Collegii Medici allhier (zu Cassel) 
die Häute, Blasen, Hörner, Klauen, Ochsenschwävze und Unschltt, jedoch letzteres nur zum Be 
huf der Talglichter, ohne Nachtheil des Publtci gebraucht werden können; So wird auf Höchsten 
Befehl Serenissimi Hochfürstl. Durch!. weiter hierdurch verordnet, baß dem Eigenthümer eine- 
solchen Stück Viehes, damit er destoweniger Schaden leide, erlaubt seyn soll, selbige zu ver 
kaufen , oder nach seiner Convenienz auf andere Art zu benutzen. 
Wir befehlen Euch demnach, diese gnädigste Willensmeynung durch die gewöhnliche Pu» < 
blication den Unterthanen bekant zu machen. In dessen Vorsehung re. Cassel den 27. März i 
1787. 8ürstt. Heßische Legierung Hierselbst. 
-) Da bis dahin besonders bey Brandtewein-und Bierfässern die üvele Gewohnheit sich einge- . 
schlichen, daß die Versenders derselben die Eiche darauf selbst einreisten, solches aber Kel- i 
item, als dazu besonders Beeidigten erlaubt: so wird dieses eigenmächtige, sowol dem Herr- 
schaftlichen Interesse, als dem Publiko selbst sehr nachtheiliges Reissen bey roRthlr. Strafe, 3 
davon dem Denuncianten rDrittheil zugebilliget wird, sowol diesen als den Auswärtigen, „ 
die zwar reissen, aber nicht das Casselsche Zeichen darauf reissen dürfen, bey ebenmäßiger 3 
Strafe verboten, das C. als das Casselische Zeichen auf die Fässer einzureissen, vielmehr bey- . 
de- durch die besonders darauf verpflichtete Bändere, dermalen wegen der Oberneustadt und * 
Amt Ahna angestellten Bänder Katzentrunk, und wegen der hiefigen Alt - und Unterneustabt, 
ingleichen Amts Ahna und Neustadt bestellten Stadtbander Diemar bewürken, von denselben 3 
auch auf die Fässer, welche bereits eingerissen und zu diesem Gebrauch bestimmt sind, das 
Casselische Zeichen annoch setzen zu lassen, hierdurch befohlen. Cassel den 9. May 1787* 
Aus Fürst!, policey, Lsmmissron. 
Gelehrte Sachen. I 
Nachdem da- fünfte und sechste Alphabet von dem sechsten Theil der Sammlung FürstL 
Hessen Casselischer Landesordnungen, welche die vom 8. April »766, bis den 16. December i 
1769, ertheilte Verordnungen enthalten, die Presse verlassen haben; so können dieHerrnLieb 
haber solche bey dem Verleger Buchbinder Srtbert alhier, gegen den bekannten Preis 10 Alb. 
« Hlr. für das Alphabet, in Empfang nehmen. 
Bücher-Ankündigungen. § 
j) In der Arkaden - Boutike Nr. 16, neben dem Comödienbause, find folgende Bücher um bey- 
gefezte Preise zu haben: i) Moralische Versuche und Erzählungen, aus dem Engl, von Ioh. 
Friede. Schiller, erster Band, 8. 1:785. 18 Ggr. '2; dasselbe Buch Englischen, 8 ,8 Ggr. 
z) Haushaltungskunst des menschl. Leben-, aus dem Engl, neue und sehr vermehrte Ausgabe, 
in 8. 9 Ggr. 4) dasselbe Buch Engl, und Deutsch zusammen gedruckt iür Anfänger in der 
Engl. Sprache, 8. 18 Ggr. §> dasselbe Engl, allein, 9 Ggr. ü) Almoran and Häraet, an 
Ortental Tale by John Hawkeswortb. 8 * 6 Ggr. 7) Auswahl kleiner Werke des Herrn von 
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