Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1787, [1])

3) ES hat des Hrn. Pfarrers Haupt Ehefrau ged. Gerhold zu Oberngude Ihren Antheil be 
vor dem Weserthor zwischen dem Gärtner Ditmar gelegenen, von ihrer verstorbenen Mutter 
einer geb. Kochin ererbten Gartens, an ihre Schwester Marie Margrckhe Gerhold zu Cassel, 
für eine gewisse Summe verkauft und zum Theil abgetreten; wer etwas daran zu fordern 
vermeynet, kann sich Zeit Rechtens melden. 
4) Es erbietet sich ein Mensch slhier Unterricht im Schreiben für die Jugend zu geben, ee 
verspricht allen nur möglichsten Fleiß bey seinen Schülern anzuwenden, und zwar gegen bil- 
. lige Bedingung. Es ist, sich desfals in der untersten Kasernenstraße in dcS Huthmachermstrs. 
Großhenne Behausung Nr. 538, zu melden. 
zz Bey dem Kaufmann Herrn Holzschue, in der Martini Strasse, ist feine weifte Stärke und 
Puder, 16Pf. Carol.Reis, 13Pf. Perl-Gerste, 8 -14-^8 und r8 Pf. Faden Nudel«, 
10Pf. Sago, 3 Pf. Provencer Oehl, 3 Pf. Baumöhl, g^Pf. HanauerLichter, ^ZPf. 
feiner Caffe, 3 Pf- Candies, 4-4^-42 Pf. Raffinat, 3; Pf. Mel:6, 4? u 5 Pf. um Rthl. 
Aufrichtig holläird. Letnöhl, zurr Alb. 4 Hlr. bester Weinessig, 8Alb das Maas; wie auch 
alle Sorten Schwarzenfelser Blaußell in Fäffern, Stempelpapier, Schokolade, feine und an, 
dere Gewürze, nebst Oehl - und Fardewaaren, in billigsten Preisen zu habe». 
6) Nachdem Montags den zu May fchierskünfttg Nachmrttags -Uhr, aus hiesiger Fürst!. Hof- 
kellerey eine Anzahl ledige, mit eisernen Reisten beschlagene Stück - und Zulast - auch Oxhof- 
Fässer, gegen alsbaldige baare ediktmäßige Bezahlung an den Meistbietenden verkauft werden 
sollen; so wirb dem Publico solches zur Nachricht hierdurch bekannt gemacht, «ad können sich 
diejenige, welche hiervon etwas zu erstehen Belieben tragen, zu.obbestimmtrr Zeit auf Fürst!. 
Oberhofmarschall'Amt einsinden , ihr Gebott ad Protocollum thun, und auf das jedesmalige 
Dieistgebott nach Befinden des Zuschlags versichert halten. Cassel, den 26 April 1787. 
Vig. Commis. I. L. Lhomas, Hof Gecrerartus. 
7) Ja der obersten Johannesstrasse, in des Peruckenmachers Jacodi Behausung, stehet ei» Bo 
gen über einen Kramladen, der noch neu und im guten Stande ist, zu verkaufen. 
8) Bey des Kaufmanns Herrn Joh. Dav. Riemann verstorb. Witwe in Spangenberg, ist ein? 
Partie von der besten Sorte hiesigen Letnsaamen angekommen, und in Müasen und Metzen im 
billigsten Preis zu haben. 
9) Es erbietet sich jemand im Schreiben nach dem Riesischen Fuß und im Rechnen zu unterrichten, 
und verspricht gute Aufmerksamkeit auf die Schüler um billige Preise zu geben; diejenigen, wel 
che dazu Luft haben, können sich bey ihm in der Bartholomäi-Strasse, in Nr. 585 melden. 
10) Der Weinwirth Herr Balthasar Geller, in der Weissensteiner Vorstadt hat ein gutbeschaf- 
ftnes Billard im Tauberischen Hause aufgerichtet; Er bittet sich von den Herren Liebhabern 
' Zuspruch aus: auch sind bey ihm allerhand Erfrischungen zu haben, und er verspricht pünkt- 
^ liche Bedienung. 
jjs) Der Bürger und Brandteweinschenke Andreas Daniel, in der Unterneuftadt, in ber Creutz- 
1 gaffe, sucht ein Stück Land, entweder vor dem Leipziger oder Hvlländ. Thore, zu kaufen, 
ir) Der privilegirte Gold-bijsuterie Arbeiter Hr. Reichard, hat feine Wohnung verändert, und 
logirt jetzo in der Hohenthorstrasse, in der Kaufm. Langin Hause, wo der. Kaufmann Her- 
Horn wohnet. 
13) Wenn jemand noch Waitzen zu verkanfen hat, der kan solchen jederzeit bey dem Englischen 
Müller allhier zu Gelde machen; er gibt für das Viertel in gerechtem Maasse, je nachdem die 
Frucht rein Und gut ist, 4Rthlr. z6 bis 30 Alb. , auch noch mehr, 
lg). Es sollen de« 31. May und in den folgenden Tagen, auf der Oberneustadt, in des Herrn 
Woods, ehemal. Wagnerischen Behausung, i Treppe hoch, allerhand Effekten, an Betten, 
' Stählen, Tischen, Comoden, Kanapee und sonstigem Hölzerwerk, des Nachmittags von z 
bis 6 ckhr gegen baare Bezahlung verkauft werden , und sin- die erstandenen Sachen, jedesmal 
des Morgens nach der Erstehung abzuholen. 
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