Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1787, [1])

Vom sü»tñ März 1787. 
Ñ'L 
rs) Der Kauf» und Handelsmann Herr I. A. Lange auf hiesiger Oöertteu'fladt. erwsriek in die« 
ser Woche durä Führe des besten neuen Rigaischen Leinsaamen, desgleichen neuen frischen Klee» 
faamen, in billigsten Preisen. 
rz- Beym Hrn. Ely tu der Marttmstrüsse inNro. 61 . ist wiederum rechte schöne BntjeuterBut 
ter und alle übrige Bremer Waaren um die billigsten Preise, wie auch gemahlne Cichorien 
das Pf. für 7 Alb. zu habirr. r 
14) Ein erfahrner Tabacksfabrikant will bas Geheimnist geben, daß ein jeder folgende Sorten 
Tobak machen kann, als: Violet, Holländer, gelben Amerikaner Rappe, Pompadour, St. 
Dominique, Marocco, Tonco, St. Omer in Karotten, St. Omer ohne Karotten, Pari 
ser Tabak, und an Rauch »Tabak, als Variaas, Switsent, Knaster, nebst allen Sorten 
geringen Rauch-Tabak, eine Beitze verdorbenen Schnupf-Tabak wieder zurecht zu brin 
gen. geringe ordinatre Landesblätter zu bereiten^ daß man den besten Tabak davon ma 
chen kann; eine Maschine mit Messer, in 24 Stunden einen Centaer Blatter zu stoffen, 
die nicht lo Nthlr. kostet, desgleichen eine Schneidrladc, den Rauch-Tabak zu schnei 
den, welche nicht mehr als 2s Rthlr. kostet; alles in einem Buche aufs feinste abgezeich 
net und tlluminirt; das ganze Exemplar davon kostet z\ Louid'or; auch entdeckt er das 
Geheimn'ß alle Liqueure zu machen, den stärksten Brandtewein zu brennen, und den Arrak zrr 
Punsch auf Reisen zu bereiten. 
iz) Nachdem sich unter dem unter Cúrate! stehenden Valentin Fiegenheimischen Vermögen dahier 
verschiedene Faustpfänder gefunden, und denn zu vermuthen stehet, daß vielleicht dergl.' noch meh 
rere sich befinden, und unwissend in der bevorstehenden Mobilienversteigerung mit verkauft 
werden mögten; als hat man hierdurch bekannt machen sollen: daß alle diejenige, welche 
Faustpfänder dem erjagten Valentin Fiegenheim oder dessen verstorbenen Geschwistern in Ver 
satz gegeben, solche binnen 4 Wochen vom heutigen Tage an einzulösen haben, ober gewärti 
gen müssen, baß solche mit den übrigen zur Versteigerung ausgesetzten Sachen werden verkauft 
werden, und sie sich also selbsten allen etwaigen Schaden beyzumessen haben. Sodenn ist zur 
Versteigerung verschiedener Fiegenheimischer Effecten und Mobilien, als allerhand Eisenwerk, 
Gewehr, Blechwerk, Leinen, Garn, größtentheils unbearbeiteter Flachs, Manns- und 
Weib-kleidung, Federbette, Erbengeschirr, hölzern Hausgrräthe, Bücher und dergl. Termin 
auf Montag den ie>. April und folgende Tage Vor - und Nachmittags anberaumt worden. 
Kauflustige können sich dahier in dem Fiegenheimischen Hause einfinden, mirbielen, und gegen 
baare edictmäßige Bezahlung des Zuschlags gewärtigen. Gudensberg den 5. März 1737. 
Bürgermeister und Rath das. 
Ijj) Bey den Kaufleuten Hrn. Grabe und Mogk vor der Fuldabrücke wohnhaft, sind außer ihre« 
stets führenden Wollenen, Baumwollenen und allerhand Bandwaaren, Seide rc. auch von 
folgenden Lotterien, als zur Fürstl. Hessen-Casselischen giften Waisenhaus- Hanauer gasten 
Landkaffen- und Herzog!. Braunschw. ggsten Lotterie, Ganze, Halbe und Viertel-Loose, Plans 
aber unentgeldlich zu haben; und da die Hanauer ifte Classe schon den gten April gezogen 
wird, so dienet zur Nachricht, daß aufs späteste bis zum syren dieses noch Loose zu ha 
ben sind. 
17) Beym Kaufmann Herrn Boulnois auf dem Markte, sind sowvl vo» der Hessen-Casselischen, 
Chur-Haunöverischen als Herzog!. Braunschwci zischen Lotterien, Ganze, Halbe und Viertel- 
Loose, wo von letzterer die ifte Klasse den 4. Inn. gezogen wird, zu hrben. 
,8) Bey der Frau Wittwe Kaufm. Langin in der Martwistrasse sind von der besten Sorte Scor« 
zonicrwurzrln und französische Rüben; imgleichen Scorzonirwurzelftamen, Winterkrant» 
Winrerkohl - und Schnittkohlpfianzen um die billigsten Preise zu haben. 
ly) In der Martinistyasse, Nr 8 , ist von allen Sorten Schlosscrarbejt, als: eiserne polirte 
Betten, zusammenzulegende Sorgestühle, Zagdstühle,^ Maschinen zum Lesen, eiserne Kasten, 
R r r Brand.
	        

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