Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1786, [2])

Stück Vieh, wenn dem Uebel nicht beyzeiten gesi'euret wirb, muß also nothwendig an dem * 
erstlich der Zunge zugekommenen, und dann der», übrigen Körper mitgetheilten kalten Brand 
dahin fallen. 
b) Rur - Methode. 
Man wasche den Schleim mit einem nassen, ra chen Tuche von der Zunge wohl ad. Dann - 
reibt man die Blase und die Zunge mit gutem ächten Weineßig, nach diesem wird die Blast 
mit einemJnstrument, so tief aufgekratzt, bis das Helle Blut heraus fließt. Endlich reibt man 
die aufgekratzte B'ase mit cimm Pulver, so aus gleichen Theilen P'eff.r, Alaun und Salpeter 
besteht. Dieses geschieht zw ymal des Tages- so lang bis die Wu.^re heil und trocken ist. 
Hernach wird die zugeheilte Wunde einige 2>ge mit vermischtem Baumöle auf Rvsenhonig b<« 
strichen; auf das emgeriebene Pu ver muß das Btcy eiueSln de fasten, r nd daS ist die Me« * 
thode, mit welchem dem U^bel allezeit und st der geholfen wenn sie in Zeiten angewendet 
worden. Währender Kur wird dem kranken Viehe von z Loth Chinarinde, und i Loth Weiur 
stein alle 2 Stunden ein Eßlöffel voll eingegeben. 
ci verwahrungsmittel. 
Sov'el die Verwahrungsmittel betrifft, ist d rs Beste, daß man dem gesunden Viehe einigemal 
des Tages die Zunge mit rein m Wasser woh! wastye, d.'tt Schleim davon ab, und den ga^ 
zen Umfang der Zunge mit Weineßig und Salpeter reibe. 
d) Veschrewung des zur Rur nöthigen Instruments. 
Das Instrument muß ein rundes Blatt von feinem Si'-ber, ungefähr von der Größe eines z Bätz» 
ners, auf der einen Hälfte mit l l brö rr emgeschnlitcnen Zähnchern, und auf der andern 
Hälfte am Rande etwas dünn geschliffen mit einem einer kleinen Spannen rang eisernen, und 
einem eben so langen hölzernen Strele versehen s.yn. 3 
Wir versehen Uns dessen, rc. rc. Cassel den 24. Ock. ?78ö. 
izürstt. Hem Äe Regierung hiersclbst. 
5) Diejenige, so gewillet sind, die hiesige Policey-und Commerzren-Zeitung vom bevorstehenden 
l787sten Iahr an zu halten, wollen den Betrag dafür, und zwar aufs ganze Jahr mit l Rthl. 
aufs halbe Jahr aber mit i2Ggr. vor Ablauf diefts Monats a« mich gefälligst berichtigen 
lassen. Cassel bey /.Dec. 178b. Heer, Laßrror. 
Bücher-Ankündlgungen. z 
i) Da das erste Stück der versprochen Grundrisse meiner Predigern über die christliche Glau 
benslehre den lz. Januar ausgegeben werden wird, so bitte ich diejenigen, die noch Bestellun 
gen darauf machen wollen, es noch vor Ende dieses Jahres zu thun. Das Ganze, ohnge« 
fähr aus 25 Stücken bestehende, kostet 8 Alb.; das einzelne Stück aber 6Hl. Auch sind 
nachstehende Bücher, zum Theil gebunden bey mir zu verkaufen. 1) Von der Regierung der 
Sitten, aus dem Franz, von mir übersezt, i8Ggr. 2) Sanders kleine Schriften, 2 Theile 
mit dessen Leben, von mir, i Rthlr. 16 Gr- 3) Geschichte des Hauses Hessen, von mir, 
ir Ggr. 4) O. F. Müllers kleine Schriften auö der Naturhistorie. ig Ggr. 5) Jablons- 
fö Ratursystem der Insekten, z Theile, zRthlr. 6) Inkas von Marmontel, übersezt von 
Bode, aoGgr. 7) Vermischte Gedichte, vonGötz, 3 Theile, iRrhlr. idGgr. 8) Wa« 
genseils Gedichte und prosaische Aufsätze, 20 Ggr. 9) Gedichte von Degen, 14 Ggr. 10) g 
Goeze, Eingeweidewürmer der thierischen Körper, zRthlr. n ) Stockhausens Predigten, 
I4Ggr. 12) Statii Opera, Biponti, 10 Ggr. 13) Silius Ital. ibid. 8 Ggr. 14) Fabricit 
Systema Entomologie, 2 TOIr. 15) Schröters Einleitung in die Konchylienkenntniß, 2 Bande, ^ 
zRthlr. td) Hermes Handbnch der RMgio«,-Thoile, iRthlr. LSGgr. 17) Müllers i 
Religionsbuch, -0 Ggr. Götz. 
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