Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1786, [2])

3 ) Toll Riemgnd, Hohe und Niedere ohne Unterschied, wer sich der kromenaöe in der Aue 
bedienen will, es seye zu Wagen, zu Roß oder zu Fuß, Hunde, weder groß noch klein, mir sich 
nchmen, oder Blaßröhre bey sich führen, welches ein-für allemal ernstlich untersagt wird, auch 
in denen grösten und offenen Alleen bleiben, insonderheit so lange die Heegezeit wahrer, nemlich 
vom ríen März bis Ende August, die durch vorgezogene Seile verbottene Xlleen und Nebengänge 
nicht betreten, damit an denen Hecken und Plantagen kein Schaden geschthe, fürnemlich auch 
Unsere Gehege und Kleine-Wildbahn nicht vrrftvhretnoch verwüstet werde, widrigenfalls der-oder 
diejenige, so diesem Unserm Gebott zuwider handeln, zu gewärtigen haben, daß ihnen die Hunde ' 
von denen hierzu bestellten Aufsichtern todgeschossen , und die Uebcrtreter^o sich an schadhaften 
und verbottenen Orten antreffen lassen, nach Befinden gepfändet, und zur Strafe gezogen werden 
sollen. Und nachdem Wir höchst-misfänrg vernommen, daß dem ohngeachtet in rnehrgefagtem 
Unserm Auegarten, an denen Phasanen, Feldhüneru, Wilden-Entey und Vögel Nestern, auch 
Hecken und Lustbergen viel Schaden und Unfug verübt werde;. So verordnen Wir hiermit: 
4) Daß denen gemeinen Soldaten und geringen Bürgersleuten die promené anders nicht, 
als in der mittlern Allée und um das Bassin auch Boulingrin herum gestattet , auf dem Boulin 
grin selbst und sonstigen Rasenplätzen aber, auch zwischen denen Hecken niemand betreten lassen 
soll, widrigenfalls, der- oder diejenige, so diesem Unserm Gebott zuwiderhandeln^ zu gewärtigen 
haben, daß sie zur Strafe gezogen werden sollen, und zwar haben Wir solche Strafe für Ver 
brecher von gewisser Condition auf zehen Rthlr., für Soldaten mit Arrest und Krumschliessen, und 
für gemeine Bürger und andere geringe Leute auf Gefängnisstrafe zu bestimmen und festzusetzen 
gnädigst gut gefunden. 
Wornach sich jedermänniglich zu achten und für Strafe zu Huten hat, gestalten Unseren 
Gärtnern, Phasanmcifter, Heegeförstern, Aufsichtern und Pförtnern mittelst diesem zugleich nach 
drücklichst eingeschärft wird, auf die Verbrecher genaueste Acht zu halten, und die Betretende bey 
Unsrer Kriegs- und Domaine»» Cammer zur alsbaldtgen Bestrafung oder weitern Verfügung ohn- 
»erzüglich anzuzeigen. 
Wilhelmsdad, den Zoten Zunii 1736. 
-^ilhelm Li, (Lé. 8.) Vt. Fleckenbühl gt. Bürgel, 
EdLetalcitatlorren. 
H Eckhard Wepner, weyl. Christoph Wepuers Sohn von hier, ist bereits im Jahr 1765. al- 
. Schneider-Bursch? in die Fremde gegangen ; nachdem nun vou dem Aufenthalt, Leben oder 
< Lobt desselben bis hierhin nichts bekannt worden, dessen Stiefmutter des Christoph WepnerS 
Rel. aber um Verabfolgung dessen Vermögens, so in einem Antheil Haus bestehet, angetra 
gen: So wird derselbe hierdurch dergestalt ein vor allemal vorgeladen, daß er zwischen hier 
und 6 Monaten sich bey hiesigem Fürst!. Amte einfinden und das unter Verwaltung seines 
Vormundes stehende Vermögen in Empfang nehmen oder gewärtigen solle, daß solches in Ge 
mäßheit eines eingegangenen Hochfürstl. Regierungs-Rescripts der Stiefmutter gegen Caution 
oingeräumt werde. Bover.den den 6 Sept. 1786. 
8ürsti. Heßis R. Amt daselbst. 8. C. Röriig, zeit. Amts-Verwalter. 
A.) Johann Martin Tischbein Johannes Feige d. jüng., Martin und Jakob Mackenroth, so- î 
dann Johann Jakob Hobldein sämtlich von der Bergfreyheit Abterode, welche ohne Erlaub 
niß ausser Land geg-n^en, werden hiermit der Ordnung gemäs ein für allemal cittret, daß 
Í ie binnen Jahrsfrist sich obnfehlba'-wiederum einfiuden, oder der ordnungsmäsigei Covfisca- 
îvn ihres zmückgelassenen Vermögens gewärtiger seyn wllen. Allendorf in den Sooden gm 
I. Sept. 1786. Fürst! Hess. Justiz Am» dasclbsten. 
g) Wir Bürgermeister.und Rath zu Cassel fügen hiermit kund und wissen: Nachdem der hiesige 
Bürger und Hufschmiedmeister, Nikolaus Bettenhanfeu und dessen. Ehefrau Juliana gebohrne 
¿ ; Ewaldin,
	        

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