Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1786, [1])

Dom i9tett Junius 1786. 
5^: 
z) Nachdem dasLiauidationsgeschafte in des über das Vermögen des Diebstahls halber bisher 
in Haften gewesenen und nun zur Elsenstrafe venirheilten Nachtwächters Peter Rvdeü vo« 
Bir osörth eröfneten Co« curS beendiget, auch die Co cms-Masse durch den Verkauf desse» 
beweg- u.dunbewegl. Vermögens berichtiget ist; So werden nunmehro dessen sich daselbst ge* 
meldete Gläubigere, so we t solche nicht bereits mit ihren Forderungen ausgeschlossen und ab- 
gewi-ftn worden, vorläufig folgender Gestalt: i) der Gemrinde-Erheber Henrich Reebei» 
von Binsfötchjmrt rr>Alo. yHlr. rückständiger Herrschaft!. Contribution, 2) der Ade«, von 
Baumbachische Erheber, Förster Baustädt zu Binsförth mit 7 Rthlr. 22 A b s Hlr, rückstän 
diger Grundzinse rc. 3) Stephan Schmidts Ehefrau von Beyftförth mit zo Rthlr. auf der» 
Haus des gemcknschaft«.Schuldners noch haftenden Erbegelder, samt l Rthlr. i6Alb. davon 
rückständiger Zinsen, 4) des gemeiuschaftl. Schuldners Kinder m t ihrem auf 43 Rtbl 8 Alb. 
für richtig erkannten mütterlichen Vermögen, 5) der Kirchenkasten zu Binsförth laut 
gerichtl. schuld und Pjaudverschreiduug vom 4. Inn. 1778. mit 5 Rthlr. Capital und 8Alb- 
davon erwachsene Zins, 6) Der Herr Hauptmaun Friedrich von Baumbach, laut gerichtL 
Schuld» und Pfandverschreibung vom 16.Juu.1778. mct SoRthl. Capital^uud zRthl. isAld. 
davon rückständigen Zins, 7) die Gemeinde Binsförth mit rz Rthlr. Dtege. Capital sainl 
davon mit 7 Rthlr azAlv. zZ Hlr. erwachsenen ZinS, 8) Andreas Jäger von Binsförth, 
' taut außergerichtl. Schuld, und Pfandverschreibung vom 14. Febr. 1775. mit 3 Rthlr. roAlb. 
9) Johannes Anacker von Binsförth, laut außergerichtl. Schuld» und Pfandverschreibung, 
vom 20.31m. 1784. mit ZRthlr. ibAlb. loHlr. 10) Herr PfarrGörcke, mit 2Rthl.8A!b. 
rückständigen Proclamationsgebühren, H ) Cbirurgus Schienagell zu N. »morschen, mit 
z Rthlr. Cur-Kosteu, 12) Jakob Hafer von Binsförth, mit l4Alb. Transportkosten des In 
quisite« Peter Roden bey seiner Ausfo'gung auf Spangeuberg, iz ) der Herr Hauptmarm 
Friedrich von Baumbach, laut Schuldschein vom 25. Fcbr. 1766. mit 5 Rthlr. Capital und 
28 Alb. rückständiger Zinsen, 14) derMühlenconductorZentgrebe zu Rotenburg, mit « i Rthl. 
»6Alb. Hauptschuld und roAlb. zHlr. rückständige Zins, 15) W st Helm Helwich, vonBinS- 
förth, laut Schuldschein vom 20. Dec. 1735. mit 2 Rthlr. l6 Alb. 16) Johann Herman» 
Heyner von Bevseförth, laut Schuldschein vom 21. Dee. 1735. mit 25 Alb. 6Hlr. 17) Wer 
ner Köthe von Melsungen mit 3 Rthlr. 24 Alb. I8) Johann George Wiegell von Binsförth, 
laut Abrechnung mit rRthlr. lüAlb. ly) Herm. Ruhleder von Oberbeisheim vor gelieferte- 
Garn mit rRthlr. und 20) Anne Elisabeth Ziegkerin vonNeumorschrn mit rRthlr. lüAlh. 
baar geliehen Geld, zur Bezahlung aus der Masse, claßificiret. Dieweilen aber die Con« 
eurS, Masse schwerlich so weit anreichen dürfte, daß samt!. Gläubigere davon völlig bezahlt 
würden, somit erforderlich ist; daß die Gläubigere des Peter Roden, im Fall «in oder der 
andere ein größeres Vorzugsrecht zu haben vermeynte/damit noch forbersamst gehöretwerde: 
Als wird hierdurch Termin auf den 7. Jul. d.J.'anbezieiet, und dieses sämtlichen des Peter 
Roden Gläubigern öffentlich bekant gemacht, damit selbige gedachten Tages vor Mir in Bins 
förth auf dem Adel, von Baumbachischen Hof, und daselbst in der gewöhnlichen Amtsstube 
des Morgens um yUhr ohnansbleiblich erscheinen; dasjenige, was ein- oder der andere we 
gen eines etwa zu haben - vennrynenden größer« Vorzugsrecht- einzuwenden gewillet? Lan 
des-Ordnungsmäßig mit allen da.zu erforderlichen Beweisen zu Protokoll vorstellen, und 
hiernächst rech'!. Erkenntniß, gegenfalls aber gewärtigen, daß es bey dieser Claßification gelas 
sen, oder sonsten Ungehorsams halber, einseitig ve fügt werde, SB. R. Binsförth, de» 
6. May 17Sb. Adel, von Baumbachisches Gericht Hierselbst. 
Greinetftn. 
-) Nachdem in des General-Lieutenant von Schlodheimö VerlaffenschaftS Sache das Liquid», 
tionö Geschäft siine Endschaft erlangt, und die Massa constlmirct ist; So ergiebt sich nun 
mehr, daß ftlche nicht einmal zum Abtrag des sämtlichen beträchtlichen Arztlohns und Arze 
ney-Rechnungen von der letztern Krankheit hinreichet, mithin keiner der übrige« Gläubigem 
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