Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1786, [1])

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-4tes Stück. 
vnd vertäust von verschiedenen Sorten guten Rheinwein, rothe nnb weiße, s» auch derglerß»en 
. Kratizweiue» umdiebtlligsten Preise, auch vor. sranzösis. und teurschen L quenrs und allen erf-i- 
schenden Vyrops. Es ist übrigens bey i m all s so eingerichtet, daß jeder nach seinem Stande 
bewirthet werden kan«. An einer pünktlichen Bedienung wi d im geringsten nichts fehlet. 
Auch ist allda ei«eStudL nebst eine- Kammer ml M-.übe n zu vermitten. - 
7) Conrad Dallwrg, Schreinermeister, wohndafr m der Hohenthor straßein Nr. 4,9. hat vk.rfchie< 
dene Meuheln fertig, einen eichenen Kleide, schrank sein Meisterstück, antike Comoden braun 
gebeizt, ein antiker Schreibpult, antik-Stühle, Cauapee, Sopha, Fauteuils, Tische, auch 
Consoitische, Arbeitstische, antike Bettspanne», Tabouretten. 
t) Nachdem von hiesigem Samtgericht die Errichtung eines neuen Consens- und Hypotheken» 
.buchs vor nöthig befunden worden: Als werden alle diejenigen, welche aus Obligationen, s» 
von hiesigem Samdgertcht ausgefertiget und bestätiget sind, Forderung baden, hierdurch 
angewiesen, fothane ihre Schulo-und Pfandverschreibungen, auch Cautiovsscheine, irmerhaib 
. L Monate» beym Samtgericht aühier zur Eintragung in das neu zu errichtende Hypothekrn- 
buch, unter der Verwarnung vorzuzeigen, daß außerdem für deren Sicherheit nicht weiter 
gehastet, sondern ihr hypothekarisches Reckt für erloschen geachtet werden solle. Barchfelch, 
den tü.May 1726. 8« 6* Philippsthal urrb Adel, vsn Stein. Samrgerrcht daselbst. 
- d. 0dxffiT. d L. Ambronn. 
ES sind im hiesigen Fürst!. Waisenhaus« in der Unterm'ustadt, weiße gut gestrickte MannS» 
strüwpft für den Wmrer, von der beffttn sächsisch.n und auch von buter Landwolle, um ei 
nen sehr billigen Preis zu verkaufen, und- dey dem Hrn. Hausmeister Loh daselbst zu habe«. 
10) Von einer Ganrnwicst vor dem Cölluischrn Thor ist gut sisss Gras zu Heu und Grummet 
zu bekommen. 
11) Da der Höchsten Orts, der Hanse- Greben - Gilde gnädigst geschenkte freye und al 
leinige Wernverkauf wahrend des Pfingstmarks, auf dem neuen Ban, seit einigen Jah 
re» sehr in Deriall gekommen, so wachen unter sä» i-bene, ifeigir Arit Vorsteher dieser Gilts^ 
-drkanttt, daß sie sich hierdurch ge» örhigot seh n, derrsilbeu in djfsem Iahte, zumBesten der Gilb-, 
selbst za verwalten. Um t .n wieder in Aufnahme zu brnacn, baden wir für vorzüglich 
gute ohntadklhgftr ^brive zu den billigsten P.cisrn, wie auch für allerley kalte Küche gesorgt 
und überhaupt wird jeder auf das höflichste und beste bedienet werden. Da auch viel« lloS 
deswegen Scheu g trugen,"sich- mir ihren guten Freunden, Frauen und Kindern rn dieser Zeit 
auf dem Bau auf «ine anstandne Art zu vergnügen, weil sie keine Liebhaber von einer zu sehr 
gew schten Gesellschaft sind, so haben wir desfaüö die nöthige Einrichtung bestmöglichst-ge- 
troffen; da es ans diese Art unsere Schuld nicht seyn wird, wenn jemand unzufrieden nach 
Ha se gehet, so sehen wir einem reckt zahlreichen Zuspruch gern cntgezen. Di« Preise der 
. verschiedenen Weine sind, wie so'aet: Ringauor 7^erRhemwem, die Z Maäö Bout. 12Gk» 
eben Sergl. 79er, 8 Gr. 82er -Gr. alter Fra; zwriu, 8. 6 und 4(8«. Poutac, beste 
Sorte, ü Gr. Muscalw in. 8Gr. Mallaga, «aGr. Burgunder, irGr. C'iam- 
. pagner, rRtllr. 4 Gr. Äusser den Champagner und Burgunder sind fä'vt iche Bonteill^u 
geeicht und versiegelt, und üb-rdern vorgemeld te Preise auf dem Siegel bemerkt. Werden 
Weine ins Haus gehvl«t, wirb für jede lvereiBoutrille bis zur Zurücklieferuirg l Alb. 4.t>lr. 
mehr bezahlt. Uedrigens trauen wir den Herren Weinhäudlern und Weinwü- 
then so viele Billigkeit und K ugbeit zn, daß sie dem unserer Gilbe gnädigst geschenkten Pri 
vilegium.diese kurze Jert über durch Verkauf ihrer Wune keinen Schaden tbun sondern in 
dem Fall, daß bey ihnen Weine gefordert w.rd n sollten, s lbe nach dem neuen Ban weis«»., 
öder von yl»s das Nöthige nehmen werden; da is uusir« Pflicht ist, hierauf gna» achten zn 
lassen, so könn n wir nicht für die Folgen stehen, wenn sich jemand um err.er so geringen Klei« 
nigkeit w'illen Arrdrüßlichkeiien aussetzen wollte. 
. Johann Martin Peter. Peorg fkvert Hahich. > 
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