Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1786, [1])

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9 iti Stück» 
jo) Es sind im hiesigen Fürst!. Waisenhaus« in der Unterneusiadt, weiße gnt gestrickte Mann-« 
strürnpfe für den Winter, von der besten sächsischen m?fc auch von guter Laudwvüe, um eine« 
sehr billigen Preiß zuvrrkanfen, und dev drm Hrn. Hausmeifie? Lot) zu bade«. 
Il) Bey dem Kaufm. Hr. Wick irr der Schloßstraße, sind ganze, balde und viertel Loose, zu 
der sehr vortheilhast eingerichteten Hcssr«»Havaurscheu - Land C^ssn LrNerte zu hüdrn. Zur 
Ueberzeugung dieser sehr solid eingtikchteten Lotterie, können Plane zur Einsicht bey ihm 
eingesehen werden; auch sind bey demsilbeu in Comwiss on z he.lbe Ohme« gute» SLerrhet» 
mer Wern in sehr billigem Preiß zu vrrkausrn; deögl. sehr guter Walzenmehl, 24 und 23 Pf. 
für i Rthlr. 
J2) Bey dem allhier privilegirten Hofschumacher Airnite von Paris, wohnhaft auf der Ober- 
Neustadt in der Frau kfurterstraße neben der Kirche, in der bei Etage, Nr. 47. sind allerhand 
fertige Mann-- Fragensmni Kinder»Schuhe nud Stiefeln, nach der neuesten Mode und um 
den nemitchen Preiß wie auf der Messe, wie auch Schuheblätt^r zu verkaufe. 
>3) Der in hiesigen Diensten gestandene Fürsil. Theatertänzer H^rr Franz Walter, und derma 
len Fürsti. Hof »Tanzmeister bey Se. Durch!, dem Hrn. Landgrafen von Hessen Homburg an 
der Höhe, gedenkt hiermit bey den hiesigen hohen und niederen StandetpersWeu, für das 
ihm seit 9 Jahren verliehene Aulrauen seinen Dank abzustatten, und sich ein ferneres ge 
neigte- Andenken zu erbitten. 
J4) Der Waagemeister Ludwig Liebrhenz ist gesonnen, seine annoch vonälhige Rhein-und 
Franzwewe, welche aus achten und den besten Gewächsen und Jahrgängen bestehen, in 
Aulästen, ganzen , halben - und viertel Ohmen, gegen baare Bezahlung an die Meistbietende 
zu verkaufen; Kaufliedhaber können sich Montags dm üten Marz Nachmittags 2 Uhr und 
in den übrigen Tagen in seiner Behausung i» der Schlvßstraße Nr. 169. einfinden. Die Probe 
ist vor dem Faß zu nehmen. 
15 ) Es hat der Schneidermstr. Herzog einen vor dem Cöllnischev Thore, auf der Höhenwinde, 
zwischen dem Bäckermftr. Martin und dem Schneiderest r. Lieh mann gelegenen Garten ge» 
kauft, wer was daran zu fordern hat, wolle sich Zeit Rechte»- melde«. 
16) Es hat in hiesiger Stadt und beträchtlichem Amt, schon seit einigen Jahren an einem ge 
lernten «ud examinirten Chirurgs gefehlt; da nun gar kein Zweifel, daß einem geschickten 
und ordentlich.» Manu es au ftiurm reichliche» Auskomme« fehlen solté, so hat wa» sol 
ches hiermit zu dem Ende bekannt machen wellen, damit die Lnsttrsgende fo sich dazu qvali- 
siciren können, wegen ihres Etablissements, sich bey Unterzeichneten zu melden haben. Bor 
ken den r.FeLr. 1736. Romftädt, LommissariuS Lsci. Wangemann. 
J7) Da aus der Erfahrung hinlänglich bekannt ist, daß sowohl Frauensleute alS gebohrne Frauzo« 
ftn, die sich mk Urterricht der ftau höfische« Sprache abgeben, gar selten die zu ihrer Er 
lernung für uns Deuks'?>r nöthige Regeln angeben können, mithin diese Sprache vey der 
gleichen Unterweisung nicht anders a.s durch Verschwendung vieler Zeit und Kosten, und 
dennoch nicht einmal recht gründlich erlernet werden kaan; so hat ein Kinderfreund, der seit 
einigen Jahren in seinem privat Unterricht schon hinlängliche Prodon von der Kürze, Rich 
tig und Gründlichkeit fernes W ges abgelegt hat, sich entschlossen, zum Besten der Jugend 
vom mittleren Bürgerstand», «ine so'che mehr öffentliche Schule anzufangen, und täglich von 
8 bis loUhr Vormittags, und von 1 dis 3 Uhr Nachmittags um r Ggr. wöchentliches Schul 
geld von einem Kinde, dazu zu widmen. Er nimmt aber hierzu nicht gern Kmder unter 
8Juhren an, es sey« denn, vaß sie einen ziemlich n Anfang im Deueschschveibrn haben. Soll« 
ten unter den Kindern, die ihm die Ehre ihr s Anspruchs gönnen werden, sich welche, oder 
auch andere finden, die richtigen Unterricht im reformirten Christenthum, in der deutsche« 
Recht, und S^önschreibek'ir'st, auch imBriefstyl nud Rechnen verlange», so können solche 
von rc> bis ir Uh? Vormittags und vou 3 bis 4 Ubr Nachmittags für i Ggr. wöchentliche- 
Scknlgeld, diese Schule weiter fortsetzen. Bey Eltern die ihm viel Kinder schicken, läßt 
er sich billig finden. Ja Nr. 393. hinten in der Schloßstraße, 2 Treppen hoch, kann man 
fich melden. 18)
	        

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