Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1785, [2])

9 io 4üles Stück. 
7) Auf dem Marställerplatz tu des Schneidermstr. Wacheofelds Behausung, ist feiner Flach- z> 
verkaufen. 
8) In der Frankfurterstraße Nr. 42. beym Bäadermstr, Ludwig Katzentrunck dem jüvg. logirt r 
Hr. Wrinard, der sich einen wvhlerfahruen und schon berühmten Fleckeuauedringer nennt und 
die besondere Kunst und an vielen Orten erprobte Gschicklichkeir zu besitze« rühmt, alle Fl«, 
cken, Schmutz, Wagenschmier, Frrniß-Dtnten-Ettronen. Essig, und Urioflecken aus alle» 
Farben wie sie nur Namen haben mögen, von Tuch, Sammet, Plüsch, Manschester, Atlas, sei- 
den und anderem Zeug, Grosdetour, Damast :c. herauszubringen. Er versichertauch z« 
wissen: ») dem Tuch, Sammet, Plüsch, Manschester, auch schon gemachten Kleidern dir 
verlohrnen Farben wieder so frisch, als neu, zu geben: z) in Sammet, Plüsch, Mansche« 1 
ster, den Glanz zu erheben: 3) ein schon abgestandenes oder frisches seiden Zeug, daS alt, 
verlege» und mir Flecken behaftet, in den schönsten gewässerten Mor zu bringen: 4- die i« 
alte Tücher, Sammet, Plüsch, Manschester eingefallene oder mvttensreffige Köcher, so wit 
5) die vorher darauf gestandenen Strckereyen oder Bordea ganz uusichtlich zu machen: 6) de« 
verschmutzten oder von her Sonne abgeblaßten Tapeten von Sammet, Atlas, Damnrastund j 
dergleichen Zeugen die vorige Farbe wieder zu geben, auch 7) andere mit solchen Zeuge« 
versehene Meudlen und Kutschen auf eben die Art wieder auszuputzen. j 
9) In vorigem Monath sind 2 Rkblr-ans Werkhavs geschickt worden, wofür hierdurch gedankt 
wird. 8ürstl. Armen verpsiegungs und Werkhaus-Lon.Mission. \ 
10) Auf der Oderueustadt über dem Eöllntschentdor au ecr Mauer rn deS Mauermerstcr Eifer- 
Garten, find eine Anzahl der besten Sorten Pfirschenbäume, wie auch reife bittere Pome« 
ranzen, um billigen Preiß zu haben. - . 
11) Der Soldat Wächter vom ersten Regim. Garde, wohnhaft in der Martinistraße, ia dn 
Frau Carlin gewesenen Behausung, hat Kastanie» iz Pfund für i Rthlr. und das Pf. fürt 
Ggr. zu verkaufen. 
12 ) Es ist den sren Nov. auf dem Werra, ei» Fliegen Garn über den Kopf eines Pferdes ge, . 
hörig und mrt Sternen und Ecksteinen gezieret, entwendet worden; wer solches etwa» an sich 
gekauft, «olle es gegen eine Belohnung dem Eigenthümer abliefern. 
rz) Auf des verstorbenen Herrn Capital» Lohrey hinterlassenen Wittib in der Weissensteinrr, 
' Vorstadt gelegenes ehedem Fedrendrrgisches Haus, benebst dem varhinter seyenden großen 
Galten zwischen der Schurtemischen-und Buttenschen Behausung gelegen, find 1100 Rthlr. 
grbvtten worden; wer ein mehrere- zu geben gesonnen , oder etwas daran zu fordern hat, 
wolle sich binnen hierzu gesetzter 3 wöchiger Frist melden. 
*4) In der Kaseruenstraße in Nr. 35». find verschiedene, von Rosenrothem Lasset gut verfer 
tigte große und kleine Puder-Siebe, nebst den dazu gehörigen Trommeln zu verkaufen, 
rz) I« der Jükvbsstraße Nr. 350, sind Schränke, Tische, Stühle und Bettspannen, aus d« 
Hand zu verkaufen. 
j6) Bey Hrn. Struben auf dem Markt ist den ganzen Winter hindurch gute rohe, und feine 
gekämmte Wolle, auch fein Soyet Garn für Zeugmacher in billigen Preisen zu haben. E- 
kör.nen auch die, welche sich mit Wolle spinnen abgeben. Wolle dazu erhalten. 
17) Nachdem daS ehede n berühmt gewesene und in Ansehen gestandene hiesige Gasthaus, z« 
de« dreyen Kronen, seit einigen Jahren um deswillen nicht besucht worden, weil die Besitzt, 
riu desselben, wegen ihres hohen Alters, der Wirthschaft ganz ur d gar nicht wehr vorstehe« 
können, ich aber nnnmehro dieses Gasthaus nebst Zubehör, käuflich an wich gebracht, und 
alles waS zu einer bequemen Wirthschaft gehöret, dergestalt in den Stand gesetzet habe, da- 
nicht allein hohen und niederen Standes Reisende nebst einem ansehnlichen Gefolge mit erfoy 
derltcker Speise und Trank, wohl meublirten Stuben. Kammern, Betten, bequem etngerlch, 
teten Stallungei», auch Kutschen Schöpfen, gegen billige Bezahlung de nenet werden können; 
als werden alle Reisende, die aühier zu üdernachteo willens sind, eingeladen, in dem Gast, 
- ha«.
	        

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