Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1785, [2])

Vom i7ten Oktober i? 8 S. 
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16) Der Bäckermstr. Blerner hat eiirktt neuenThorflügeljzu verkaufen. 
I7> Sin 6 jähriges braunes Reut--Pferd stehet zu verkaufen. Kauflustige könne« sich ln der 
Altstadt aufm Markt in Ro. 676., dasselbe zu besehen, melden. 
!8) Der Hof Lieferant, M. ITC. Beermann, macht bekannt, daß er allhier in Cassel einen Eng 
lischen Laden errichtet hat, worin man alle mögliche Sorten von ächten Englischen Waaren 
habeu kan; als: Galanterie - Waaren, sowohl von Gold als Silber; feine Steine; alle Sor 
ten Stahlwaaren; goldene, silberne und tomdackene Uhren; auch für Uhrmacher das erforder 
liche zur Verfertigung neuer Uhren; alle Sorten lakirte Waaren; alle zum Resten bevöthigte 
Sachen; alle Lorten überlegte Waare; die beßten Rasir» und Taschenmesser- mit und ohne 
Etuis; alle Sorten Ehlenwaaren für Herren und Damen; alle Sorten Dameus« Pntzwaare» 
von beßter Güte; beßte Seide zum Nahen und Stricken; beßte Filet- Strtck-Näh-undSteck 
nadeln; Seifenkugeln, und dergleichen für Dameu erforderliche Sachen; deu allerfeioftea 
grünen Thee; fein Seuftmeh! in Flaschen; wie auch feine Kupferstiche von berühmten Meistern 
gestochen, mit und ohne Rahmen; feine Fußtepptche u. s. w. Auch übernimt besagter 
Beermann alle Commissionen nach nnd auS England hieher, sie bestehen in Werfeln oder an 
dern Angelegenheiten, und verspricht in allem die beste Bedienung und die vtlligsten Prei 
se. Seine Wohnung ist in der Schloßstraße Nr. 148. 
19) Nachdem Freytag den rite» dieses und folgenden Tags unterschiedene Galanteriewaaren auf 
allhiesiqem Rathhruse öffentlich an den Meistbietenden versteigert werden sollen; als wird sol 
che- allen hierzu Kauflustige» avmir bekannt gemacht, um dieser Versteigerung beliebig bey 
wohnen zu können. Beym Stadtgericht zu Fritzlar den 7. Okt. 1735. 
Ex Mandato 6c In fidem, I. C. Schott, Stadt-und Gerichts-Secretarius. 
zo) E« sollen Mittwochen den rdreu huj. des Vormittags, auf dem Weiffensiein die allda vor 
handene Herrschaft!. Gerärbschasten, «IS: ein großer uod kleiner Futtertrog, zwey Wafferet- 
mer, zwey kleine Wasserküdel, ein großer Suppenküdel, eine Fleifchgabel, ein Hackemesser, 
eine A/t, ein kupferner Schmierkessel, ein Backeirog und ein großes Backbret an die Meist 
bietende gegen baare Bezahlung verauctioniret werden; Welches also Kauflustigen hiermit de- 
sannt gemacht wird. Cassel den 12 . Okt. 1735. 
Vigore Conimissionis. Schminke. Bauer. Schreiber. 
81) Der Schweizer Covditor Hr« Wilhelm Meuy benachrichtiget, daß er sein Logis in der Jo 
hannesstraße diesen Michaeli verlesse, und in der Schloßstraße Nr. 394. wohnhaft fty.j 
82 ) Es wünscht Jemand, der dieRechtr studiret und Reise» in verschiedenen Weltthrilen gemacht 
hat, mit einer jungen Herrschaft auf Reise» zu gehen; ausserdem ist derselbe Willens, in der 
Lateinischen Sprache gründlichen Unterricht zu ?rden. 
83) Es wird nach Holzmünden ein Billard mit nöthigem Inbehörzu kaufen gesucht. In der Ham- 
pischen Buchdruckerey ist das weitere zu vernehmen. 
-4) Nachdem die Verfügung getroffen worden, daß die guten Spielkarten fernerhin auf Pi 
que As roth, die Mariagekarten hingegen auf Coeur Zehn schwarz gestempelt, erstere auch zu 
4 Alb. letztere aber nur zu 2 Alb. p. Spiel verkauft werden sollen; so wird das Publicum da 
von hiermit benachrichtiget, übrigens aber für den Ankauf und den Gebrauch fremder Spiel, 
karten, in Ge.mäsheit der gnädigsten Verordnung vom ryten Jun. 1775. bey deu darauf ge 
fetzten 50 Rthlr. Strafe hierdurch abermals verwarnet. Cassel den rr. Scpt. 1785. 
2 tus Fürst!. Kriegs - und Domamen-Cammer. 
85 ) Deu rite« künftigen Monats Oktober Nachmittags uw 1 Uhr. sollen einig- Ohmen 62er 
Hochheimer Wein, wovon die Probe vor dem Faß zu nehmen stehet, au den Meistbietenden 
gegen baare Bezahlung verkauft werde» ; Kauflustige belieben sich desfalS in der Behausung 
des Goldschmieds Hr. Jeselich in der Johannesstraße Nr. Z8t. einzufinden» 
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