Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1785, [2])

Vom 2-ten August 1785.' 
soll de« -olle« Mast» und PflanzgelbSbetrag doppelt bezahlen, und der Masthir 
re, wann er nicht dem Forstbedienten davon sofort Anzeige thut, geben , 
Wer Eicheln oder Bucheckern ohne Permissiouszettel sammlet, soll geben: 
Für jede Person vom Schlägen , $ 
Für jede Person vom Lesen oder Kehren - - 
Wann sich bey vorzunehmenden Hausvtsitationen nur etwas weniges an auf- Pfand 
geholten Eicheln oder Bucheckern vorfindet » 
Findet sich ein mehrere- vor, wird diese Strafe nach der Menge doppelt, auch drey 
fach und mehr angesetzt, die Eicheln und Bucheckern aber ausserdem in diesen und 
jenen Fällen abgenommen nud coufiscirt, folglich entweder zur Besaamung in! 
Herrschaft!. Waldung verwendet, oder meistbietend verkauft, und der Geldbetrags 
davon zu Register gebracht. 
10 Wilddieberei und Jagd - Frevel betreffend. 
Wer Wtldbieberey treibt, wird nach Befinden nach Vorschrift der besfalfigen Ver 
ordnung bestraft, und gehört hierzu vorzüglich Rrthwildpret, Tanneuwilbpret. 
Schwarzwildpret, Rehe, Phasanen, Auerhahneu und Birkhähnen. 
Wer von Wilddieben Wissenschaft hat, oder solche gar beherberget, und es nicht ohn 
verzüglich anzeiget; desgleichen 
Wer von Wilddieben Wildpret, Häute und dergleichen ankauft, und es nicht soforf 
anzeigt; edenfals 
Wer in Herrschaft!. Jagden Excesse verübt, soll geben: 
Für jeden geschossenen oder gefangenen Haasen » - 
Für jedes geschossene- oder gefangene- Haffelhuhn, Feldhuhn, Schneppr, wild^ 
Gans oder wilde Ente • • $ 
Für jede geschossene oder gefangene Wachtel, Schuerker oder Beceasine , 
Wer wilde Tauben, Gramms oder Halbvögel, Lerche und dergleichen ohne Erlaub- 
ni ß schießt oder fangt, soll geben * - 
Wer junge Äildkälder, Rehkälber oder Frieschlinge auffängt oder beschädiget, soll 
geben von jedem » - , 
Wer junge Hassen, Auerhühner, Birkhühner, Hasselhühner, Feldhühner und der 
gleichen auffangt, beschädiget, oder dieser Nester zerstöret, soll geben • 
Wer die Nester sonstiger nutzbaren und zur Jagd gehörigen wilden Vögel zerstöret,j 
soll «eben 
Wer Nachtigallen fängt oder deren Nester zerstöret, soll gebe« * 
oder wenn er solche zu geben nicht vermag, mit vierwöchiger Zuchthausstrafe de 
legt werden. 
Ww in Herrschaft!. Jagdrevieren außer de» Landstraßen und gewöhnliche» Wegen 
mit Schießgewehr betreten wird, ist dessen verlustig, und soll ausserdem, ob er 
gleich nichts geschossen hat, geben - ■ 
Wer Hnschftaugen stabet uud solche au den Forstbedienteu de- Bezirks gegen ein Dou 
crur nicht sofort abliefert, soll von jeder Stange geben » 
Wer Fuchseisen oder andere RaubthierSfallen findet, und sie nicht ohne einige Be 
schädiquvg liegen lässet, soll geben , - 
Wer dergleichen evtw-ndet, soll neben deren Bezahlung an den Eigenthümer geben, 
und außerdem das etwa darinn gefangene Raubthier bezahlen. 
Wer Schlingen und sonstige fangende Sachen leget, soll geben , - 
Wer solches in seinem Garten erlaubt, soll geben • « 
und muß den Thäter anzeigen, oder noch die darauf gesetzte Strafe geben. 
Wer seinen Hund ohne Prügel läßt * » 
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