Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1785, [1])

1785 . 
- orb Mehl, Fabennubela, Hirsen, weisst Dohnen, Bamberger Awetfchen, Puder, Stärke, 
^ W--KS und Unschlittlichter, gelbe und weiffe Wachsstöcke, fein Provencer. Oehl, Baumöhl, 
Rüböhl, Thran, Wein- und Biereffrg, alle Arten von Vogel-Saamen und andere Waaren 
wehr, verschiedene Sorten Rauchtabact', und folgende Sorten Schnopftaback, als: ächter 
Boîonqaro, Kappe d’Holiande von verschiedener Güte, Kappe lie Karls, Marino, Marocco, 
de dames, St. Domingo, St. Omer von verschiedener Güte, Spanische Kleye, Brefiüe, Vio» 
let, Naturel, Bergamotte, fein Weizen und Spagnol; erzeigt aus dem Grunde keine Prêt» 
se an, weil er einen jeden auf die möglichste Art mit guter Waare in den billigsten Preisen 
bedienen wird; Es ist auch jederzeit recht gut fein Weizenmehl in ganzen Säcken, der Cent» 
«er zu zj Rthlr. bey ihm in Commission zu haben. 
-) Eine Französin dahier, welche schon in dieser Sprache Unterricht gegeben, will nebst ihrer 
Tochter noch ferner deutsche und französische Schule halten, uud der Jugend zugleich eine 
christliche, tugendhafte, standesmäßige Erziehung beybringen, deSgl. im Putzmachen, Nä 
hen und Stricken unterrichten, auch junge Leute in Pension nehmen; wobey auch ein Sprach» 
meister, der da« Schreiben deutsch und französisch und die damit verknüpfte Wissenschaft lehret. 
io) In der Rouxischen Handlung alhier sind wie gewöhnlich unten benannte Weine und andere 
Waaren, von besten Gattungen, um sehr billigen Preis sowohl im Ganzen als einzeln zu ha, 
den, nemUch: Madera, Mallaga, Alicante, Lunel, Champagner, Bourgogner, Hermitage, 
Caors, verschiedene Sorreu Pontac und weiße Franzweine, wie auch sehr guter Rheinwein 
von 8 bis 24 Alb. die Bout, ferner Arack, französische Liqueurs, Evgl. Bier, fein Provencer, 
Vehl: hirruächst Spanisch. Schnupftadack in ganzen, halben, und Viertels blechernen Büch, 
sen, von 4 Dukaten bis zu 2\ Rlhlr. die ganze Büchse, wie auch Vartnas oder Rauchtaback, 
zu 24 alb., i Rthlr., und if Rthlr. das Pfund. Sodann ächte Engl. Stiefelschäfte, auch 
nächsten- fein Engl. Ainu, in ganzen Blocken und kleinen Stangen. 
U) Evite jemand eine. gute Gelegenheit in, oder vor Lasset zu Anlegung eioer Brandeweindren, 
nerey, besonders mir laufenden Wasser, zu vermietheu oder zu verkaufen haben, derselbe tan 
bey dem Peruqà Raabe auf dem Täpfenmarkt einen Liebhaber darzu erfahren. 
J2) Die mehresten Theile von Jmhvffs historischen Bilder, Saal, find von dem Hr. Major von 
Sriernberg vor verschiedenen Jahren an gute Freunde verlehnt worden. Da nun deren Du- 
rücklieferung nicht erfolgt, so werden diese ersucht, die annoch in Händen habende Theile an 
den Hrn. Burggraf Hemmerich, wohnhaft auf der Oderneustadt in des Bierbrauer Fritzens 
Behausung in der Frankfurter Straße, gefälligst abzuliefern. 
lg) 4020 Gedunde lang Stroh, lü Gebund für i Rthlr. find in der Grebensteiner Meuterei an» 
noch zu haben. 
14) Beym Kaufmann Hr. Schmidt in der Unterneustadt am Kirchhof, ist außer feinen stet- füh, 
renden Spezereywaaren, von allerhand Sorten baumwollener Modenzeuge, zu Manns, und 
FrauenS-Kleidern, wie auch zu Bettzügen und Schürzen, billigen Preises zu haben. 
15) Es sollen auf dem Gouveroemeutsplatz in Nr. 327. ohngefebr 500 Bände größteutheils guter 
theologischer und juristischer Schriften, sodann auch einige Stücke alten HanSgeräthes gegen 
haare Bezahlung verauctioniret werden. Kauflustige belieben sich bis Montag den 30. dies. 
Nachmittag- um 2 Uhr in vorbesagter Behausung einzufinden. 
16) Im Stralsund bey Hr. Heinrich sind nebst verschiedenen Sorten guten Rhein, und Franz, 
weinen, auch neuer Bourgogne, Wein von Pomard, die Bout, zu 16 Alb. und Vollney dt« 
Bout. l8 Alb. 8 Hlr. dergleichen Moölerwriu von 1731, die Bout, zu 13 Alb. 4 Hlr. zu 
haben. 
37) ES hat der Wege-Commissariu-Hr. Caul, zu Obervelmar wohnhaft, sein Haus nebst Garten 
zu Hohenkirchen an Jost Deichmann gelegen, um eine gewisse Summa Geldes verkauft; Wer 
etwas daran zu fordern, oder näher Käufer zu seyn vermeynt, wolle sich Zeit Rechtens melden. 
18) Der hiesige Bürger und Drechslermstr. G. W. Carle, wohnhaft in des Bierbrauer Umbachs 
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