Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1785, [1])

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Vom i4ten Februar 1735. 
O) Ja der Sängerfchen Behausung aufm Brivk find dermahlen der deßteu weisst«, Haren und 
heübrennenden Sotten Unschlttt-Lichter zu haben, welche 8 bis 9 Stunden, wenn sie wohl 
gewahret werden, brennen; man wird «inen sehr billigen Preis machen, und ist Willens eine« 
ansehnlichen Vorrath derselben, auszuverkaufen. 
- 9) Vor kurzer Zeit ist ein silberner Degen mit einem rothen Koppel au- einem gewissen Hause 
entwendet worben; wer etwa» denselben angekauft oder io Versatz bekommen hat, wird er 
sucht, es in der Waisenhaus-Buchdruckerey anzuzeigen, und sich der Erstattung der Ausla 
gen auf eine oder die andere Art dankbar zu gewärtigen. 
io) Bey dem Gärtner Schellhase in seiner Wohnung am Carlsthor, sind alle Sorten frischer 
und ächter Garten - Saamen, wie auch alle Sorten lreibdare Blumen, sowohl zu Bouquetö 
als auch in Scherben, billiges Preises zu haben. 
y 11) Hr. Job. Ehph. Zeh, musikalischer Instrumentmacher, ist aus Leipzig hier angekommen 
und gnädigst privilegirt worden. Er verfertigt alle erfundene Arten von Waldhörnern, Trom- 
1 prten, Posaunen rc. überhaupt, was zu Blase. Instrumenten, zu einer türkischen Musik u. 
dergk. gehört, auch Hör - und Sprachrohre. Er verspricht pünktliche Bedienung und billige« 
Preis. Er wohnt in der Wetffenst. Vorstadt in Nr. l. 
s 1.2) Nachdem Montag den 14. Febr. d. I. und in denen darauf folgenden Tagen bey hiesiger Leih- 
Banco die verfallene Unterpfänder an Pretiosen, Gold, Silber, Kupfer, Messing und Atnn- 
l Geschirr, Tisch- und Bettlinnrn, Manns - und Frauenskleiduugen und andere Sachen mehr, 
* an die Meistbietende gegen baare und Eassamäßige Bezahlung verauctivniret werden sollen; 
so wird solches hiermit bekannt gemacht, damit diejenigen, so etwas zu erstehen Willen-, sich 
an vdqedachten Tagen Nachmittags 2 Uhr in dem Banco-Hause einsinken, und ihr Gebot 
tbnn können. Cassel den 25. Jan. 1735. , Aus hiesiger Leph - Banco. 
1 13) Der hiesige Bürger und pttvilegirte Druckfärber Job. Chph. Hartmann, druckt und färbt 
, Leinen und Cotton, auch Manchester, Wollen und Seiden, druckt dabey leinene? und papier- 
i ne Tapeteu, färbt auch Schreibpapier, und macht alle mögliche Arten Farben oder Diäte 
l zum Schreiben und Jlluminiren; Wem hiermit gedienet, wolle ihn in der Johauuisstraße in 
. Nr. 384. erfragen. 
, 14) Bey dem Kaufm. Hrn. Hagen in der Schloßstraße wohnhaft, ist ächter Hanauer Sansfauce» 
) Taback das Pf. l6 Alb. desgl. ein Rest Straeburger Rappee in Stangen, und ein anderer so 
. gerieben ist, zu 7 Rtdlr. die 100 Pf. zu haben. 
- iz) In der Martinistraße Nr. 7;. werden vom Kaufm. Hrn. Holzschue Hirschhörner sowohl ein» 
, zeln als in Partien gegen billige Zahlung zu kaufen gesucht. 
, lü) Der hiesige Bürstenmachermstr. I. H. Ährendts in der Petristraße wohnhaft, ersucht alle 
Metzgermfir und Hausschlächter in den Städten und Dörfern, wann dieselben Borsten zum 
> Verkauf haben, ihm solche zu schicken oder zu bringen, er erbietet sich für jedes Pfund 8 Hel- 
t (er mehr, als die Aufkäufer, zu geben. 
17) Ein in Cassel wohnender Wundarzt erbietet sich, alle und jede Armen, welche am offenen 
t Krebs leiden, ohuentgeldlich in die Cur zu nehmen. Die Kranken müssen fich aber selbst bey 
i , ihm melden. 
\t 18) Der Kabinets Pedell Ioh. Eckh. Motz bat sein Stück Land auf der Möncheberger Schanze 
gelegen für ein gewisses Geld verkauft; solches wird hierdurch bekannt gemacht. 
, 19) Es stehet ein schwarzbraun Englisches Reutpferd, im Gasthof zum König von Preussen, zu 
verkaufen. 
-o) Bey dem Wewhändler Hrn. Adam Fehr sind, von heute den l. Febr. an, in der Kasernen- 
ssraße, in dem neuen Gebäude gegen dem Herrschaftlichen Fruchtboben über, nachfolgende 
ächte und unverfälschte Weiue sowohl in- als außer dem Hause zu haben, als: ächter Iohan- 
uesberger zu iS Alb. die Borrt, versiegelt, ächter Riedesheimer öoziger Alb. ächter Lauben, 
her-
	        

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